/b/ – Passierschein A38
„Migranten müssen EC und Seine Werte akzeptieren“

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Nr. 2397
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Können wir einen allgemeinen /d/-Faden haben? Wie steht Ernst zum Rausch, welche Erfahrungen hat er oder würde sie gerne machen. Legalisierung oder Kriminalisierung, zeitweiser Genuss oder krankhafter Missbrauch, Chance für den Familienvater mal abzuschalten oder generelles Merkmal der Unterschicht? IdF es geht!
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Nr. 2398 Kontra
Mit seinem Konsum anzugeben ist das tiefste was man an Unterschichtigkeit erreichen kann.
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Nr. 2399
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>>2398
Angeberei generell zeugt von schlechten Manieren, nicht? Nicht sicher ob es da so einen Unterschied macht ob mit seinem Drogenkonsum, seinem Auto oder Sexleben. Geltungssucht halt.
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Nr. 2402
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Dieser Ernst hat sich in seinem Leben bisher fast komplett von Drogen ferngehalten. Das bedeutet keine Zigaretten, kein Kiffen, keine harten Drogen, nur (reichlich) Alkohol in seiner Jugend, und auch das inzwischen kaum noch. Manchmal fragt er sich, ob das eine gute Entscheidung war, oder ob die Erlebnisse und die sozialen Interaktionen, die ihm dadurch entgingen, etwas mehr Experimentierfreude gerechtfertigt hätten. Damit meint er nicht, dass er sich das Zeug tonnenweise reinpfeifen hätte sollen, oder das er vorhat, das in Zukunft doch noch zu probieren (jetzt ist es eh zu spät). Mich würde aber interessieren, wie /d/-Ernst seine Drogenerlebnisse rückwirkend einordnet, und ob er sie heute eher als Bereicherung oder als Belastung für sein Leben sieht. Wenn Ernst könnte: Würde er dann jeglichen Kontakt mit Drogen rückgängig machen, um heute komplett davon frei sein zu können?

Bei genauerer Betrachtung ist Ernst allerdings doch nicht so ganz drogenfrei: Weitet man den Drogenbegriff aus, so stellt man fest, dass Ernst ein Problem mit Zucker und Pornos hat, und das geht von den Symptomen her durchaus als Sucht durch.
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Nr. 2405
>>2402
zl;ng Ernst bereut nicht, hätte aber auch ohne

Rückblickend bereue ich bis auf ein mal Chrystal Meth nichts. Der Rausch war zwar super, aber Ernst war danach 4 Tage lang völlig unbrauchbar und hat sich geschämt.
Aber genau so würde ich auch rückblickend sagen, dass bis auf Befriedigung der Neugier und 'Austesten von Grenzen' eigentlich nicht viel rumkam. Ernst hat Cannabis, Ecstasy, Amphetamine, Kokain, Pilze, 2CE und LSD ausprobiert aber ganz ehrlich, ich hätte es auch sein lassen können. Lachse wurden zwar auf LSD mit einem Freund zusammen gehabt, aber weiter gebracht hat es uns in dem Sinne beide nicht.
Sex auf Drogen kann allerdings schön und intensiv sein, man läuft aber Gefahr, dass man ein Junkie-Paar wird und es sich damit versaut. Außerdem hat Rotwein finde ich eine ähnlich aphrodisierende Wirkung wie z.B. Amnesia eine Sorte Gras und es ist wesentlich einfacher und kosteneffektiver guten Rotwein zu finden.
Das Gerede von (psychedelische) Drogen öffnen einem die Augen und erweitern das Bewusstsein ist m.M.n. völliger Humbug. Was hatte ich nicht schon für 'Erkenntnismomente' auf dem Rausch, für die ich mich am nächsten Tag bestensfalls selbst auslachen konnte. Das einzige was ich meinen - damaligen - Konsum zu Gute halten muss ist, dass sollte ich mal Kinder haben, ich mich vergleichbaren Situationen wohl besser umgehen könnte. Ich war ja auch schon dort.
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Nr. 2410
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Ich habe nur ein paar Mal in meinem Leben gekifft, war ganz nett zum sturbieren aber ansonsten fühlte ich mich eher relativ gedämpft/dumm, was ich eher als einschränkend empfand, da man sich dann mit nichts wirklich beschäftigen konnte außer halt sturbieren oder Musik hören.

Kenne aber einige Fälle über die Jahre, wo Drogen das Leben der Leute verändert haben:

  • ein alter Schulfreund kiffte täglich, irgendwann fing er an davon zu reden er hätte "Gott" gespürt und hat seitdem in irgendwelchen esoterischen Kreisen verkehrt, keine Ahnung was er heute so macht

  • Ein anderer Typ den ich kannte hat sich mit irgendwas zugedröhnt (vermute Hallzinogen oder Chemie) und ist so ins Kino gegangen, zwei Wochen später besuchte ich ihn in der Psychatrie. Er war ein absolutes Wrack, total zittrig, konnte kaum laufen, und erzählte mir davon ich sollte NIEMALS in diesen Kinofilm gehen, alles was darin passiert wäre wahr (war ein Horror-/Actionfilm).

