/b/ – Passierschein A38
„Migranten müssen EC und Seine Werte akzeptieren“

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Nr. 2397
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Können wir einen allgemeinen /d/-Faden haben? Wie steht Ernst zum Rausch, welche Erfahrungen hat er oder würde sie gerne machen. Legalisierung oder Kriminalisierung, zeitweiser Genuss oder krankhafter Missbrauch, Chance für den Familienvater mal abzuschalten oder generelles Merkmal der Unterschicht? IdF es geht!
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Nr. 2398 Kontra
Mit seinem Konsum anzugeben ist das tiefste was man an Unterschichtigkeit erreichen kann.
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Nr. 2399
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>>2398
Angeberei generell zeugt von schlechten Manieren, nicht? Nicht sicher ob es da so einen Unterschied macht ob mit seinem Drogenkonsum, seinem Auto oder Sexleben. Geltungssucht halt.
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Nr. 2402
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Dieser Ernst hat sich in seinem Leben bisher fast komplett von Drogen ferngehalten. Das bedeutet keine Zigaretten, kein Kiffen, keine harten Drogen, nur (reichlich) Alkohol in seiner Jugend, und auch das inzwischen kaum noch. Manchmal fragt er sich, ob das eine gute Entscheidung war, oder ob die Erlebnisse und die sozialen Interaktionen, die ihm dadurch entgingen, etwas mehr Experimentierfreude gerechtfertigt hätten. Damit meint er nicht, dass er sich das Zeug tonnenweise reinpfeifen hätte sollen, oder das er vorhat, das in Zukunft doch noch zu probieren (jetzt ist es eh zu spät). Mich würde aber interessieren, wie /d/-Ernst seine Drogenerlebnisse rückwirkend einordnet, und ob er sie heute eher als Bereicherung oder als Belastung für sein Leben sieht. Wenn Ernst könnte: Würde er dann jeglichen Kontakt mit Drogen rückgängig machen, um heute komplett davon frei sein zu können?

Bei genauerer Betrachtung ist Ernst allerdings doch nicht so ganz drogenfrei: Weitet man den Drogenbegriff aus, so stellt man fest, dass Ernst ein Problem mit Zucker und Pornos hat, und das geht von den Symptomen her durchaus als Sucht durch.
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Nr. 2405
>>2402
zl;ng Ernst bereut nicht, hätte aber auch ohne

Rückblickend bereue ich bis auf ein mal Chrystal Meth nichts. Der Rausch war zwar super, aber Ernst war danach 4 Tage lang völlig unbrauchbar und hat sich geschämt.
Aber genau so würde ich auch rückblickend sagen, dass bis auf Befriedigung der Neugier und 'Austesten von Grenzen' eigentlich nicht viel rumkam. Ernst hat Cannabis, Ecstasy, Amphetamine, Kokain, Pilze, 2CE und LSD ausprobiert aber ganz ehrlich, ich hätte es auch sein lassen können. Lachse wurden zwar auf LSD mit einem Freund zusammen gehabt, aber weiter gebracht hat es uns in dem Sinne beide nicht.
Sex auf Drogen kann allerdings schön und intensiv sein, man läuft aber Gefahr, dass man ein Junkie-Paar wird und es sich damit versaut. Außerdem hat Rotwein finde ich eine ähnlich aphrodisierende Wirkung wie z.B. Amnesia eine Sorte Gras und es ist wesentlich einfacher und kosteneffektiver guten Rotwein zu finden.
Das Gerede von (psychedelische) Drogen öffnen einem die Augen und erweitern das Bewusstsein ist m.M.n. völliger Humbug. Was hatte ich nicht schon für 'Erkenntnismomente' auf dem Rausch, für die ich mich am nächsten Tag bestensfalls selbst auslachen konnte. Das einzige was ich meinen - damaligen - Konsum zu Gute halten muss ist, dass sollte ich mal Kinder haben, ich mich vergleichbaren Situationen wohl besser umgehen könnte. Ich war ja auch schon dort.
>>
Nr. 2410
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Ich habe nur ein paar Mal in meinem Leben gekifft, war ganz nett zum sturbieren aber ansonsten fühlte ich mich eher relativ gedämpft/dumm, was ich eher als einschränkend empfand, da man sich dann mit nichts wirklich beschäftigen konnte außer halt sturbieren oder Musik hören.

Kenne aber einige Fälle über die Jahre, wo Drogen das Leben der Leute verändert haben:

  • ein alter Schulfreund kiffte täglich, irgendwann fing er an davon zu reden er hätte "Gott" gespürt und hat seitdem in irgendwelchen esoterischen Kreisen verkehrt, keine Ahnung was er heute so macht

  • Ein anderer Typ den ich kannte hat sich mit irgendwas zugedröhnt (vermute Hallzinogen oder Chemie) und ist so ins Kino gegangen, zwei Wochen später besuchte ich ihn in der Psychatrie. Er war ein absolutes Wrack, total zittrig, konnte kaum laufen, und erzählte mir davon ich sollte NIEMALS in diesen Kinofilm gehen, alles was darin passiert wäre wahr (war ein Horror-/Actionfilm).

  • Ein Typ zu dem ich heute noch gelegentlich Kontakt habe, hat sich früher alles mögliche reingeschmissen, heute "nur" noch Ritalin (soweit ich weiss), ist auf absolut kranken Fetischen hängengeblieben, zieht sich Ankack-Pornos rein und will auf Szene-Parkplätzen blank analrapiert werden ("Nohomo").

