/b/ – Passierschein A38
„Migranten müssen EC und Seine Werte akzeptieren“

Jetzt in Radio Ernstiwan:


Hail Odin! von Christenklatscher666

M3U - XSPF


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Nr. 26926
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56 kB, 650 × 650
30 kB, 338 × 499
In diesem Faden sammeln wir Aphorismen, die uns gefallen. Gerne mit Erklärung dazu, auch eigene Versuche sind willkommen. Zur Erläuterung:
Apho·ris·mus
Substantiv, maskulin. Prägnant-geistreicher, in sich geschlossener Sinnspruch in Prosa, der eine Erkenntnis, Erfahrung, Lebensweisheit vermittelt

Ernst fängt an:
Der Weisheit erster Schritt ist: alles anzuklagen,
Der letzte: sich mit allem zu vertragen.

Georg Christoph Lichtenberg

Aus meiner Sicht eine gute Beschreibung des normalen Werdegangs eines Menschen beim älter werden. Zunächst hasst man sie Dinge auf der Welt, die man nicht nachvollziehen kann und die einem unlogisch erscheinen, aber mit der Zeit lernt man mehr über die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten und Motivationen der Menschen und kann ihre Beweggründe nachvollziehen, daher macht man seinen Frieden damit - auch wenn man vielleicht weiterhin nicht mit ihnen übereinstimmt.
>>
Nr. 26927
8 kB, 200 × 200
Oh Junge, hier wir gehen. Soll ich einzelne Aphorismen pfostieren oder einfach das gesamte Werk von Wilde?

Alle Frauen werden wie ihre Mütter, das ist ihre Tragödie. Kein Mann wird wie seine Mutter, das ist seine Tragödie.
Oscar Wilde - Ernst muss man sein
>>
Nr. 26929
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Es nötig haben, andere zu beherrschen, heißt andere nötig haben. Der Vorgesetzte ist ein Abhängiger.
Fernando Pessoa

Mit ein Grund, warum ich mich nie für eine Karriere im Management interessiert habe. Man muss sich dann mehr in anderer Leute Angelegenheiten einmischen, und egal wie hoch man kommt: Man ist trotzdem nie frei, seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Aber den Gedanken, dass man nicht nur von seinen Vorgesetzten oder externen Interessenvertretern abhängig ist, sondern auch von seinen Untergebenen, finde ich gut.

>>26927
>Soll ich einzelne Aphorismen pfostieren oder einfach das gesamte Werk von Wilde?
Einzelne Aphorismen natürlich, ist besser für den Pfostenzähler!
>>
Nr. 26936 Kontra
Erster Pfosten ohne Aphorismus, daher Kontra.

Mein erster Gedanke bezüglich des Themas: Gibt es hier Cioran-Leser?
>>
Nr. 26958
>Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.
Lew Tolstoi - Anna Karenina
>>
Nr. 26962
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„Die Diskussion ist die Visitenkarte, mit der reist der Tod, will er nicht erkannt werden und inkognito bleiben.“

Donoso Cortés
>>
Nr. 26965
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>>26936
Vor einiger Zeit hatte ich mir mal ein paar politische Sachen von ihm rausgeschrieben, aber seine Stärke sind eigentlich die Paradoxien und metaphysischen Betrachtungen.

„In zweihundert Jahren – man muß ja genau sein! – werden die Überlebenden jener Völker, denen es zu gut ging, in Reservaten eingepfercht sein, und man wird sie besichtigen mit Ekel, Mitleid, Verblüffung und böswilliger Bewunderung.“ (1973)

„Jede Generation lebt im Absoluten: sie führt sich auf, als sei sie am Gipfel, wenn nicht am Ende der Geschichte angelangt.“

„Der /Fortschritt/ ist nichts anderes als die Ungerechtigkeit, die sich jede Generation gegen die ihr vorangegangenen zuschulden kommen lässt.“

„Die Gesättigten hassen sich nicht insgeheim, sondern öffentlich und wünschen in dieser oder jener Weise hinweggefegt zu werden. Sie ziehen jedenfalls vor, daß es mit ihrer eigenen Unterstützung geschieht.“

„Alarich sagte, eine ‚Dämon‘ treibe ihn gegen Rom. Jede erschöpfte Zivilisation wartet auf ihren Barbaren, und jeder Barbar wartet auf seinen Dämon.“

„Das Abendland: eine Fäulnis, die duftet, eine parfümierte Leiche.“
>>
Nr. 26975
>Die Liebe ist ein Haus ohne Keller oder Dachboden
Herbert Wehnert
>>
Nr. 26996
87 kB, 945 × 567
„Die Herrschaft des Gemeinen ist dann am drückendsten, wenn sie sich der Formen des Rechten und Billigen bedient. Sowie es zum Verbrechen kommt, mindert sich die Bitterkeit.“ E.J.