  • Ein Typ zu dem ich heute noch gelegentlich Kontakt habe, hat sich früher alles mögliche reingeschmissen, heute "nur" noch Ritalin (soweit ich weiss), ist auf absolut kranken Fetischen hängengeblieben, zieht sich Ankack-Pornos rein und will auf Szene-Parkplätzen blank analrapiert werden ("Nohomo").

Insgesamt gibt es ja bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, die mit bestimmten Drogen assoziert werden (man denke an Friedman im Hotel mit 20 Nutten). Besonders Koks/Pep/Amphetamine oder Halluzinogene scheinen bei Gewohnheitskonsum persönlichkeitsverändernde Wirkungen zu haben.
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Nr. 2411
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>>2405
>>2410
Das deckt sich mit den Beobachtungen, die ich als Abstinenzler bei Anderen gemacht habe. Die Gelegenheitskiffer sind nicht anders als die Gelegenheitssäufer, außer dass sie vielleicht im Umgang etwas angenehmer sind, wenn man selbst nicht mitmacht. Und die, die es übertreiben, egal mit welcher Droge, enden irgendwann als Wrack. Ernst hat einige Leute in seinem Umfeld, die den Gong nicht gehört haben und einfach immer weitergesoffen haben, und die haben sich alle damit mehr oder weniger negativ ihr Leben beeinflusst. Bei manchen hat der Alkohol nur maßgeblich mitgeholfen, dass die Beziehung kaputt gegangen ist, Andere haben ihren Führerschein und/oder Dschob verloren und sich die Gesundheit ruiniert. Mein Vater war Säufer und Raucher, und ist früh gestorben, und seine Freunde hatten relativ früh keine Lust mehr auf ihn, genau wie ich. Mein Onkel hat seinen Arbeitsplatz verloren und Schulden angehäuft, und hat sich davon nie mehr richtig erholt. Seine Frau hat ebenfalls gesoffen, weiß gar nicht, ob sie noch lebt. Habe nur vor einigen Jahren gehört, dass sie wohl auch gesundheitlich am Ende wäre, Leber im Arsch etc.

Während Ernst das emotional gesehen relativ entspannt sieht, stört ihn daran doch, dass es genau die Leute betrifft, die früher die größte Klappe hatten und immer alles besser wussten. Das soll kein Pauschalurteil sein, dafür ist die Stichprobe viel zu klein, aber rückwirkend, wenn Ernst sich überlegt, was er sich als Kleinernst alles von diesen Leuten anhören musste, kommt in ihm nicht gerade Mitleid auf. Diese Leute haben eine Serie von schlechten Entscheidungen in ihrem Leben getroffen und haben immer versucht, Anderen die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben. Alle doof, meine Mutter Schuld, dass die Ehe kaputt ging, Ernst schuld, weil er so ein pubertäres Kantenkind ist, alle Anderen schuld, weil sie illoyal / feige / zu doof / sonstwas sind. Aber nie sie selbst. Das ist schon komisch, wenn man jetzt nach so vielen Jahren zurückblickt und sich an seine Gedanken damals erinnert, wie man von diesen Leuten genervt war, und jetzt erst merkt, wie gerechtfertigt das eigentlich war. Erinnere mich auch noch sehr lebendig an die ganzen Mittelschichts-Kinder mit den heilen Familien und ihre tollen Ratschläge: "Aber Ernst, das ist doch dein Vater, wie kannst du ihn nur aus deinem Leben streichen? Du musst dich wieder aussöhnen, das wirst du dir sonst nicht verzeihen..." Beste Entscheidung meines Lebens, diese Ochsen irgendwann einfach zu ignorieren.

Sollte jetzt kein Rant gegen Drogennutzer werden, ist wie gesagt nur eine individuelle Erfahrung von mir mit einigen wenigen Personen im direkten Umfeld. Da haben die Drogen nur die ohnehin vorhandenen negativen Persönlichkeitsmerkmale verstärkt. Der ganze Rest führt heute ein ganz normales Leben und trinkt ab und zu seine paar Biere oder raucht seinen Dübel 2x im Monat. Mußte aber trotzdem mal raus.
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Nr. 2472
Ich wollte hier schon lange antworten, aber jetzt wo KC unten ist scheint mir eine gute Gelegenheit zu sein :3

Ich bin Mitte 30 und habe erst spät zu Drogen gefunden und auch nur wenig. Ich trinke erst seit ich 27 bin überhaupt Bier, habe genau vier Erfahrungen mit Gras gemacht (alle unterschiedlich), habe drei Mal MDMA genommen und zwei Mal LSD. Und ich nehme seit etwa 2 Jahren alle 1-3 Wochen eine kleine Menge Kratom. Geraucht oder auch gekifft habe ich noch nie.