Insgesamt gibt es ja bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, die mit bestimmten Drogen assoziert werden (man denke an Friedman im Hotel mit 20 Nutten). Besonders Koks/Pep/Amphetamine oder Halluzinogene scheinen bei Gewohnheitskonsum persönlichkeitsverändernde Wirkungen zu haben.
>>
Nr. 2411
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>>2405
>>2410
Das deckt sich mit den Beobachtungen, die ich als Abstinenzler bei Anderen gemacht habe. Die Gelegenheitskiffer sind nicht anders als die Gelegenheitssäufer, außer dass sie vielleicht im Umgang etwas angenehmer sind, wenn man selbst nicht mitmacht. Und die, die es übertreiben, egal mit welcher Droge, enden irgendwann als Wrack. Ernst hat einige Leute in seinem Umfeld, die den Gong nicht gehört haben und einfach immer weitergesoffen haben, und die haben sich alle damit mehr oder weniger negativ ihr Leben beeinflusst. Bei manchen hat der Alkohol nur maßgeblich mitgeholfen, dass die Beziehung kaputt gegangen ist, Andere haben ihren Führerschein und/oder Dschob verloren und sich die Gesundheit ruiniert. Mein Vater war Säufer und Raucher, und ist früh gestorben, und seine Freunde hatten relativ früh keine Lust mehr auf ihn, genau wie ich. Mein Onkel hat seinen Arbeitsplatz verloren und Schulden angehäuft, und hat sich davon nie mehr richtig erholt. Seine Frau hat ebenfalls gesoffen, weiß gar nicht, ob sie noch lebt. Habe nur vor einigen Jahren gehört, dass sie wohl auch gesundheitlich am Ende wäre, Leber im Arsch etc.

Während Ernst das emotional gesehen relativ entspannt sieht, stört ihn daran doch, dass es genau die Leute betrifft, die früher die größte Klappe hatten und immer alles besser wussten. Das soll kein Pauschalurteil sein, dafür ist die Stichprobe viel zu klein, aber rückwirkend, wenn Ernst sich überlegt, was er sich als Kleinernst alles von diesen Leuten anhören musste, kommt in ihm nicht gerade Mitleid auf. Diese Leute haben eine Serie von schlechten Entscheidungen in ihrem Leben getroffen und haben immer versucht, Anderen die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben. Alle doof, meine Mutter Schuld, dass die Ehe kaputt ging, Ernst schuld, weil er so ein pubertäres Kantenkind ist, alle Anderen schuld, weil sie illoyal / feige / zu doof / sonstwas sind. Aber nie sie selbst. Das ist schon komisch, wenn man jetzt nach so vielen Jahren zurückblickt und sich an seine Gedanken damals erinnert, wie man von diesen Leuten genervt war, und jetzt erst merkt, wie gerechtfertigt das eigentlich war. Erinnere mich auch noch sehr lebendig an die ganzen Mittelschichts-Kinder mit den heilen Familien und ihre tollen Ratschläge: "Aber Ernst, das ist doch dein Vater, wie kannst du ihn nur aus deinem Leben streichen? Du musst dich wieder aussöhnen, das wirst du dir sonst nicht verzeihen..." Beste Entscheidung meines Lebens, diese Ochsen irgendwann einfach zu ignorieren.

Sollte jetzt kein Rant gegen Drogennutzer werden, ist wie gesagt nur eine individuelle Erfahrung von mir mit einigen wenigen Personen im direkten Umfeld. Da haben die Drogen nur die ohnehin vorhandenen negativen Persönlichkeitsmerkmale verstärkt. Der ganze Rest führt heute ein ganz normales Leben und trinkt ab und zu seine paar Biere oder raucht seinen Dübel 2x im Monat. Mußte aber trotzdem mal raus.
>>
Nr. 2472
Ich wollte hier schon lange antworten, aber jetzt wo KC unten ist scheint mir eine gute Gelegenheit zu sein :3

Ich bin Mitte 30 und habe erst spät zu Drogen gefunden und auch nur wenig. Ich trinke erst seit ich 27 bin überhaupt Bier, habe genau vier Erfahrungen mit Gras gemacht (alle unterschiedlich), habe drei Mal MDMA genommen und zwei Mal LSD. Und ich nehme seit etwa 2 Jahren alle 1-3 Wochen eine kleine Menge Kratom. Geraucht oder auch gekifft habe ich noch nie.

LSD war beim ersten Mal nett, beim zweiten Mal letztes Jahr interessant, aber doch teilweise. MDMA hat immer Spaß gemacht (tanzen), aber die nächsten Tage danach waren immer etwas betrübt. Sollte man nur im Sommer machen. Gras (einmal Kekse von jemand anderem, einmal Vaporisierer, einmal Bong, einmal selbstgemachte Kekse mit wenig Gehalt) hat mir weniger gefallen, die Wirkung ging von nicht vorhanden bis komisch zugedröhnt. Nur die selbstgemachten Kekse letztes Jahr waren okay und in ihrer Wirkung dem Kratom ähnlich.

Kratom kann ich empfehlen, wenn man sich beherrschen kann. Es ist legal und nicht teuer. Ich stopfe es selbst in Kapseln, damit kann ich es auch unterwegs problemlos einnehmen und auch Leuten mitbringen und es schmeckt auch nicht eklig. Die Wirkung ist dezent und schwankt zwischen euphorisierend und beruhigend, kann dann aber auch zu leicht unangenehm umschlagen. Kratom in der Sauna oder beim Sport ist kein Problem. Auf Partys oder gar Spieleabenden kann ich es nicht empfehlen, schon ausprobiert. Einmal bin ich damit auch Auto gefahren, aber das war einige Stunden nach der Einnahme und nach weiterer Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit und dann war es kein Problem.