„Im Hause des Gehenkten spricht man nicht vom Strick, aber im Hause des Henkers spricht man umso mehr von Recht und Gerechtigkeit.“ C.S.

Ernst findet Carl besser als den Ernst.

Spaßfakt: Alle denken immer, die beiden wären Freunde gewesen, das waren sie aber nur vergleichsweise kurze Zeit ihrer jeweils sehr langen Leben. Die Freundschaft war auch nicht erst vorbei, als der Ernst in Carls posthum herausgegebenen Tagebuchaufzeichnungen lesen konnte, was der Carl wirklich über ihn, den Ernst, denkt.
>>
Nr. 26999
75 kB, 572 × 800
>Ein Wurstbrot reicht auch für zwei
Lauert, (damals noch) Bernd
>>
Nr. 27000
61 kB, 660 × 660
>Meine Sünde ist die Entmutigung, mein Unglück die Unentschlossenheit, meine Göttin die Freiheit, meine Fessel der Zweifel, mein ewiger Fehler das Aufschieben, mein Idol die unfruchtbare Beschaulichkeit, mein üblicher Irrtum das Verkennen der Gelegenheit.
Henri Frédéric Amiel, offenbar ein Krastinierer-Pro.
>>
Nr. 27012
Etwas, das ich an Aphorismen interessant finde: Die wenigsten werden ja ausdrücklich als solche verfasst, die meisten stehen in einem bestimmten Kontext, aus dem sie aber herausgelöst werden. Ein Anzeichen dafür, daß sie einen Gedankengang auf einen prägnanten Satz zusammenziehen und verdichten, der auch ohne jede weitere Erklärung oder argumentative Basis für sich stehen kann und im Idealfall auch Überzeugungskraft hat. Aphorismen funktionieren sowohl im Kontext als auch ohne diesen. Manchmal führt das auch zu Sinnverfremdungen oder gar -entstellungen. Das macht sie zu einer eigenen literarischen Gattung, die maßgeblich aus anderen Gattungen hervorgeht. Oder wie sieht Ernst das?
>>
Nr. 27013
2,1 MB, 392 × 292, 0:02
>>27012
>Aphorismen funktionieren sowohl im Kontext als auch ohne diesen. Manchmal führt das auch zu Sinnverfremdungen oder gar -entstellungen
Ja, in der Tat. Wobei Verfremdung auch bedeuten kann, dass sie für den Leser in einem anderen Kontext erscheinen als vom Autor gedacht, dort aber ihre Gültigkeit behalten. Es ist für mich ein scharfes sprachliches Konstrukt, welches auf mehrere Sachverhalte angewendet werden kann, in Abhängigkeit von dem zwangsläufig subjektiven Erfahrungsschatz des Lesers. Zudem sollte man sie nicht als allgemeingültig betrachten. Durch die Verdichtung gewinnt man zwar Prägnanz und der Zitierwert erhöht sich, aber es geht natürlich auch Differenzierung verloren. Ich denke man tut daher gut daran, sie nicht als absolute Weisheit zu betrachten, sondern lediglich als Stilmittel für robuste Denkanstöße.
>Das macht sie zu einer eigenen literarischen Gattung, die maßgeblich aus anderen Gattungen hervorgeht.
Würde sie definitiv als eigene Disziplin sehen, auch wenn ich mit dem Begriff der "literarischen Gattung" nicht sicher umgehen kann. Daher bin ich da vorsichtig, bevor Germanistik-Ernst einreportiert und mir den Kopf rasiert :3
>>
Nr. 27019 Kontra
>>27013
Gattung war nur ein Notbehelf, ich wusste nicht, wie ich es besser ausdrücken sollte. Aber offenbar hast du verstanden, wie es gemeint war :3

Danke für deine Ergänzungen und das GIF hehe
>>
Nr. 27020
„Bescheidene Hütte, Strohdach, aber gutes Bett, gutes Essen, Milch und Butter, sehr frisch, vor dem Fenster Blumen, vor der Türe einige schöne Bäume, und wenn der liebe Gott mich ganz glücklich machen will, läßt er mich die Freude erleben, daß an diesen Bäumen etwa sechs bis sieben meiner Feinde aufgehängt werden."
(Harry Heine, Aphorismen und Fragmente, Nachlass; Werke und Briefe in zehn Bänden, Band 7, Berlin/Weimar 1972, S. 413)
>>
Nr. 27029
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>Alle sagen, dass man aus seiner Komfortzone raus soll, um sich weiterzuentwickeln. Aber niemand sagt, dass man Tomaten essen muss, wenn man keine Tomaten mag."
  • Ernst

