/b/ – Passierschein A38
„Migranten müssen EC und Seine Werte akzeptieren“

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Nr. 2418
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Erzähle uns was über deine Arbeitskollegen, Ernst. Dieser Ernst hat zum Beispiel Spitznamen für die Kollegen, die er in der S-Bahn immer sieht. Es sind immer dieselben Kollegen, da wir alle immer zur selben Zeit fahren. Da gibt es zum Beispiel Nummer 1. Nummer 1 muss immer ganz vorne stehen, immer im ersten Wagen der S-Bahn vorne am Ausgang, dass sie auch ja als erstes aus der Bahn raus kann und dann ganz vorne in der Meute läuft. Es ist ihr egal, ob sie den Leuten beim Einsteigen im Weg steht oder nach dem Aussteigen alle aufhält, da sie natürlich nicht so schnell laufen kann. Ernst verbringt somit auf dem Weg zum Büro jeden Tag einige Sekunden damit, Nummer 1 auf den schmalen, zugeparkten Bordsteinen irgendwann zu überholen.

Dann gibt es noch Smoke. Smoke ist ein großer, älterer, hagerer Mann, der in selbiger S-Bahn vor dem Aussteigen schon mit zittrigen Händen seine Kippe hält, um sie sich quasi beim Schritt durch die Tür anzuzünden, da er es scheinbar nicht 30 Minuten ohne aushält. Ernst sieht immer zu, dass er sich schnell vor ihn schiebt beim Laufen, denn sonst darf er seine Giftwolke genießen. Überhaupt ist Ernst überrascht, dass er den Gestank 100 vorbeifahrender Autos kaum bemerkt, aber ein Raucher 10 Meter vor ihm bringt ihn dazu, periodisch seinen Atem anzuhalten, wenn er sich ihm langsam nähert.

Wie sind deine Arbeitskollegen so? Verstehst du dich gut mit ihnen? Haben sie lustige Marotten, oder hast du auch Spitznamen für sie erfunden? Hast du selbst gar eine Eigenschaft, welche dir zu büroweiter Bekanntheit verholfen hat? Teile deine Geschichten mit uns, Ernst.
>>
Nr. 2424
Am schlimmsten fand ich immer die Arbeitskollegen, die einen in der Bahn früh morgens aufsuchen und dann vollquatschen. Habe sogar schonmal einfach immer die nächste (oder frühere) Bahn dann genommen, um in Ruhe gelassen zu werden.
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Nr. 2427
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>>2424
Kenne das Fühl. Besonders früh morgens hat Ernst die Scheuklappen auf und ist eigentlich nicht ansprechbar. Der gesamte Kontext "Büro" inklusive der dort existierenden Personen wird erst in sein Gehirn geladen, wenn er durch die Tür tritt. Den monotonen Hin- und Rückweg nutzt Ernst hingegen, um über Gott und die Welt nachzudenken. Übrigens ein Grund, warum er die Bahn bevorzugt, obwohl er mit dem Auto wohl 10-15 Minuten pro Tag sparen würde: Da kann man besser abschalten als im Berufsverkehr mit dem Auto.
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Nr. 2447
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>>2427
>warum er die Bahn bevorzugt

da hat Pendler-Ernst noch einen anderen Grund

Ernst nutzt aber auch die Chance und schleicht wie ein Kämpfer aus Fernost aus seine Kollegen herum. Er möchte morgens einfach seine Ruhe haben. Er nimmt also extra Abteile oder Zeiten, wo er in der Regel niemanden trifft.