Abgesehen von Kratom komme ich mir bei Drogen aber immer wie ein Wanderer zwischen den Welten vor. Ich kenne entweder Leute die sich fast allem hingeben oder welche, die von Drogen komplett die Finger lassen. Für vernünftigen Umgang mit Drogen benötigt man ein hohes Maß an Selbstbeherrschung, was viele Drogis nicht haben. Ich frage mich: Hätten es die Abstinenzler? Oder wissen die dass sie es nicht haben und fangen daher gar nicht erst an? Auf jeden Fall sind Drogen immer gefährlich und ich sehe wie sie Leute zerficken. Ich kenne jemanden persönlich der im Studium dachte es sei eine gute Idee jedes Wochenende in den Klub zu gehen und was zu nehmen, bis er Schizophren wurde und im Krankenhaus gelandet ist. Ist zum Glück schon ein paar Jahre her.
>>
Nr. 2476
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39 kB, 333 × 510
>>2472
>Für vernünftigen Umgang mit Drogen benötigt man ein hohes Maß an Selbstbeherrschung, was viele Drogis nicht haben. Ich frage mich: Hätten es die Abstinenzler? Oder wissen die dass sie es nicht haben und fangen daher gar nicht erst an?
Da ich sehe, wie ich mit Pornos und Nahrungsmitteln umgehe, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich diese Selbstbeherrschung nicht hätte. Wenn man mit sowas einfach so aufhören könnte, würde man es ja schließlich nicht Sucht nennen, und es würde nicht so viele Menschen endgültig zerficken. Ich hatte damals so viele negative Beispiele in meinem direkten Umfeld, dass ich das nie selbst wollte, aber durch diese Linie bleiben einem natürlich gewisse Erlebnisse ein Leben lang verschlossen - was erstmal okeh ist, da das ganze Leben ein Prozess ist, in welchem man Entscheidungen trifft, die manche Türen öffnen und Andere schließen. Realistisch gesehen schöpft man in seinem Leben vermutlich nur einen Bruchteil der Möglichkeiten aus, die man hat. So viele potenzielle Bildungswege, Berufe, Hobbies, Resieziele, Sozialkontakte und Lebensträume, und man muss sich auf so wenig davon festlegen, dass es beinahe schon lächerlich ist.

Manchmal erschlägt einen diese Vorstellung geradezu. So viele Wahlmöglichkeiten setzen einen ja unter permanenten Druck, das "Beste" (was immer das sein mag) aus seinen Optionen zu machen. Aber wer hat schon Lust, sich ständig über diese unzähligen Möglichkeiten den Kopf zu zerbrechen? Allein der Gedanke an die Dinge, von denen man weiß, dass man sie verpasst hat, zieht einen ja schon runter. Dazu kommt noch die um ein Vielfaches größere Zahl an Dingen, bei denen man gar nicht wissen kann, dass sie möglich gewesen wären.
>>
Nr. 2481
>>2397
>Können wir einen allgemeinen /d/-Faden haben?

Die Frage muss lauten, dürfen wir einen /d/ Faden haben.

NEIN
>>
Nr. 2482
>>2476
Hör auf, alle fertig zu machen.
>>
Nr. 2483
>>2476
Du klingst wirklich wie jemand der die Finger von Drogen lassen sollte.
>>
Nr. 2489
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>>2483
Ja, deswegen lasse ich es, aber diese Selbstreflektion hatte ich früher als Zehnalter ganz sicher nicht, woher auch? Damals waren es lediglich die abschreckenden Beispiele in meinem Umfeld, die mir die Neugier auf sowas ausgetrieben haben.

Bild unrelatiert.
>>
Nr. 4333
61 kB, 500 × 432
>>2411
t. Familie Ritter
>>
Nr. 4334
>>2405
>Das Gerede von (psychedelische) Drogen öffnen einem die Augen

Naja, also wenn sich deine Wahrnehmung sehr verschiebt, dringt man in Gebiete, die anderen verschlossen bleiben. Aber so eine Art kosmische Weisheit kam bei mir nie raus, zum Glück, denn es ist retrospetiv sehr lächerlich, was manche sich da zusammmenreimen und das noch mit Stolz. Heute verabscheue ich diesen lowlevel Esoscheiß.
Ich will meine Drogenerlebnisse nicht runterbeten, dass habe ich schon so oft getan. Einige Klassiker waren dabei und Amphe hat mir den Schädel zerfickt zusammen mit Schlafentzug und allgemein fehlendem Selbstbewusstsein.

Da die Fragen hier auftauchten, ob ich es bereue, ob es gut war und ob ich es ganz ohne Drogen machen würde, wenn ich nochmal könnte. Und wenn ich ehrlich bin: ich weiß es einfach nicht. Es ist so extrem viel Scheiß passiert und manches Druffigehabe ruft in mir heute unbändigen Hass hervor.
Aber es war auch einfach geil, der Rausch ist immer geil, die Konsequenzen, das Runterkommen hat mir wie gesagt den Schädel platzen lassen, einmal richtig und sonst unzählbar oft immer wieder ähnliche Situationen, bis ich endlich gesagt habe Schluss jetzt. Es hat mir einfach nicht mehr gut getan. Und heute bin ich wehmütig, würde gerne wieder verrauscht die Nacht durchtanzen, aber auf den ganzen Sozialkrebs verzichte ich lieber und bleibe deshlab zuhause.

Ich würde nie jemanden animieren wollen, wer will, der kann ja probieren. Wenn es dich böse erwischt, dann erwischt es dich, vorher dran glauben tut keiner und wenn es so weit ist, dann kommt man durch oder eben nicht oder irgendwas dazwischen. Für mich gilt Letzteres.

Man erlebt Dinge, macht Erfahrungen, die für sich genommen einzigartig sind. Aber es ist nichts, auf das man nicht verzichten könnte und weise oder so ein Quatsch wird man dadurch nicht. Ein Gespür für Dinge, weil man sich in eine bestimmte Szene begibt, eine gewisse Art, Dinge anzugehen, mit Leuten umzugehen, sowas. Die Drogenphase hat mich geprägt, im Guten wie im Schlechten. Manchmal bereue ich es, aber dann bekomme ich ein Kribbeln im Bauch, wenn ich an "alte Zeiten" denken, Musik höre, zu der ich auch getanzt habe. Vielleicht ist es auch so, weil es ein Teil meiner Jugend und dem frühen Erwachsenleben gewesen ist.
Dabei ist es erst ein paar Jahre her, dass ich aufgehört habe.