Soll ausdrücken, dass es manchmal Gründe dafür gibt, dass die Komfortzone so ist wie sie ist, und es eine schlechte Idee sein könnte, sie aufzubrechen. In der allgemeinen Debatte scheint "die Komfortzone verlassen" jedoch durchweg als was Positives und Notwendiges angesehen zu werden. Dabei steht es dem ebenfalls gerne gegebenen und ebenso weitläufig akzeptiertem Rat "Sei einfach du selbst" diametral entgegen.
>>
Nr. 27038 Kontra
>>27029
Jetzt würde mich interessieren, was denn gute Gründe sein sollten, sich nicht aus der Komfortzone rauszubewegen.
Denn a) gibt es durchaus viele Sachen, die ein erworbener Geschmack sind. Ich bin auch erst im Erwachsenenalter auf Oliven gekommen, Bananen, Rosenkohl, Sardellen, Harzer Käse und b) kann es durchaus nötig sein, mal eine bittere Pille zu schlucken. Kenne einen "Veganer", der nicht wirklich Ahnung hatte und dann von seinem Arzt Fisch verschrieben gekriegt hat aus medizinischen Gründen.
Zudem heißt "Sei du selbst" auch nicht "entwickle dich nie weiter", sondern "verstell dich nicht". Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied. Wenn ich Höhenangst habe kann ich "ich selbst bleiben" und mich somit von einigen kühlen Erfahrungen aussperren. Oder aber ich kann meine Komfortzone verlassen und über den Glasboden drüberlaufen, weil ich weiß, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass da was passiert. Beides bedeutet nicht, dass ich bei einem Rendezvous dem Mädel etwas vorspielen muss.
>>
Nr. 27051 Kontra
>>27038
Nachtrag: Nachdem mir der Spruch den ganzen Tag im Kopf rumgegangen ist, komme ich zudem Schluss, dass der Vergleich hinkt, und zwar gewaltig.

Dein Spruch impliziert, dass du schonmal deine Komfortzone verlassen hast, also schonmal Tomaten probiert und zu dem Schluss gekommen, dass sie dir nicht schmecken. Damit hast du dich schon per Definition weiterentwickelt.
In der Tat kommt die Aussage rüber wie das Gegenteil von "When life gives you lemons...", weil du, statt eine negative Erfahrung in eine positive Lernerfahrung umzuwandeln (und wenn es nur "so mach ich das in Zukunft nicht mehr" ist), dich lieber wieder zurückziehst und rumweinst.

Das Ganze dann also abzuändern in sowas wie "Aber niemand sagt, dass man Tomaten essen muss, wenn man sicher ist, dass man keine Tomaten mag." klingt wie ein kleines Kind, vor allem weil du ja garnicht sicher sein kannst, dass du keine Tomaten magst, wenn du sie noch nie probiert hast. Wenn du jetzt sagst, du bist dir sicher, dass du keine schwarzen Oliven magst, weil du schonmal grüne probiert hast und die eklig fandest, dann ist das schon eher valide (obwohl die auch relativ unterschiedlich im Geschmack sind, ich mag z.b. grüne sehr gerne, aber schwarze esse ich von mir aus eher nicht).