Auf der Arbeit gibt es leider ziemlich viele, "kranke" Kollegen oder Kolleginnen. Eine trägt ne Windel, die andere ist auf Antidepressiva und wieder ein anderer Kollege hat eine Aufmerksamkeitsspanne wie die von einem fränkischen Medienproduzenten. Bin halt einfach nur froh, wenn ich meine Ruhe habe.
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Nr. 2448
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>>2447
>Auf der Arbeit gibt es leider ziemlich viele, "kranke" Kollegen oder Kolleginnen. Eine trägt ne Windel, die andere ist auf Antidepressiva und wieder ein anderer Kollege hat eine Aufmerksamkeitsspanne wie die von einem fränkischen Medienproduzenten.
Das hört sich ja furchtbar an, wo arbeitest du denn? Irgendwo beim Staat? An für sich kann dieser IT-Ernst sich über seine Arbeitskollegen nicht beschweren. Die meisten Kollegen sind entspannt und versuchen auch nur irgendwie ihre Arbeit zu erledigen. Genervt ist Ernst nur von den Geschichtenerzählern, die einfach bei einem am Platz auftauchen und reden, reden, reden, und kein Ende finden. Nichts gegen ein kurzes Schätzchen unter Kollegen, aber Ernst hat nur eine geringe Kapazität für Sozialkrebs und mag es nicht, wenn er eine Unterhaltung aufgezwungen bekommt.
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Nr. 2458
Garfield:
Garfield ist ein fetter Türke mit rotem Bart, der die ganze Zeit einen auf Kumpelfreund machen will. Dazu kommt er mit seinem Humpen in der Hand (den er aus irgendeinem Grund immer dabei hat, fragt mich nicht wieso) an, klatscht einem auf Schulter, Oberschenkel wasauchimmer und labert einen dicht mit Wiener Akzent. Außerdem macht er einen auf 'Sie sollten nicht rauchen, Ernst, das ist schlecht für Ihre Gesundheit und schlecht für den Geldbeutel.' Alter halt doch einfach dein Maul und kümmer dich um deinen Scheiß.

Lord Voldemort: der dessen Name nicht genannt werden darf, weil er immer und überall ist, um sich selbst bei privaten Gesprächen völlig taktlos dazuzustellen und kommunizieren zu wollen. Er ist eigentlich recht smart und was er erzählt ist nicht uninteressant, aber es ist SO viel Ernst. Ich halt's nicht aus.

Dr. Weirdo: Dr. Weirdo wäre gerne Soldat geworden, aber jetzt ist er Jurist. Nachdem er erfahren hat, dass ich selbst einige Jahre gedient habe, will er ständig mit mir über Militaria Kram reden. Zeigt mir auch Videos von irgendwelchen GIs oder Türkischen Truppen in Syrien und lacht sich einen ab, wenn sie in ihrem Panzer an der Straße parken, um Wasser zu kaufen. Außerdem will er immer wissen, an welchen Waffen ich ausgebildet bin, ob ich noch schießen gehe, ob ich Nahkampf beherrsche etc. Du krisse Tür nich zu.
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Nr. 2459
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>>2458
>weil er immer und überall ist, um sich selbst bei privaten Gesprächen völlig taktlos dazuzustellen und kommunizieren zu wollen
Ich glaube so jemanden gibt es in jeder Firma, scheinbar werden die irgendwo zentral ausgebildet und dann per Quote auf die verfügbaren Firmen verteilt. Ernst versucht deshalb immer, nicht so viel von seinen Hobbies zu erzählen (oder halt nur, wenn jemand proaktiv nachfragt), weil er genau weiß, dass das außer ihn selbst niemanden interessiert. Trotzdem wird man auf Arbeit ständig zwangsinformiert über Themen, die man gar nicht wissen will, zum Beispiel irgendwelche Rechtsstreitigkeiten mit Nachbarn oder (Ver-)Mietern, die Schulnoten/die sportlichen Erfolge der Blagen, die neue Mittelklassenkarre, die notwendige Reparatur am Haus oder sonstigen Normiekrebs, mit dem Ernst nichts anfangen kann. Vielleicht kontert Ernst demnächst mal mit einer Geschichte über den letzten Porno, zu dem er gewichst hat, dann hat er für die Zukunft erstmal Ruhe.

Spaßfakt: Wenn jemand von juristischen Streitigkeiten erzählt (wo mir spontan in der aktuellen Firma gleich 3 Leute einfallen), hat Ernst sofort keine Lust mehr, sich in irgendeiner Form mit dieser Person privat abzugeben, da dies meist notorische Streithansel sind. Es mag Ausnahmen geben, die in so eine Situation geraten sind, aber das kann man aus dem Gesamteindruck ja ganz gut rausfiltern.