Und ernsthaft, dieser Track trifft mit dem Text und selbst dem Sound das Gefühl sehr gut.

https://www.youtube.com/watch?v=GNk-uXH9mos

jaja keiner verstehts und dann bum ballern sie und endlich ist der track nicht nur "lustig", sondern lustig, sehe schon wieder druffigrinsengesichter vor mir
>>
Nr. 4335 Kontra
17,4 MB, 352 × 640, 2:01
>>4334
Vor meinem Augen erscheinen Bilder einer Hochsommer-Afterhour im Park, morgens nach dem Club und dann rösten Sonne, Bier, Jägermeister und Pep den ganzen Tag das Gehirn, da sticht nicht nur die Sonne... solange bis das Gras um einen herum zum Meer wird und Rettungsringe ausgeworfen werden. Leinen Los, Freunde! Ahoi Captain.

In diesem Sinne ist wohl zu verstehen, warum man nicht einfach sagen kann: Alles Dreck.
>>
Nr. 4336
117 kB, 640 × 640
>>4334
Sekundiere hart. Eigentlich deckt sich das mit allen Eindrücken und Berichten, die ich selbst gesammelt und bisher so von Leuten gehört habe, welche "die Kurve gekriegt" haben. Darum will ich auch gar nicht das gleiche noch mal mit anderen Worten erzählen.

Die einzigen Rauschmittel, die ich noch konsumiere, sind Kaffee und Zigaretten und beides auch in ungesundem Maße zu viel. Daran würde ich wirklich gerne etwas ändern, es ist aber ungleich schwerer damit aufzuhören, als mit dem ganzen 'harten' Scheiss, so jedenfalls meine Erfahrung. Wein trinke ich noch gerne, aber so selten, dass es kaum der Rede wert ist, denn ich trinke nicht allein. Aber meistens bin ich allein.

Freitag Abend gehe ich pünktlich zu Bett, stehe am Wochenende kaum später auf als unter der Woche. Und den freien Tag verbringe ich dann am liebsten mit einem Buch. Das macht mich wirklich glücklich.

Finde gut, dass >>4334 abstinent bleibst. Das einzige was dich noch wehleidig zurück ruft ist die Sehnsucht, der Langeweile zu entfliehen. Aber Langeweile ist gar nicht so schlimm, eigentlich ist sie sogar ein Luxus.
>>
Nr. 4337
568 kB, 1200 × 1059
>>4336
Kann da nicht wirklich mitreden, da ich außer Alkohol nie Drogenerfahrungen gemacht habe, aber selbst den habe ich inzwischen aufgegeben, weil es irgendwann einfach langweilig war. Immer dasselbe, immer Wochenende, saufen, egal wie nichtig der Anlass. Es geht nur darum, sich volllaufen zu lassen, und sich fadenscheinige Gründe dafür auszudenken. Als Zehnalter und in den frühen 20ern war das noch anders, da war alles noch neu und frisch, da hat man Spaß gehabt, aber irgendwann ist das gekippt, und dann war es einfach nur noch Saufen um des Saufens willen, und dann habe ich es gelassen. Wobei ich immer noch gerne Bier trinke, weil es mir sehr gut schmeckt, nur halt jetzt alkoholfrei. Der sicherlich legitime Zwischenweg nach dem Motto "ich trinke halt nur noch 3 Bier am Abend" stand für mich nie zur Debatte. Seit ich auf alkoholfrei umgeschwenkt habe ,schmeckt mir normales Bier schon gar nicht mehr richtig.

Da es aber die Masse so macht, können die sich natürlich fein gegenseitig bestätigen, dass das schon alles gut und richtig ist, was sie machen. Und Gott bewahre, wenn man sie mal darauf hinweist, dass ihre ständige Sauferei ein Problem sein könnte. Im Gegenzug sich ständig Sprüche dafür anhören zu müssen, wenn man nichts trinkt, ist natürlich völlig in Ordnung, da kriegt man (zumindest in eingefleischten Trinkerkreisen) das volle Programm ab. Fand die Tatsache immer erstaunlich, dass ich mich rechtfertigen soll, warum ich mir KEIN Nervengift in den Körper schütte. Das zeigt mal wieder, dass etwas zur de facto Norm wird, wenn es nur genügend Leute machen. Ist Gott sei Dank eine Minderheit, die so drauf ist, aber es ist schon hart zu sehen, wie auch Leute in ihren späten 30ern oder 40ern mit Familie und Kindern immer, wirklich immer an der Flasche hängen, wenn man sie sieht.
>>
Nr. 4341
>>4336
>Das einzige was dich noch wehleidig zurück ruft ist die Sehnsucht, der Langeweile zu entfliehen