Generell sind Essensvergleiche immer so ne Sache, die man lieber bleiben lassen sollte. Ich bin dessen auch schuldig, aber fange dann sofort an zu arschbürgern.
>>
Nr. 27136
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>>27038
>>27051
Du argumentierst denke ich gegen einen Anspruch, den der Satz gar nicht haben möchte. Mir ging es darum, dass Sätze wie "Aus der Komfortzone rausgehen" und "Sei einfach du selbst" sich inzwischen verselbständigt und einen Allgemeingültigkeitsanspruch entwickelt haben, der darüber hinweg täuscht, dass man das trotzdem für jede Situation prüfen muss, ob es Sinn macht. Das klingt so schön, wird schon irgendwie richtig sein. Es ist nur noch eine hohle Phrase auf dem Niveau von "Träume nicht dein Leben, lebe deine Träume". Manchmal ist es vielleicht gar nicht gut, aus seiner Komfortzone rauszugehen, weil man sich dann unwohl fühlt. Wenn ich eine Datierung habe, sollte ich vielleicht wohin gehen wo ich mich wohlfühle, und nicht dorthin, wo ich zusätzlich zu der möglicherweise (hoffentlich positiv) stresserfüllten Situation noch eine ungewohnte Umgebung vorfinde. Ich rate auch keinem Fußballprofi, dass er Handball spielen soll, um mal aus seiner Komfortzone rauszukommen. Es kann auch eine Entwicklung sein zu erkennen, dass bestimmte Sachen nichts für einen sind, auch wenn man sie vielleicht noch gar nicht probiert hat, sondern weil man seine Persönlichkeit gut genug einschätzen kann um zu wissen, dass einem bestimmte Sachen nicht gefallen werden. Und dann ist es besser, sich auf seine Komfortzone zu beschränken. Der Rat kann also in bestimmten Situationen komplett sinnfrei sein. Das Problem mit der fehlenden Weiterentwicklung, welches du beschreibst, tritt nur dann auf, wenn die Komfortzone zu klein ist.
>Dein Spruch impliziert, dass du schonmal deine Komfortzone verlassen hast, also schonmal Tomaten probiert und zu dem Schluss gekommen, dass sie dir nicht schmecken.
Nicht unbedingt. Man probiert jedes Essen irgendwann zum ersten Mal, und stellt dann fest, dass man manche Sachen mag und manche nicht. Diese Analogie lässt sich auf Vieles anwenden, daher ist der Essensvergleich meiner Ansicht nach legitim.
>Zudem heißt "Sei du selbst" auch nicht "entwickle dich nie weiter", sondern "verstell dich nicht".
Ja, aber das ist kein Widerspruch zu dem was ich sagte, siehe oben und außerdem kann man sich auch innerhalb seiner Komfortzone weiterentwickeln.
>>
Nr. 27142
482 kB, 600 × 600
>>27136
Ich wollte jetzt schon einen ewig langen Pfosten schreiben, aber dann ist mir aufgefallen, dass ich
> Das Problem mit der fehlenden Weiterentwicklung, welches du beschreibst, tritt nur dann auf, wenn die Komfortzone zu klein ist.
nicht beachtet habe.
Für mich ist eine Komfortzone immer zwangsläufig klein, weil Leute, die auf ihrer Komfortzone bestehen auch in der Regel eine sehr kleine haben. Aber ist schon richtig, wenn deine Komfortzone riesig groß ist, ist innerhalb dieser natürlich auch einiges an Weiterentwicklung möglich. Wobei ich allerdings auch nicht weiß, mit was für Leuten du verkehrst oder in welchen Ecken des Internets du unterwegs bist, dass du mit dem Spruch so bombardiert wirst. Ich hab das selbst im Echtleben noch nie gehört. Ich habe es aber zur Gewohnheit gemacht, meine persönliche Komfortzone zu verlassen, weil ich gemerkt habe, dadurch langfristig Vorteile zu generieren, sei es sozialer Art oder auch was meine körperliche Konstitution betrifft. Ich bin ja im Kern schon eher ein Ernst mit wenig Kommunikation und viel Lauern. Das ist aber auf Dauer kein Leben.
>Manchmal ist es vielleicht gar nicht gut, aus seiner Komfortzone rauszugehen, weil man sich dann unwohl fühlt.
Hier wiederum widerspreche ich. Gerade sich unangenehmen Situationen zu stellen, ist wichtig und das ist meiner Meinung nach etwas, was insbesondere der aktuellen Jugendgeneration völlig abgeht. Alles ferngehalten, Helikoptereltern, NULL Frustrationstoleranz, jeder ist besonders, jeder ein Star. Aber so ist das Leben nicht. Siehe Bild verwandt.
Hoffe du wurdest zumindest ein bisschen mett wegen des Designs :3

Übrigens hinken deine Vergleiche und Beispiele immernoch.
> Ich rate auch keinem Fußballprofi, dass er Handball spielen soll, um mal aus seiner Komfortzone rauszukommen.
Sport ist Sport, wieso sollte es dem Fußballprofi unangenehm sein? Oder meinst, du "ihn in ein Profihandballspiel stecken"? Das ist nun wirklich an den Haaren herbeigezogen. Genau wie das mit der Datierung; wenn deine Datierung schon eine stresserfüllte Situation ist, kann das schon von vorhnherein nix werden. Eine Datierung soll grundsätzlich einfach nur Spaß machen, der Weg ist das Ziel, einen netten Abend verbringen, etc.
Deshalb würde mich jetzt mal ein konkretes, von dir selbst erlebtes Beispiel interessieren. Irgendwie musst du ja auch auf diesen Spruch gekommen sein, was war der Auslöser?
Jetzt wurde das ja doch ein langer Pfosten!
>>
Nr. 27146 Kontra
>>27142
Nur als Spaßfakt: Es gibt auch Profisportler, die von einer professionell ausgeübten Sportart in eine andere gewechselt sind, z.B. war Primož Roglič vor seiner Radsportkarriere ein Skispringer.

Im Übrigen schlage ich vor, diese Diskussion nicht entgleisen zu lassen und stattdessen noch mehr Aphorismen beizutragen :3
>>
Nr. 27147
„Nun ja – die Realität ist entweder grässlich oder langweilig oder beides, jedenfalls nichts für einen intelligenten Menschen.“

Christoph Poschenrieder
>>
Nr. 27171
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„Wer ein einziges Mal das Strahlen des Glücks auf dem Gesicht eines geliebten Menschen gesehen hat, weiß, dass es für einen Menschen keine andere Berufung geben kann, als dieses Leuchten auf den ihn umgebenden Gesichtern hervorzurufen.“

(Albert Camus, Tagebuch 1942–1951).
>>
Nr. 27179 Kontra
>>27171
Lustig, sowas von Camus zu lesen. Widerspricht eigentlich dem gesamten Inhalt von "Der glückliche Tod", welches mir zufälligerweise auch kein Lächeln in irgendeiner Art und Weise entlocken konnte. Scheiß Froschfresser.