>Dr. Weirdo
>Zeigt mir auch Videos von irgendwelchen GIs oder Türkischen Truppen in Syrien und lacht sich einen ab, wenn sie in ihrem Panzer an der Straße parken, um Wasser zu kaufen. Außerdem will er immer wissen, an welchen Waffen ich ausgebildet bin, ob ich noch schießen gehe, ob ich Nahkampf beherrsche etc
Heilige Scheiße, der Mann hat seinen Namen redlich verdient.
>>
Nr. 2461
>>2459
> der Mann hat seinen Namen redlich verdient.
Da sind die Eltern aber auch mitschuldig dran. Wenn man dem Kind einen so blöden Namen gibt, muss da ja ein seltsamer Typ draus werden.
>>
Nr. 2467
Ernst ist heute was komisches passiert. Im Bus (der eigentlich frei von Kollegen ist) setzte sich eine Kollegin direkt gegenüber von Ernst und schaute ihn auch direkt an. Ernst machte sich schon aufs ungeliebte Kleinsprech im vollen Bus gefasst, doch die Kollegin ignorierte Ernst komplett und schaute nur auf ihr handlich. Fühlt irgendwie komisch aber doch ok.
>>
Nr. 2475
>>2467
Hast du denn in irgendeiner Frm auf sie reagiert, als sie sich gegenübersetzte und dich ansah? Guten Morgen gesagt oder wenigstens genickt oder kurz gelächelt?
>>
Nr. 2478
>>2467
Stimme meinem Vorredner zu: Ein kurzes "Guten Morgen" wäre wohl die bessere Alternative gewesen, als einfach gar nichts zu sagen. Natürlich kann man das auch umdrehen und sagen, dass sie das hätte machen müssen, wenn sie sich schon zu dir setzt, aber man weiß ja, wie die Leute sind. Und gerade bei weiblichen Kollegen ist es wichtig, dass man zumindest neutral in Erinnerung bleibt, da die natürlich gerne tratschen. Bei Männern wäre das völlig egal, da hätte schon 3 Minuten später niemand mehr dran gedacht.
>>
Nr. 2485
>>2475
Ernst nickte kurz und nahn seine Kopfhörer heraus (Bose QC20). Sie nahm ihre großen Kopfhörer (in Gold) nicht ab ... solche Koffer
>>
Nr. 2486
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>>2485
Du hättest dir das "Meine Headphones sind von BOSE! Ja, du hast richtig gehört BOSE!! Das ist die teure Marke für Coole!!! Von was sind denn deine da?!?" vielleicht ersparen sollen. Dann hätte sie vielleicht auch mit dir geredet.
>>
Nr. 2491
>>2486
>Steve Martin
Mein Gott den habe ich ja ewig nicht mehr gesehen! Werde mir heute wohl mal Dirty Rotten Scoundrals beschaffen. :3
>>
Nr. 2497
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Ernst hat einen Arbeitskollegen, der ständig krank feiert, während der Arbeitszeit Privatkram macht, oft abwesend ist und ständig nur erzählt, dass so viel zu tun ist, und dass er heute mal früher gehen muss oder sich nicht gut fühlt und sicher bald krank wird. Besonders verwunderlich daran: Er ist externer Mitarbeiter, aber niemand scheint ob seiner schlechten Einstellung zu kehren. Ernst selbst ist da zwiegespalten: Auf der einen Seite findet er es nicht in Ordnung, dass er sich offensichtlich auf dem Rücken seines Teams ausruht, auf der anderen Seite kann ich niemandem übel nehmen, dass jemand in einem kapitalistisch ausgerichteten Wirtschaftssystem versucht, das Beste für sich herauszuholen, in diesem Fall also viel Geld für wenig Arbeit. Zudem ist die Firma selbst schuld, wenn sie es ihm durchgehen lässt. So gesehen bestätigt ihn das Ergebnis wohl in seinem Handeln, zudem könnte es der Rest des Teams ja einfach genauso machen.
>>
Nr. 2499
>>2475
>>2478
der Weißriddr ist stark in euch. Auch die Dame kann grüssen und das auch zu erst oder gar selbständig.
>>
Nr. 2500
>>2499
Ging weniger um Weißrittertum als um Selbstschutz. Da die Damen bekanntermaßen viel untereinander kommunizieren, sollte man auf seinen Ruf achten - nicht, um sich bei denen einzuschleimen, sondern um sich selbst das Leben einfacher zu machen.
>>
Nr. 2501
>>2497
ernst hier hat auch so'nen kollegen. dieser kommt p.a. locker auf 5 monate bezahlte freizeit. ausfall meist analog zur ferienzeit aufgrund von rückenbeschwerden. besagter kollege ist auch öfters mal so dreist ernst jobs aus seiner zuständigkeit unterzujubeln. ernst will keinen streit und hat deshalb seinen ärger darüber bisher in sich reingefressen, doch sollte der kollege ihm mal richtig dumm kommen wird ernst diese angewohnheit nutzen um ihm eins reinzuwürgen.