Langweilig ist mir nicht unbedingt, ich habe viel zu lesen und dass befriedigt mich nach wie vor sehr gut. Wenn ich irgendwelche philosophische/gesellschaftstheoretische Brocken lesen, dann bekomme teilweise ein ähnliches "Hype"-Gefühl, wie wenn ich eine Nase gezogen habe, ein Schluck Bier genommen und die Kippe an ist.
Was ich vermisse ist, wie ich bereits dann in hinterschob >>4335 . Es mag der Abstand von einem routinierten Alltag sein, die seltsame Verschiebung der Wahrnehmung, das Fließen der Worte als Assoziationskomplex. Das Gefühl dafür bleibt, ein Stück weit, man hat es internalisiert über die Jahre, dass meinte ich mit Prägung u.a.
Ich vermisse die Extase, aber nicht zwangsläufig weil mir langweilig ist, sondern weil ich weiß, wie geil es sein kann und weil ich das wieder erleben will. Nur weiß ich auch, wie sehr es nach hinten losgehen kann, also lass ich es lieber, denn ich brauche diese Hirnficks echt nicht mehr und auf das Beweisen von etwas will und muss ich scheißen. Der jedem Konsument bekannte /d/-Schwanzvergleich usw. sofern er denn noch andere Konsumenten kennt, es geht ja schon beim Alkohol und Mengen los
>>
Nr. 4342
Seit Ernst in "Behandlung" ist, wirkt Alkhohol nicht mehr, oder nur in groben Mengen. Er braucht mindestens das Doppelte, um sich in die alte Stimmung zu bringen, trinkt aber doppelt so langsam >.<
Ob das am AD liegt? Macht der Magen nicht mehr mit? Natürlich kann er den Prozess mit Schnaps beschleunigen, der geht immer runter, aber das exzessive Biertrinken, das er sehr gerne mochte, klappt nicht mehr.
Dafür bewirkt das AD, dass Ernst den Alkoholkonsum hinterfragt und öfter mal nicht weitertrinkt. Das ist, von außen betrachtet, sehr löblich, aber was zur Hölle macht man dann, um sich für ein paar Stunden ordentlich in Stimmung zu bringen, ohne sich den Magen zu verrenken? Es ist nicht so, dass Ernst jetzt irgendeinen Busfahrerscheiss machen könnte, oder intelligent genug wäre, irgendwas zu lernen.

>Wenn ich irgendwelche philosophische/gesellschaftstheoretische Brocken lesen, dann bekomme teilweise ein ähnliches "Hype"-Gefühl, wie wenn ich eine Nase gezogen habe, ein Schluck Bier genommen und die Kippe an ist.

TOP KEK!
Also, nichts dagegen, dass dir das Freude bereitet, Ernst liest auch gerne sowas, aber für ihn ist das Arbeit ...
Die Belohnung, irgendeine Erkenntnis, bringt ihm auch nicht viel, weil er schon seine eigene Philosophie hat, in der es nichts bringt, Erkenntnisse zu haben, solange sie nicht anwendbar sind, solange die Realität und Depression viel stärker ist als geisteswissenschaftliches Gedönse. Daher liest sich viele Philosophie nur wie angestaubte Ratgeberliteratur und die gesellschaftstheoretischen Schriften machen ja noch depressiver. Je meer Ernst liest, desto weniger Lebenswillen hat er.
Toll, der Mensch kann ein paar schlau klingende Bücher verfassen, aber im Ernstfall macht er mit dir kurzen Prozess, wo er nur kann.
>>
Nr. 4344 Kontra
>>4343
>der Anti-Ernst mal wieder

komm, geh bitte gleich mit
>>
Nr. 4349 Kontra
>>4344
Genießt eure Forumsdiskussionen.
>>
Nr. 4353
>>4342
>Die Belohnung, irgendeine Erkenntnis, bringt ihm auch nicht viel, weil er schon seine eigene Philosophie hat, in der es nichts bringt, Erkenntnisse zu haben, solange sie nicht anwendbar sind, solange die Realität und Depression viel stärker ist als geisteswissenschaftliches Gedönse.

Es ist bei mir die Lust am Prozess, in/an dem diese Dinge bloß Anteil haben, es geht nicht um ein konkretes Ziel, sondern um die Veränderung des Denkens an sich. Antworten produzieren Fragen, oder so? Tatsächlicht klafft eine Lücke zwischen Theorie und Realität, aber gibt es nicht auch Verbindungspunkte, oder wenn nicht, kann man sie aber doch denken, erzeugen gar? Mit sowas beschäftigt man sich halt. Nicht, dass ich keinen Weltschmerz mehr empfinden würde, aber das Lesen in solchen Büchern beruhigt mich, so wie es mich auch mal aufwühlt.
Neuerlich drauf gestossen: Wie funktioniert was/das? Eben in der Hoffnung der Reproduktion von Dingen endlich mal zu entgehen und Produktion voranzutreiben. Das mag illusionär klingen und sein, aber das ist mir bewusst, und trotzdem kann ich es nicht lassen, fast wie ein Junkie, um am Ende noch einen Bogen zu diesem Faden zu schlagen.
>>
Nr. 4354 Kontra
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>>4353
Ich möchte nachtragen: Die chemischen Drogenexzesse haben den Urwald an Gedanken sprießen lassen, den ich bereits als Kifferteen kultiviert habe gedeihen ließ. Die Drogen haben einen Einfluss auf meine Gedankenströme gehabt, der sich bis heute feststellen lässt. Die vielen Bücher aber haben bei gleichzeitiger Abstinenz die Funktion einer Machete erfüllt. Ordnungsbegünstigend, die Komplexität des Dschungels reduzierend, und dennoch dabei gleichzeitig Anregung zu neuem Wachstum gebend. Letzteres geht mit Drogen eben auch, aber es ist eine differente Produktion. Vielleicht bin ich aber auch als Baby, Obelix gleich, in einen Trank, angereichert mit Amphe, gefallen.
>>
Nr. 5250
Ernst ist jüngst auf dem besten Weg Alkoholiker zu werden. Es vergeht jedenfalls kaum noch ein Tag, an dem ich nicht eine halbe Flasche Wein vor dem Schlafengehen trinke. Manchmal trinkt die andere Hälfte dann eine Frau, die ihn etwa alle zwei Wochen aufsucht, um die Nacht mit ihm zu verbringen. Sie kommt, wir trinken, wir schlafen miteinander und morgens geht sie nach dem Frühstück wieder. Das geht jetzt schon ein paar Monate so, aber es macht mich nicht glücklich. Aber es lässt mich zumindest für ein paar Stunden vergessen, dass ich eigentlich depressiv bin. Kek.
>>
Nr. 5251
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>>5250
>Es vergeht jedenfalls kaum noch ein Tag, an dem ich nicht eine halbe Flasche Wein vor dem Schlafengehen trinke.
Wie kommts? Echtes Verlangen danach, oder eher Langeweile bzw. fehlende Perspektive, wo man im Leben hin will? Letzteres beobachte ich bei mir nämlich immer öfter: Es gibt nur noch Dinge, die ich entweder schon erreicht habe, oder Dinge, die ich nicht mehr sinnvoll erreichen kann. Das lässt mir noch eine Hälfte meines Lebens, aber kaum ein Ziel, auf das ich hinarbeiten könnte. Auf so einen Mittellebens-Schwachsinn wie Triathlon hat Ernst keine Lust.
>>
Nr. 5257 Kontra
>>5250
>Aber es lässt mich zumindest für ein paar Stunden vergessen, dass ich eigentlich depressiv bin