>"Wann wir lesen, denkt ein Anderer für uns: wir wiederholen bloß seinen mentalen Proceß. […] Daher kommt es, daß wer sehr viel und fast den ganzen Tag liest, dazwischen aber sich in gedankenlosem Zeitvertreibe erholt, die Fähigkeit, selbst zu denken, allmälig verliert, - wie Einer der immer reitet, zuletzt das Gehen verlernt. Solches aber ist der Fall sehr vieler Gelehrten: sie haben sich dumm gelesen." - Parerga und Paralipomena II, Zweiter Band, F. A. Brockhaus, Leipzig 1874, Kapitel 24 Ueber Lesen und Bücher, § 299, S.587
Ja, ich bin mir der Ironie bewusst.
>>
Nr. 27183 Kontra
104 kB, 301 × 320, 0:00
>>27179
Fick ja, das muss ich mir merken für die Zukunft, wenn ich mal wieder anlasslos die "Lesen ist überbewertet"-Diskussion vom Zaun breche.
>>
Nr. 27192 Kontra
>>27183
Lustigerweise beschreibt der Spruch meine Ex ziemlich genau. Hat nie auch nur einen einzigen originären Gedanken gefasst, konnte dafür aber alle möglichen (anerkannten) Klassiker zitieren. Aus genuinem Interesse las sie dann Twilight und Chick Lit generell.
>>
Nr. 27212
„Weiber können bedeutendes Talent, aber kein Genie haben: denn sie bleiben stets subjektiv.“

Arthur Schopenhauer
>>
Nr. 27213 Kontra
8,7 MB, 17 Seiten
„Der Weg der Menschheit durch die Geschichte: Eine Herde von Blinden, geführt von einem Blinden, der sich an einem Stock weitertastet.“

Donoso Cortés
>>
Nr. 27216
406 kB, 849 × 1142
>Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jedoch die Vergesslichkeit groß.

Arnulf Gitler - Kunstschulversager und SchleFaZ
>>
Nr. 27266
„Erst weiß man nicht, worum es geht, dann ist es zu spät.“
>>
Nr. 27279
34 kB, 396 × 600
"Je weniger Bedürfnisse ihr habt, desto freier seid ihr."

Kant. Siehe auch Kampfklub: "Alles, was du besitzt, besitzt irgendwann dich".
>>
Nr. 27280
Mal eine Frage, welchen Sinn hat eigentlich der Faden wenn jeder nur pfostiert, aber nicht liest? Ich meine, wozu die Aphorismen eigentlich sammeln, wenn man eh nichts damit macht? Das sind nur Kopien von Kopien, da der ganze Krams hier überall frei im Internet anzuklicken ist, aber ohne Diskussion kommt keine weitere Substanz dazu. Vor allem so Pfosten wie >>27266 sind ziemlich unnötig, weil nichtmal der Autor dabeisteht. Null Kontext. Könnte auch irgendein kommentarloser Youtube-Link sein, wäre genauso wertvoll. >>26929 macht das z.B. richtig, da kann man auch dran anknüpfen, denn da stimme ich nicht hundertprozent zu. Es kommt immer darauf an, wie hoch man steht - bei verlinkten Pfostierer scheint das ja irgendwie stark auf mittleres Management gemünzt zu sein. Irgendwann steht nur noch Gott über einem und wenn man an den nicht glaubt, ist man an der Spitze. Dann kann einem niemand mehr etwas sagen, PRINZIPIELL. Und dann kann man durchaus seine eigenen Entscheidungen treffen. Ob die dann auch so umgesetzt werden, ist etwas anderes, aber wenn ich mir unsere Politiker anschaue, die tun auch gerade was sie wollen. Mit genug Propaganda macht das Volk schon was man will.
>>
Nr. 27282
160 kB, 774 × 770
>>27280
>wenn jeder nur pfostiert, aber nicht liest?
Gibt doch Diskussionen? Muss ja nicht jeder einzelne Aphorismus durchdiskutiert werden.
>Irgendwann steht nur noch Gott über einem und wenn man an den nicht glaubt, ist man an der Spitze. Dann kann einem niemand mehr etwas sagen, PRINZIPIELL
Wie schon im Faden in einer der Diskussionen (>>27136) angemerkt: Ich denke, dass Aphorismen durch die notwendige sprachliche Verdichtung einen Teil inhaltlicher Exaktheit für verbesserte Zitierfähigkeit opfern. Sie sollen also nicht in allen Fällen gültig sein im Sinne eines mathematischen Beweises, sondern nur Sachverhalte aus dem Alltagsleben prägnant und pointiert zusammenfassen. Dass es zu diesen Sachverhalten auch Ausnahmen geben kann steht außer Frage. Und nachdem ich auf
>der ganze Krams hier überall frei im Internet anzuklicken ist
einige Aphorismen durchgelesen habe, bin ich auch der Meinung, dass Einige gar keine Substanz haben, sondern lediglich scheinkluges Gewäsch sind. Das liegt wohl vor allem an den Aggregatoren: Manche haben echt jedes schwüle Geschwafel als kluken Aphorismus durchgehen lassen.
>>
Nr. 27285
>>27280
Fragst du auch im Simpsons-Faden, warum niemand die Szenen und Sprüche diskutiert? Und wo da überhaupt der Sinn liegt, diese zu sammeln? Im Aphorismen-Faden gab es doch schon ein paar Diskussionen, meines Erachtens sollten diese sich aber im Rahmen halten und nicht den Faden entgleisen lassen.