>Auf der einen Seite findet er es nicht in Ordnung, dass er sich offensichtlich auf dem Rücken seines Teams ausruht
>kapitalismus
sowas ist einfach arschig, weil der kapitalismus an sich schon ziemlich arschig ist. die kollegen sind doch genauso angeschmiert wie er.
>>
Nr. 2502
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>>2501
>besagter kollege ist auch öfters mal so dreist ernst jobs aus seiner zuständigkeit unterzujubeln. ernst will keinen streit und hat deshalb seinen ärger darüber bisher in sich reingefressen
Schwierige Situation. Fängt man Streit an, kann es durchaus negative Konsequenzen für beide Seiten mit sich bringen, leider gleicht sein Schaden deinen Schaden nicht aus. Sofern die Mehrarbeit für einen selbst kein Problem darstellt (sprich Überstunden oder Ähnliches) kann es durchaus klüger sein, das Spiel einfach mitzuspielen, schließlich können Zuständigkeiten ja auch ein Vorteil sein, zum Beispiel was Jobsicherheit oder das Sammeln von Erfahrung angeht. Ist der Kollege aber mittelfristig doch ein Problem, dann sollte man sich seine Stellung in der Firma vor Augen führen, seine Argumente konsolidieren und sich überlegen, ob man einen potenziellen Konflikt unbeschadet überstehen würde. Da der Kollege offensichtlich selbst wenig Skrupel hat, dir Probleme zu machen, würde ich es auch für faires Spiel halten, selbst unter die Gürtellinie zu schlagen, sprich ihn bei passender Gelegenheit auflaufen zu lassen.