Geht ihr dennoch leidenschaftlich zur Sache und gibt es sowas wie einen Kuss zum Abschied? Bin interessiert, wie so eine lose Geschichte funktioniert.
>>
Nr. 5260
>>5251
>Echtes Verlangen danach, oder eher Langeweile bzw. fehlende Perspektive, wo man im Leben hin will

Eher letzteres. Ich habe momentan schon diverse Lebensinhalte (Job, 2. Studium, Sport), die mich naja nicht ausfüllen aber beschäftigen. Ehrlicherweise müsste ich sagen, dass ich das eh nur mache, um nicht als Versager dazustehen und zumindest weiß ich was ich unter der Woche zu tun habe. Bin in den Sachen, die ich mache, auch meistens recht gut/erfolgreich. Von diesen Beschäftigungstherapien mal abgesehen flüchte ich mich dann in ein paar Gläser Wein und Literatur. Sehen will ich meistens niemanden.
>>5257
>dennoch leidenschaftlich zur Sache und gibt es sowas wie einen Kuss zum Abschied

Es ist auch zärtlich, wenn Du das meinst. Fühlt für die paar Stunden echt an, aber viel mehr ist da eben auch nicht. Wir haben uns wenig zu erzählen, kaum gemeinsame Interessen und nicht mal eine gemeinsame Geschichte. Wir schlafen einfach nur sehr gerne miteinander und ich wache ganz gerne neben ihr auf, keine Ahnung wie sie das empfindet.
>>
Nr. 5261
XTC und Amnesia.
>>
Nr. 5262 Kontra
>>5260
Geht mir recht ähnlich, irgendwas machen, damit man nicht Versager ist, obwohl man sich selber so fühlt, weil nichts erreicht, was man vielleicht erreichen will, wenn man nicht meint, dass es sowieso unsinn ist irgendwas zu erreichen. Das ändert sich bei mir immer, mich packt der Ehrgeiz und ich treibe manche Dinge voran, aber dann denke ich mir, dass ich trotzdem darin versage. Naja, Drogen mach(t)en alles nur schlimmer, also lass ich die.

>Es ist auch zärtlich, wenn Du das meinst. Fühlt für die paar Stunden echt an, aber viel mehr ist da eben auch nicht. Wir haben uns wenig zu erzählen, kaum gemeinsame Interessen und nicht mal eine gemeinsame Geschichte. Wir schlafen einfach nur sehr gerne miteinander und ich wache ganz gerne neben ihr auf, keine Ahnung wie sie das empfindet.

Frage nur, weil ich selber eine kennengelernt habe, die mir möglicherweis zugeneigt ist, kann ich nicht wirklich sagen. Zumindest hat sie ein Treffen "vorgeschlagen" wir haben uns schon öfter aber immer kurz gesehen und schreiben eben, hatten aber beide da noch Freundin/Freund, jetzt wo wir uns nicht mehr sehen, sind wir beide wieder ohne. Jedenfalls kann ich sie ganz gut leiden, würde aber nie als gf haben wollen, dafür sind wir zu verschieden. Aber vielleicht reicht die Schnittmenge um ab und zu mal Zeit miteinander zu verbringen, besser als nichts, wie du schon sagst. Ich möchte einfach Sex und Zärtlichkeit, ein bisschen mit jemandem sprechen, den ich nicht schon Jahre kenne und dann möchte ich aber auch wieder allein gelassen werden. Bin nur im Unklaren darüber, was so Gang und Gäbe sein könnte, wenn man nur ganz casual sich trifft um zu vögeln, von wegen Zärtlichkeiten, wobei es mir ja auch egal sein kann, wenn ich wie der verliebte Trottel rüberkomme, obwohl ich nur vögeln will, aber die Zärtlichkeiten nicht davon ausnehmen möchte. Liebe ist mehr als das.
>>
Nr. 5264
67 kB, 360 × 553
>>5260
>Ich habe momentan schon diverse Lebensinhalte (Job, 2. Studium, Sport), die mich naja nicht ausfüllen aber beschäftigen. Ehrlicherweise müsste ich sagen, dass ich das eh nur mache, um nicht als Versager dazustehen und zumindest weiß ich was ich unter der Woche zu tun habe
Heilige Dscheisse, bist du ich? Geht mir fast genauso, bis auf die Literatur und den Alk. Habe irgendwie das Gefühl, mein Leben schon durchgespielt zu haben, bis auf die Level, bei denen mir der Cheat Code fehlt, und die ich niemals schaffen werde. Beruflich und sportlich läuft/lief alles super, aber da gibt es keine Ziele mehr für mich. Sportlich bin ich jetzt zu alt, um mich noch verbessern zu können, und ich mache zwar weiter Sport, aber das ist kein Lebensinhalt, eher ein schmückendes Beiwerk. Beruflich verdiene ich mehr als genug Geld für mich, und habe null Interesse an weiterer Karriere, da das höchstens mehr Arbeit bedeuten würde für mehr Geld, welches ich nicht brauche. Wenn überhaupt gehe ich da in die andere Richtung: Weniger Geld für weniger Arbeit. Mit einer Familie wird das nichts mehr, es sieht so aus, als hätte ich jetzt noch rund 40 Jahre Leben vor mir, ohne ein konkretes Ziel, und das ist keine angenehme Vorstellung.