Den Autoren von >>27266 liefere ich gerne nach: Es ist ein Gedicht von Takasaki, ein pseudonymer Dichter, über den ich nichts weiter berichten kann.

Und wie so vieles sind Aphorismen eben Geschmackssache, über Geschmack zu streiten ist manchmal spaßig, immer aber müßig.
>>
Nr. 27289
>>27285
Der Simpsons-Faden basiert auf Nostalgie und "ah ja die Folge war gut hahah" und ist reiner Spaß, das ist was völlig anderes als ein Faden mit irgendeiner Art intellektuellem Anspruch - wie ja hoffentlich dieser.
Ansonsten könnten wir ja auch mit Sportlerweisheiten anfangen wie "Das Runde muss ins Eckige" oder "Jeder hat einen Plan, bis er auf die Fresse kriegt".
Wenn jeder einfach nur mit obskurer Bildung flexen will, sehe ich da wenig Mehrwert, dabei hat der Faden ha durchaus Potential.
>>
Nr. 27292
>>27289
Benjamin von Stuckrad-Barre: „Trotzdem ist natürlich die Reproduktion des Besonderen der Zeugungsakt der Langeweile.“
>>
Nr. 27293 Kontra
124 kB, 1185 × 540
>>27289
Wie wäre es denn, wenn du a) Aphorismen lieferst oder b) Diskussionen anstößt, die über eine auf der Meta-Ebene angesiedelte Kritik hinausgehen? :3
>>
Nr. 27295
>>27293
a) habe ich bereits
b) habe ich bereits
c) dito.
Aber bitte:

>Anfangs lieben Kinder ihre Eltern; wenn sie älter werden, halten sie Gericht über sie; manchmal verzeihen sie ihnen.
Das Bildnis des Dorian Gray, Kapitel 5
Ich denke, das trifft auf so ziemlich jeden Menschen zu. Vor allem habe ich von meiner Mutter in den letzten Jahren diverse Einsichten in ihre Beziehung zu meiner Oma erhalten, unfreiwillig. Mach Frieden, solange du noch kannst. Und lies mehr Wilde. Ich stimme zwar mit dem Diktat der Ästhetik nicht überein, aber er war ein großartiger Schriftsteller.

>Das deutsche Schicksal: vor einem Schalter zu stehn. Das deutsche Ideal: hinter einem Schalter zu sitzen. - "Schnipsel", in: "Die Weltbühne", 27. Mai 1930, S. 799f
Tucholsky, einer meiner absoluten Lieblingsschriftsteller, hat schon vor 100 Jahren (jetzt nicht in diesem speziellen Beispiel, aber auch schon in den 10ern) Sachen über die Deutschen geschrieben, die auch heute noch zu 100 % gültig sind. Und wenn man ein bisschen drüber nachdenkt, hat sich das deutsche Wesen kein bisschen verändert, sondern lediglich das Vorzeichen.

Jetzt kann man natürlich noch weiter drüber streiten, ob das auch tatsächlich Aphorismen sind, aber jetzt sind se nun mal da.
>>
Nr. 27301
75 kB, 683 × 1017
In einem meiner vorherigen Pfosten habe ich gesagt, dass einige Aphorismen, die ich auf den einschlägigen Aggregationsseiten gefunden habe, für mich ziemlich arm wirken. Zudem denke ich, dass Aphorismen und ein paar eigene Gedanken dazu ein guter Weg sind, den der Faden nehmen kann. Ich will daher ein paar Beispiele liefern:

>Man sollte nur produzieren und bauen dürfen, was brauchbar ist.
(© Monika Minder)
Wo ist denn da der Aphorismus? Das ist entweder BWL-Björn auf Steroiden, oder eine Aussage nahe an der Tautologie, wenn man ästhetische/künstlerische Brauchbarkeit mit einbezieht. Überhaupt ist Brauchbarkeit eine so schwammige Eigenschaft, dass dieser Satz keine praktische Anwendung hat. Nun muss ein Aphorismus das vielleicht nicht, aber wenn ich Leitlinien für produzierendes Gewerbe beschreiben will, dann wäre etwas Anwendbarkeit vielleicht nicht verkehrt. Wenn man dagegen bestimmten Dingen jegliche Art der Brauchbarkeit per Definition abspricht, müssen wir dann auch wieder entartete Kunst verbieten? Egal, wie ich diesen Satz in meinem Kopf drehe: Da kommt nichts Gescheites bei raus.