t. ein Ernst, der in seinem Beruf im Gegensatz zu seinem Privatleben sehr berechnend agiert, da das Berufsleben nur eine große Berechnung im Sinne des Eintauschens der Arbeitskraft für Geld ist
>>
Nr. 2510
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>die Mehrarbeit für einen selbst kein Problem darstellt (sprich Überstunden oder Ähnliches)
naja, es handelt sich halt nur um so kleine aufgaben, für die ernst zwischen 15 und 30 minuten benötigt. ernst versteht sogar durchaus, aus was für gründen der kollege sowas ernst unterschiebt, der kollege würde bei einer aussprache vermutlich mit "rationalität" argumentieren. es kommt aber mehrmals im monat vor. über's jahr verteilt läppern sich da bei ernst doch einige unbezahlte überstunden zusammen und es ist schon das 2. jahr.
heute hat sich der kollege übrigens wieder krank gemeldet. direkt erstmal bis zum 27. februar. vom 18. februar bis 2. märz sind schulferien...
jetzt hat ernst wieder mehr zu tun, weil er die hälfte des zuständigkeitbereichs des kollegen als vertretung übernehmen muß...
ernst ist grade bißchen mett, vor allem da ernst selber an einer leichten erkältung leidet und noch nicht beim arzt war.
>>
Nr. 2629
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>>2510
Verstehe deine Situation schon, allerdings habe ich auch den Eindruck, dass du dir wesentlich mehr Gedanken um deinen Kollegen machst, als der um dich. Am Besten wäre es wahrscheinlich, wenn du dir unabhängig von deinem Kollegen überlegst, wie du die Situation für dich verbessern kannst, und wo du eigentlich hin willst, z.B. Überstunden abbauen. Gerade wenn der Kollege ewig krank ist, könntest du ja mit deinem Chef sprechen und fragen, wie du perspektivisch von den Stunden wegkommen kannst. Wenn dann nur blöde Sprüche kommen, wäre es aus meiner Sicht legitim, den eigenen Arbeitseifer den Umständen entsprechend anzupassen. Personalmangel ist ein Problem, welches in HR bzw. vom Personalverantwortlichen zu lösen ist, nicht vom Personal.
>ernst ist grade bißchen mett, vor allem da ernst selber an einer leichten erkältung leidet und noch nicht beim arzt war.
Ich nehme an du weißt, dass niemand es dir danken wird. Im schlimmsten Fall denken alle, dass man es mit dir machen kann, und dich mit deinem Pflichtbewusstsein immer dazu bringen kann, unangenehme Aufgaben zu übernehmen. Je mehr Aufgaben du übernimmst, desto geringer der Leidensdruck, die Aufgaben neu zu strukturieren. Meine Erfahrung ist, dass man viel reden kann über Probleme mit Stunden, Aufgaben und Überlastung, es bewegt sich erst etwas, wenn es mal kracht. Allerdings weiß ich natürlich auch, dass das alles leichter gesagt ist als getan. Krank zur Arbeit gehen würde ich aber prinzipiell nicht machen, krank ist krank, egal wie schlimm es auf Arbeit aussieht. Natürlich muss man mit einem Schnupfen nicht gleich zuhause bleiben, daher hat Ernst eine gute Regel für sowas: Sobald die Körpertemperatur in irgendeiner Form außerhalb der Norm ist, geht er nicht zur Arbeit. Sollte sich das in einem Bereich bis maximal 37,5-37,8 abspielen (je nach Gesamteindruck), macht er Home Office. Sollte es darüber gehen: Krank! Keine Ausnahmen! Kommt glücklicherweise nicht sehr oft vor.

Und: Ja, es gibt für JEDE denkbare Situation im Büro bereits einen Dilbert-Comic.
>>
Nr. 2646
Ernst arbeitet in geringer Teilzeit bei der Post. Eigentlich gibt es da nicht viel zu erzählen, außer das die Kollegen meistens einen eher prolligen Eindruck hinterlassen und gefühlte 9 von 10 Postler sind Raucher. Bei den wenigen Zeitarbeitjobs, die ich angegangen bin, waren es immer weniger.
>>
Nr. 2662
38 kB, 1024 × 576
>>2646
>und gefühlte 9 von 10 Postler sind Raucher
Ernst arbeitet bei der Bahn, da ist es bei den alteingesessenen Mitarbeitern ähnlich. Die traben alle 60-90 Minuten geschlossen auf den Hof zur Kippenpause. Bei den Jüngeren ist das nicht mehr so, die haben aber glaube ich inzwischen auch andere Verträge. Die Alten haben noch die rundum-sorglos-Ausstattung, und werden nach so vielen Jahren im Betrieb eh nicht mehr entlassen oder versetzt, da hat der Betriebsrat schon ein Auge drauf.

Ernst ist es im Grunde egal, aber er wundert sich, wie stark man den Rauch noch riecht, obwohl die doch draußen rauchen.
>>
Nr. 2671
>>2662
>er wundert sich, wie stark man den Rauch noch riecht, obwohl die doch draußen rauchen.