Früher war das anders. Als man noch klein war, wollte man groß werden, Schulabschluss machen, vielleicht Studium und dann Job, und wenn man den Job hatte, wollte man unabhängig sein, eine eigene Wohnung und ein eigenes Auto haben, und sich ein Polster verschaffen. Aber was macht man, wenn man das alles erreicht hat, und danach nichts mehr kommt? Die Anderen können sich zumindest noch 20 Jahre (wenn sie Glück haben) mit der Aufzucht des Nachwuchses ablenken, aber für Leute wie uns ist es die Sackgasse unseres Lebens. Fühlt irgendwie betrogen: Objektiv hat man alles richtig gemacht, aber trotzdem hat man das Spiel nicht gewonnen.
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Nr. 5269
>>5262
>wenn ich wie der verliebte Trottel rüberkomme
Vielleicht verliebt sie sich ja auch.
Aber ich glaube uezs Frauen haben da die gleichen Bedürfnisse wie wir, auch ihnen ist mal nach etwas zwanglosem. Außerdem kann man ja über alles reden. Ich habe mit dieser Frau jedenfalls ziemlich zu Beginn die Karten auf den Tisch gelegt und wir wissen, was wir voneinander zu erwarten haben.
>was so Gang und Gäbe sein könnte, wenn man nur ganz casual sich trifft um zu vögeln
Was 'Gang und Gäbe' ist find ich da wenig hilfreich. Das ist eine Sache zwischen euch und wenn das eure Lösung ist, ist doch schön. Im Gegenteil, man könnte es als was voll besonderes, das eben nur ihr beide habt hochstilisieren oder so. Mulle meinte letztens im Bett, was für 'ein Glück' wir haben, dass wir das haben. Naja Weibergewäsch, aber Recht hat sie ja irgendwie trotzdem.
>>5264
Habe irgendwie das Gefühl, mein Leben schon durchgespielt zu haben, bis auf die Level, bei denen mir der Cheat Code fehlt
Ich lachte Ernst, hätte es selbst nicht besser ausdrücken können. Ich bin zwar wohl noch ein bisschen jünger als Du und habe noch so 2,3 Level vor mir, aber ich befürchte ja, dass die genau so sind wie die davor. Man schlingert sich so inkrementalistisch von Lebensphase zu Lebensphase und am Ende ist man irgendwie wieder ein bisschen älter, ein bisschen erfahrener und vielleicht sogar ein bisschen klüger aber wat nou? Kann mittlerweile Fight Club viel besser verstehen. Auch ich bin der 2. Geborene der Gesellschaft, auch ich würde vom Fernsehen im Glauben erzogen worden, aus mir würde mal was tolles werden. Naja und jetzt bin ich halt nur ein Ottonormalbehindi ohne Aufgabe, ohne Ziel.
>Die Anderen können sich zumindest noch 20 Jahre (wenn sie Glück haben) mit der Aufzucht des Nachwuchses ablenken
Ich glaube wirklich mittlerweile, dass das das einzig sinnvolle im Leben ist. Bzw überhaupt sowas wie lieben und Liebe geben. Wir hatten alles bekommen, als wir geboren worden. Licht, Wärme, Nahrung, Wissen, Gesundheit etc. Wir werden alles wieder zurückgeben müssen. Also ist es ziemlich sinnlos irgendwas besitzen zu wollen, das einzig nachhaltige ist wieder zu geben. Und wenn's nur eine Handvoll Leute ist, die wenn ich mal abkratze denken 'Ernst war kein Mieser'. Ach keine Ahnung ich geh jetzt Wein kaufen. Kek.
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Nr. 5271 Kontra
>>5269
>Vielleicht verliebt sie sich ja auch.

Bin mir manchmal unsicher, ob sie es nicht bereits etwas verknallt ist. Es ist so ein Punkt, wo man es entweder herausfindet oder nicht.

>Aber ich glaube uezs Frauen haben da die gleichen Bedürfnisse wie wir, auch ihnen ist mal nach etwas zwanglosem.

Absolut, aber das trifft eben nicht auf jede immer zu, wie bei Männern übrigens auch. Sollte tatsächlich irgendwas passieren, dann werde ich ihr auch sagen, was ich suche, falls ich merke, dass sie sich mehr erhofft. Natürlich gibt es keinen Standartweg, aber ich hatte mich nach dem "Anteil Liebe" gefragt, den man in eine solche Sache steckt, aber letztendlich habe ich mir ja bereits gesagt, dass Liebe mehr ist als zärtliches Vögeln und selbst das ist bei Liebe kein Zwang
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Nr. 5312
>welche Erfahrungen hat er

Oft (2-3 pro Woche): Alk, Gras
Öfters (1-2 Mal im Monat aber auch mal 3 Monate nichts): Koks, Speed, Extasy
Früher öfters heute schon seit Jahren nicht mehr: Pilze
2 Mal vor vielen Jahren: Lsd

>oder würde sie gerne machen

Dmt
Für Meskalin oder Ayahuasca bin ich zu feig.

>Legalisierung oder Kriminalisierung

Kriminalisierung wenn man Dealer ist
Legalisierung wenn man keiner ist

>zeitweiser Genuss oder krankhafter Missbrauch, Chance für den Familienvater mal abzuschalten oder generelles Merkmal der Unterschicht?