>Kultur war gestern, heute ist Schick und Kitsch. Auch Zivilisation genannt.
(© M.B. Hermann)
Früher war alles besser™. Die Gesellschaft ist schlecht, und die da oben haben keine Ahnung. So, Broisen wiederhergesteld!!1 Aber ernsthaft: Die Kultur von früher ist bereits durch den Filter der Zeit gegangen, und es ist nur noch das übrig, was überdauert hat. Als ob es früher nicht im Verhältnis genauso viel Müll gegeben hätte. Durch die höhere Vernetzung heutzutage erfährt der Müll vielleicht mehr Verbreitung, aber es entstehen auch mehr Perlen dadurch, man muss sie halt finden. wenn man das nicht kann, ist das die eigene Schuld, nicht die des "heute". Leute, die solche Sätze raushauen, erzählen einem dann in 20 Jahren dasselbe über die jetzige Zeit.

Die oberen beiden Autoren sind mir unbekannt und offenbar zeitgenössisch. Ich habe es nicht geprüft, aber es haftet ihnen der Geruch der Trivialität an, so als ob der Admin der Seite seine Verwandten bewerben wollte und ihre Kacksprüche aus der Bridge-Runde mit reingenommen hat. Um mir nicht vorwerfen lassen zu müssen, dass ich nur Fallobst buxxe, will ich mich auch an einem erprobten historischen Mittelgewicht abarbeiten:

>Enthaltsamkeit rächt sich immer. Bei dem einen erzeugt sie Wimmerln, beim andern Sexualgesetze.
(Karl Kraus 1874-1936, österreichischer Aphoristiker, Lyriker, Schriftsteller)
Sag das mal Drogenabhängigen. Oder Spitzensportlern. Oder Shaolin-Mönchen. Wie bereits erwähnt habe ich bei Aphorismen nicht den Anspruch der universellen Gültigkeit, aber wenn man dem Lümmel so weit raushängen lässt und sagt "rächt sich immer Punkt", dann muss man damit leben, dass der Bilderbrettkritiker 2 Gegenbeispiele sucht und deinen Spruch mit dem Prädikat "Kann wek" versieht. Selbst unter der großzügigen Annahme, dass die Abwesenheit von Enthaltsamkeit nicht zwangsläufig der Exzess ist, sehe ich weder einen formalen noch einen inhaltlichen Grund, die eigene Formulierung mit diesem Absolutheitsanspruch zu schwächen und angreifbar zu machen. Vielleicht hat dem Krauskopp auch nur jemand seinen wöchentlichen Puffbesuch und seine 5 Bier am Abend schlechtreden wollen, und er sah sich unter Rechtfertigungsdruck, wer weiß? Besser wäre meiner Meinung nach gewesen:
>Enthaltsamkeit widerstrebt der menschlichen Natur. Bei dem einen erzeugt sie Wimmerln, beim andern Sexualgesetze.
Damit formuliere ich keinen Anspruch, der selbst unter den Augen eines Laien nicht haltbar ist, und mit "widerstrebt der menschlichen Natur" lasse ich die Tür zudem offen für die Anerkennung derer, welche dennoch Enthaltsamkeit in bestimmten Bereichen leben, und dadurch vielleicht in anderen Bereichen brillante Ergebnisse erzielen.

So, genug gerul0rt. die hatte ich alle von hier falls jemand recherchieren will, und ich habe nur das erste Drittel der Frontseite durchsucht: https://gedichte-zitate.com/zitate-aphorismus.html
>>
Nr. 27375
89 kB, 720 × 405
Was haltet ihr davon?
>Die Phrase "Bitte kein Fingerpointing" wird am liebsten von denen gesprochen, die gerade beim Fingerpointing zu verlieren drohen.
>>
Nr. 27376 Kontra
>>27375
Was zur Hölle ist "Fingerpointing"?
>>
Nr. 27377 Kontra
>>27376
Eine Art erhobener Zeigefinger. Mit dem Finger auf jemanden zeigen, Mensch.