Der verfängt sich in der Kleidung. Ich bin selber Raucher, aber ich rauche nur noch sehr wenig, ist wohl auch besser so.
Bei der Post gibt es ja keine direkten Pausen. Aber als ich ausgebildet wurde und zu meinem Verteilpunkt morgens gefahren bin waren eine Frau Öko-Tanten Aussehen und ich die einzigen, die nicht an einer Kippe gezogen haben, während alle auf die Briefe warteten. Das interessante ist ja, dass sogar die Büroleitung im Quartier auch raucht, kommt wohl vom Stress.
>>
Nr. 5757
>>2491
>Steve Martin
Ernst fand ihn nie witzig
>>
Nr. 5825
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Bernd hat einen Arbeitskollegen, der jeden 2. Tag früher geht, oder gleich komplett Home Office macht. Niemand kehrt, die Chefs sind den ganzen Tag unterwegs und kriegen das gar nicht mit, außerdem haben sie keine Lust, intern Stress zu machen, da es im Zweifel für sie einfacher ist, nichts zu tun, statt Personaldiskussionen zu führen. Die Gründe für Home Office / früher gehen sind dabei überragend: "Ich muss meine Mutter vom Bahnhof abholen", "Ja ich muss heute meiner Schwester beim Umzug helfen." Lauter Privatkram eben, der absolut kein Grund ist, von der Arbeit fernzubleiben. Mutti kann auch mal den Bus nehmen, und Schwester soll gefälligst am Wochenende umziehen, so wie alle Anderen auch. Kann es den Leuten aber nicht übel nehmen, es gehören immer zwei dazu: Einer, der so einen Mist abzieht, und einer, der es mit sich machen lässt.

Trotzdem immer wieder verwunderlich, mit wie viel Unfug man im Leben durchkommt, oft dank der beachtlichen Konfliktscheu der beteiligten Personen.
>>
Nr. 5829 Kontra
>>5825
>mit wie viel Unfug man im Leben durchkommt

Gut zu wissen, dass man seiner unliebsamen Arbeit nicht nachgehen muss und die Produktivität darunter nicht wirklich leidet.
>>
Nr. 5830
>>5829
>und die Produktivität darunter nicht wirklich leidet
Ist ja nicht so, dass man im Büro ernsthaft produktiv wäre. Wenn auf 8 Stunden Anwesenheit 4 Stunden Arbeit kommt, dann ist das schon viel. Ist aber auf dem Bau auch nicht viel besser. Sehe ja die ganzen Handwerker und Bauarbeiter, wenn man mal zusammen was arbeitet, wie zum Beispiel Umzüge. Da wird dann auch mehr gequatscht und Bier getrunken als geschleppt.
>>
Nr. 5832
>>5825
hast du Bild gestern fostiert, weil du wusstest, dass Mercedes-Benz seine Gewinnprognose senken wird?
>>
Nr. 5833
>>5830
Eben. Eigentlich wollte ich in dem vorhergehenden Pfosten schon den vierstündigen Arbeitstag einführen. Lieber effektiv wenig arbeiten als halbgar den halben Tag. Aber bis die EInstellung zur Arbeit sich ändert, wird noch viel Zeit vergehen. Man möchte meinen, ganz Deutschland arbeitet nicht mehr richtig, aber dann trifft man sie doch, die, die Stolz darauf sind, zu buckeln irgendwie muss man sich ja helfen und aus deren Arbeitskraft weiterhin mit voller Kraft Mehrwert generiert wird.
>>
Nr. 5834
>>5833
>Man möchte meinen, ganz Deutschland arbeitet nicht mehr richtig, 

sehr interessanter Punkt! Gerade in dieser Woche sprach Ernst mit einem chinesischen Arbeitskollegen darüber. Der chinesische Kollege (und auch andere) sind "enttäuscht" von Deutschland. Wer beruflich mal in China war wird mir und meinem Kollegen zustimmen.

Sie äußerten keine deutliche Kritik jedoch hörte Ernst einige negative Erfahrungen heraus. Sie kennen es nicht, dass Bahnen oder gar Busse einfach nicht kommen oder fahren wie sie möchten. Es ist unglaublich dreckig. Die nicht Verfügbarkeit von Internet stellte sie doch vor unerwartete Probleme. Sie sehen "wenige Europäer". Mobile Payment eher selten verfügbar.