Die Menge macht das Gift.
Halte meinen eigenen Konsum für sehr grenzwertig und teilweise sicher schädlich aber ich habe nie das Gefühl, nicht die Kontrolle über meine Süchte zu haben.
Einzige Ausnahme ist wohl Alk, trinke zwar nur am Wochenende bzw. unter der Woche vielleicht mal 1-2 Bier und das eher selten aber am Wochenende trinke ich mich doch ganz gerne mal besinnungslos. Ich denke aber und vielleicht rede ich mir das auch nur ein, dass ich mich da bewusst dem Kontrollverlust hingebe.
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Nr. 5469
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>>5269
>aber ich befürchte ja, dass die genau so sind wie die davor.
Denke mit der Erwartungshaltung liegst du ganz gut. Kindheit und Jugend sind eine Zeit der gravierenden Änderungen, ständig passiert was Neues, man kommt in neue Lebenssituationen, alles ist neu und aufregend, die Emotionen sind roh und intensiv. Jetzt merke ich, wie alles nur noch wiederlehrende Inkarnationen desselben sind, und meine Reaktionen darauf eher kühl und rational sind, auch weil ich die meisten Sachen ja schon kenne. Das Leben fühlt sich an wie eine Welle, deren Amplitude mit der Zeit immer geringer wird, und ganz am Ende steht mit dem Tod die Nulllinie.
>Ich glaube wirklich mittlerweile, dass das das einzig sinnvolle im Leben ist. Bzw überhaupt sowas wie lieben und Liebe geben.
Ja, vielleicht. Meine größte Sorge ist, dass das alles nur Ablenkungsmanöver sind, um die fixe Menge an Zeit, die uns von der Geburt an genehmigt wurde, rumzukriegen. Es scheint, als stecke in unserer Existenz ein grundlegender Fehler, und wir sind bereits so weit, den zu erkennen, aber noch nicht weit genug, um ihn korrigieren zu können.
>Und wenn's nur eine Handvoll Leute ist, die wenn ich mal abkratze denken 'Ernst war kein Mieser'.
Klar, das ist eine gute Sache, aber auch die Leute kratzen ab, und dann weiß niemand mehr, wer Ernst war. Abgesehen davon, dass ich damit kein Problem habe, führen mich alle Gedanken zu diesem Thema an denselben Punkt: Erst wenn der Mensch Kontrolle über die Zeit gewinnt, dann kommen wir bei der ganzen "Sinn des Lebens"-Diskussion weiter. Schritt 1 dafür wäre wohl, den Tod zu besiegen, und da wir statistisch gesehen immer älter werden, scheint die Entwicklung auch in dieser Richtung zu gehen. Hatte schon überlegt, einen Zukunftsfaden zu eröffnen. Also nicht kurzfristig, sondern entfernte Zukunft, und welche Entwicklungen uns erwarten werden. Glaube das mache ich jetzt auch, brb...
> Ach keine Ahnung ich geh jetzt Wein kaufen. Kek.
Prost, Ernst, hau wech die Scheiße.
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Nr. 5471
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Ach, Ernst. Es geht mir so schlecht. Ich bin schwer abhängig nach Amphetaminen, außerdem leide ich unter Schizophrenie. Ich muss entsprechende Medikamente nehmen und die vertragen sich leider gar nicht mit dem Geschwindigkeit. Die Lebenserwartung von Menschen mit Schizophrenie liegt 20 Jahre unter dem Durchschnitt, andere Studien sagen sogar 30 Jahre. Mit all dem habe ich mich längst abgefunden und ich bin wirklich gewillt das alles zu beenden, nur bin ich zu ängstlich mir die 15mg Natrium-Pentobarbital zu besorgen oder vor die Bahn zu springen. Ich weiß weder ein noch aus.
Ich wünschte ich hätte eine Freundin und Freunde, die mir wie in einer dieser Seifenopern Essen bringen, weil ich es kaum aus dem Bett schaffe.
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Nr. 5474 Kontra
>>5471
>Schizo
>Schnelles

jonathan frakes.jpg

Verträgt sich das Schizodasein nicht noch viel weniger mit Pep? Kommt es möglicherweise daher oder hat eine latente ausgelöst?

Auch: Paste sieht von nahem aus wie Eiscreme.
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Nr. 5476
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>>5474
Ja und genau da liegt das Problem. Ernst ist total süchtig schwach.jpg und kommt ohne Geschwindigkeit nicht zurecht, wird gar suizidal, die Einsamkeit und Verzweiflung übermannt ihn. Überhaupt sind Drogen nicht mit Schizophrenie vereinbar, aber ein Leben mit Schizophrenie macht keinen Spaß. Die geringe Lebenserwartung kommt sicherlich auch durch viele Suizide. Und die Medikamente erst. Anbei mal die Nebenwirkungen eines typischen Medikaments. Ernst will so ein Leben nicht.
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Nr. 5478 Kontra
>>5476
Mit Drogen hebt man doch noch mehr ab ins Schizouniversum, welche super unangenehm ist. Ich kann kaum beurteilen, wie es ist, nüchtern zu sein und schizo. Aber ich weiß das chemische Drogen einen erheblichen Knacks verursachen können, weil ich es selbst erlebt habe. Wer gibt sich das freiwillig, wenn es ihn noch mehr zum Schizo macht? Sucht wohl, werde ich leider nie ernsthaft verstehen, nur bis zu einem Gewissen Grad nachvollziehen können.
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Nr. 5483 Kontra
Wie kann ich eigentlich sicher gehen, dass eine durch Meth ausgelöste Psychose welche sehr starke Ähnlichkeiten mit einer paranoiden Schizophrenie hatte, mich nicht zum Schizo gemacht hat?

habe die Drogen nun seit 45 tagen abgesetzt und keine Symptome. Nehme zudem jeden Tag Concerta 54MG (Methylphenidat).