LSD war beim ersten Mal nett, beim zweiten Mal letztes Jahr interessant, aber doch teilweise. MDMA hat immer Spaß gemacht (tanzen), aber die nächsten Tage danach waren immer etwas betrübt. Sollte man nur im Sommer machen. Gras (einmal Kekse von jemand anderem, einmal Vaporisierer, einmal Bong, einmal selbstgemachte Kekse mit wenig Gehalt) hat mir weniger gefallen, die Wirkung ging von nicht vorhanden bis komisch zugedröhnt. Nur die selbstgemachten Kekse letztes Jahr waren okay und in ihrer Wirkung dem Kratom ähnlich.

Kratom kann ich empfehlen, wenn man sich beherrschen kann. Es ist legal und nicht teuer. Ich stopfe es selbst in Kapseln, damit kann ich es auch unterwegs problemlos einnehmen und auch Leuten mitbringen und es schmeckt auch nicht eklig. Die Wirkung ist dezent und schwankt zwischen euphorisierend und beruhigend, kann dann aber auch zu leicht unangenehm umschlagen. Kratom in der Sauna oder beim Sport ist kein Problem. Auf Partys oder gar Spieleabenden kann ich es nicht empfehlen, schon ausprobiert. Einmal bin ich damit auch Auto gefahren, aber das war einige Stunden nach der Einnahme und nach weiterer Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit und dann war es kein Problem.

Abgesehen von Kratom komme ich mir bei Drogen aber immer wie ein Wanderer zwischen den Welten vor. Ich kenne entweder Leute die sich fast allem hingeben oder welche, die von Drogen komplett die Finger lassen. Für vernünftigen Umgang mit Drogen benötigt man ein hohes Maß an Selbstbeherrschung, was viele Drogis nicht haben. Ich frage mich: Hätten es die Abstinenzler? Oder wissen die dass sie es nicht haben und fangen daher gar nicht erst an? Auf jeden Fall sind Drogen immer gefährlich und ich sehe wie sie Leute zerficken. Ich kenne jemanden persönlich der im Studium dachte es sei eine gute Idee jedes Wochenende in den Klub zu gehen und was zu nehmen, bis er Schizophren wurde und im Krankenhaus gelandet ist. Ist zum Glück schon ein paar Jahre her.
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Nr. 2476
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>>2472
>Für vernünftigen Umgang mit Drogen benötigt man ein hohes Maß an Selbstbeherrschung, was viele Drogis nicht haben. Ich frage mich: Hätten es die Abstinenzler? Oder wissen die dass sie es nicht haben und fangen daher gar nicht erst an?
Da ich sehe, wie ich mit Pornos und Nahrungsmitteln umgehe, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich diese Selbstbeherrschung nicht hätte. Wenn man mit sowas einfach so aufhören könnte, würde man es ja schließlich nicht Sucht nennen, und es würde nicht so viele Menschen endgültig zerficken. Ich hatte damals so viele negative Beispiele in meinem direkten Umfeld, dass ich das nie selbst wollte, aber durch diese Linie bleiben einem natürlich gewisse Erlebnisse ein Leben lang verschlossen - was erstmal okeh ist, da das ganze Leben ein Prozess ist, in welchem man Entscheidungen trifft, die manche Türen öffnen und Andere schließen. Realistisch gesehen schöpft man in seinem Leben vermutlich nur einen Bruchteil der Möglichkeiten aus, die man hat. So viele potenzielle Bildungswege, Berufe, Hobbies, Resieziele, Sozialkontakte und Lebensträume, und man muss sich auf so wenig davon festlegen, dass es beinahe schon lächerlich ist.

Manchmal erschlägt einen diese Vorstellung geradezu. So viele Wahlmöglichkeiten setzen einen ja unter permanenten Druck, das "Beste" (was immer das sein mag) aus seinen Optionen zu machen. Aber wer hat schon Lust, sich ständig über diese unzähligen Möglichkeiten den Kopf zu zerbrechen? Allein der Gedanke an die Dinge, von denen man weiß, dass man sie verpasst hat, zieht einen ja schon runter. Dazu kommt noch die um ein Vielfaches größere Zahl an Dingen, bei denen man gar nicht wissen kann, dass sie möglich gewesen wären.
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Nr. 2481
>>2397
>Können wir einen allgemeinen /d/-Faden haben?

Die Frage muss lauten, dürfen wir einen /d/ Faden haben.

NEIN
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Nr. 2482
>>2476
Hör auf, alle fertig zu machen.
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Nr. 2483
>>2476
Du klingst wirklich wie jemand der die Finger von Drogen lassen sollte.
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Nr. 2489
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>>2483
Ja, deswegen lasse ich es, aber diese Selbstreflektion hatte ich früher als Zehnalter ganz sicher nicht, woher auch? Damals waren es lediglich die abschreckenden Beispiele in meinem Umfeld, die mir die Neugier auf sowas ausgetrieben haben.

Bild unrelatiert.