Gefühlt arbeitet hier auch kaum noch jemand richtig und gefühlt ist China uns da längst enteilt. Noch mag das hier alles gut gehen, aber ...
>>
Nr. 5835
>>5834
China als neues Europa? Naja, dann wird da eben die Buckelmoral streng gelebt, eigentlich schade. Ernst weiß, dass es nicht ohne Arbeit geht, aber wer die wie verrichtet, ist die wichtige Frage. Und es kann nicht sein, dass die einzig korrekte Antwort lautet man muss buckeln bis man faltig und beinah abgebrannt ist. Wenn vier Stunden am Tag reichen, warum sollte man dann acht arbeiten? Wie ist dass denn in China mit effektiver Arbeit, ich glaube kaum, dass da alle so erpicht auf Arbeit sind, wie deine Kollegen.
Der andere Punkt hat ja nun was mit Infrastruktur zutun und erklärt sich daraus, dass man hier nach dem Krieg viel gebaut hat und später wenig investiert hat, schmaler Staat sei dank. China hat in den letzten 30 Jahren einen massiven Wandel und damit auch einen massiven Ausbau der Infrastruktur erfahren, genau zu der Zeit, in der Telekommuntikation, genauer drahtloses Internet am kommen war.In China besetzt der Staat private Firmen mit seinen Leuten, Arbeitskraft ist billig. In Deutschland ist sie teuer und private Unternehmen sind alles andere als effizient, wenn es darum geht, ehemalige Aufgaben des Staates zu übernehmen.
>>
Nr. 5836 Kontra
>>5835
Der letzte Satz ist etwas irreführend. Mir lag daran auszuführen, dass private Unternehmen nur einsparen und wenig liefern, in China scheint man mir nicht so zu knapsen, was vielleicht auch daran liegt, dass der Staat seine Finger immer noch im Spiel hat.
>>
Nr. 5837
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>>5832
Nein, das war Zufall, das hatte ich irgendwann mal erstellt, und ich brauchte gerade was Arbeitsrelatiertes.

>>5834
>gefühlt ist China uns da längst enteilt. Noch mag das hier alles gut gehen, aber ...
Ich habe ehrlich gesagt keine Angst davor, von irgendwem abgehängt zu werden. Abgehängt in was denn? Materiellem Wohlstand? Wir ersaufen seit Jahrzehnten in materiellem Wohlstand. Das ist für mich kein Parameter mehr für Lebensglück. Wenn die Chinesen uns wirtschaftlich und organisatorisch überholen: Herzlichen Glückwunsch! Ich weiß zwar nicht, wie es konkret in China ist, aber in der japanischen Arbeitskultur möchte ich nicht leben. Da gammel ich in Zukunft lieber im zukünftigen zweite Welt-Deuschland rum mit meiner 25-Stunden-Woche und handle damit, nicht mehr die ökonomische Elite der Welt zu sein. Dafür mache ich mir einen lauen Lebensabend, und habe trotzdem ein Dach über dem Kopf, einen vollen Kühlschrank und Internet, und wer braucht schon mehr?
>>
Nr. 5854
>>5837
>Dafür mache ich mir einen lauen Lebensabend, und habe trotzdem ein Dach über dem Kopf, einen vollen Kühlschrank und Internet, und wer braucht schon mehr?
Das hört sich alles schon sehr nach dem letzten Menschen an.
>>
Nr. 5914
>>5834
>Wer beruflich mal in China war wird mir und meinem Kollegen zustimmen.

Hab eigentlich immer nur gegenteilige Eindrücke von der Arbeitseinstellung der Chinesen und ihrer Arbeitsqualität bekommen.
Zum Beispiel Transportarbeiter, die man nur mit extra Bezahlung dazu bringen kann, wie versprochen die Container zu bewegen.

Erst vor kurzem hat ein befreundeter Bosch-Ingenieur geflucht, dass die Chinesen nichts auf die Reihe bekommen.
>>
Nr. 5916
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>>5914
>Hab eigentlich immer nur gegenteilige Eindrücke

und wie verhält sich die Abgelegenheit uneigentlich?

Du warst noch nie in China, stimmts? Ich auch nicht;
>>
Nr. 5921
>>5916
Doch. Ich war schon in China. Und hatte auch mal 2,5 Jahre ein chinesisches gf.
>>
Nr. 5922
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>>5921
Klar warst du schon in China. Wie dumm von mir daran zu zweifeln.
>>
Nr. 5924
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>>5922
>alle, die meinem Chinabild widersprechen, können noch nie in China gewesen sein.
>>
Nr. 5925
>>5924
Ist Chinamuschi enger? Schmecken die anders, wegen den Gewürzen?
>>
Nr. 5937 Kontra
>>5922
Habe nun Lust auf Buffet beim Chinesen.
>>
Nr. 6049
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Ernsts Arbeitskollegen sind gerade alle in Urlaub, und Ernst muss alle.jpg vertreten, weil natürlich wie jedes Jahr die Leute und ihre designierten Vertreter gleichzeitig in Urlaub gehen. Und die Chefs dann wieder so: "Nein, das kann nicht sein, das darf nicht noch mal passieren!!1". Ein Tag später wird dann die nächste Sau durchs Dorf getrieben, und keiner denkt mehr dran, irgendwas zu ändern. Natürlich hat Ernst keine Ahnung, was die Kollegen so machen, daher beschränkt sich das Vertreten in der Regel auf "Tut mir leid, keine Ahnung, kann das 2 Wochen warten?", und wenn es nicht geht, dann müssen sie halt eskalieren. Und wenn sie das versuchen, stellen sie fest, dass der Chef und sein Vertreter auch in Urlaub sind, und der Bereichsleiter sich für ihren Kleinkram nicht interessiert.

Manchmal fragt man sich, wie Wirtschaft überhaupt funktioniert. Wenn ich sehe, wie viele gut bezahlte Leute an der Erbringung von eigentlich trivialen Dienstleistungen mitwirken, und wie sich das auf die Preise niederschlagen muss, dann überlegt man schon, wie viele Jobs man einfach streichen könnte, und die Welt wäre hinterher besser.
>>
Nr. 6052 Kontra
>>6049
Vielleicht sind die Leistungen für das Funktionieren nicht so trivial.
Allerdings ist die Organisationsfrage eine sehr spannende. Denn immerhin scheint der Urlaub und die Abwesenheit der Kollegen für einige Wochen keinen Zusammenbruch zu verursachen.
>>
Nr. 6065
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92 kB, 1280 × 720
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>>5937
>Habe nun Lust auf Buffet beim Chinesen.

Hätte ich auch mal richtig Lust. Den ganzen Tag nichts essen. Und dann reinhauen was geht. Am besten heißer Topf mit ganz viel Chili.
>>
Nr. 6066
63 kB, 455 × 450
>>6065
>Hätte ich auch mal richtig Lust.
Mal wieder richtig Lust.
>>
Nr. 6068
>>6065
>heißer Topf

Nie gehört, noch gesehen. Gibt es in den China Restaurants hier nicht.

>ganzen Tag nichts essen

Du solltest morgens sehr ausgiebig essen und dann am Nachmittag mit Bärenhunger zum Buffet. Wenn du nichts ist, wirst du schnell satt sein, da dein Magen schrumpft, wenn du nichts isst.
>>
Nr. 6070
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Chinamann-Buffet mag Ernst auch gerne, aber noch lieber mag er Sushi, es ist schon fast eine Abhängigkeit. Zwar weiß Ernst, dass es mit Avocado und Sojasoße inzwischen als Metapher für Sojajungs-Essen verkommen ist, aber es ist halt nun mal lecker, und Ernst könnte es jeden Tag essen. Leider ist es auch verflucht teuer, weswegen er sich meistens auf 1x die Woche beschränkt.

>>6052
>Allerdings ist die Organisationsfrage eine sehr spannende. Denn immerhin scheint der Urlaub und die Abwesenheit der Kollegen für einige Wochen keinen Zusammenbruch zu verursachen.
Genau dies. Man denkt immer, welche Personen und welche Funktionen alles unentbehrlich sind, und malt die schlimmsten Weltuntergangsszenarien an die Wand, wenn die mal nicht da sind, aber die Realität zeigt jedes Mal: Lebbe geht weiter.