Addendum zu diesem Faden: Ich bin zu faul, die Minima Moralia abzutippen, um hier mal ordentlich zu rul0rn.
>>
Nr. 27378 Kontra
>>27377
>Mit dem Finger auf jemanden zeigen, Mensch.
Ah. Und warum dann dieser schwachsinnige Anglizismus? Fefe, bist du es?
>>
Nr. 27379
1,1 MB, 400 × 326, 0:01
>>27378
Vermutlich ist er das nicht, und er ist auch nicht ich. Ich hoffe, du willst nicht meine Kunstfreiheit beschneiden?
>schwachsinnig
DOMA DOMA DOMADOMADOMA!
>>
Nr. 27570
525 kB, 2048 × 1340
>Egal ob Du glaubst, dass Du etwas kannst oder es nicht kannst, Du hast Recht.
  • Henry Ford

Gefällt mir gut, weil es pointiert beschreibt, dass es oft genug schon an der Einstellung scheitert. Natürlich gilt wie für alle Aphorismen der Hinweis, dass es wirklich Situationen geben kann, in denen man etwas nicht kann. Aber wenn man anfangen würde, eine Gebrauchsanweisung dazu zu schreiben, wäre es schließlich kein Aphorismus mehr.
>>
Nr. 27572
>>27378
Wie die 79 sagt, ich bin nicht er, sondern ich, ich, ein anderer.

Und da war auch schon der verstecke >>Aphorismus<<:

"Ich ist ein anderer", wird Rimbaud zugeschrieben, habe ihn nie gelesen, weiß nur, dass er wohl eine homosexuelle Beziehung mit jemandem geführt hat. Jedenfalls verstand Ernst es immer so, dass das Ich dem Ich gar nicht so durchsichtig ist, wie das Ich glaubt, dass ich ist eigentlich ein Fremder, sich selbst fremd, ein Anderer eben, mit dem es nicht identisch ist. Will sagen: Es gibt kein Kern, keine tatsächlich substanzielle Identität.

t. Fluidium-Ernst
>>
Nr. 27576
>>27570
>Natürlich gilt wie für alle Aphorismen der Hinweis, dass es wirklich Situationen geben kann, in denen man etwas nicht kann.
Manche Leute können auch einfach GARNICHTS. Ich bin so ein wertloser Fall.
>>
Nr. 27578
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Da wir uns jetzt schon mehrfach mit dem Gültigkeitsanspruch von Aphorismen beschäftigt haben, will ich euch diesen Meta-Aphorismus nicht vorenthalten:
>Aphorismen sind wie Menschen. Oberflächlich betrachtet, wirken fast alle gut, aber wenn man sie genauer betrachtet, findet man meistens einen Fehler.
  • Wolfgang J. Reus

>>27576
Aber du bist doch bestimmt gut in irgendwas, und wenn es "nur" ein Computerspiel oder so ist. Vielleicht bist du ja auch ein Exbärde für obskure Animu-Serien, oder kannst 1000 Pornosternchen an ihren Titten identifizieren?
>>
Nr. 27584
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>>27578
Ja gut, irgendwie ist das aber auch so ein "Wasser ist nass"-Spruch und nicht wirklich clever, denn ein fehlerloser Aphorismus wäre ja im Prinzip schon ein Axiom und damit kein Aphorismus mehr.
Im Grunde ist ein Aphorismus doch ein schlauer Spruch, dem man - in Verbindung mit seiner Urheberschaft - mehr oder weniger Bedeutung beimisst.
So hat ein Spruch von Schopenhauer, Hegel oder Kant, auch wenn er vielleicht nicht so elegant sei, doch eine größere Wirkung als der Spruch eines beliebigen Ernstes. Und das gilt ja nicht nur in der Literatur. Wenn ich ein Foto von einem Glas Gurken schieße und das mit Siebdruck vervielfältige ist das Müll. Bei Warhol ist das Pop-Art.
Es gilt also immer auch der Kontext.

Bild halbwegs verwandt
>>
Nr. 27592
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Mal ausnahmsweise nicht von einer Aphorismen-Seite:
>Die Mathematiker brauchen zum Arbeiten nur Papier, Bleistift und Papierkorb. Den Philosophen reichen schon Papier und Bleistift.
Und ja, ich habs beim Hadmut gelesen!

>>27584
>irgendwie ist das aber auch so ein "Wasser ist nass"-Spruch und nicht wirklich clever
Ja, stimmt schon, es ist eine Selbstverständlichkeit. Aber es passte halt so gut rein in die Diskussion als Erinnerung daran, dass ein Aphorismus trotzdem gelungen sein kann, auch wenn man Gegenbeispiele finden kann.
>So hat ein Spruch von Schopenhauer, Hegel oder Kant, auch wenn er vielleicht nicht so elegant sei, doch eine größere Wirkung als der Spruch eines beliebigen Ernstes
Hatte unironisch nach >>27029 überlegt, mir einen weiteren Aphorismus zu überlegen und den unter einem glaubwürdigen Namen (also nicht zu einfallslos wie Goethe, Tucholsky oder so, sondern eher wie Georg Büchner, Carl Sagan, Willy Brandt, sowas halt) zu veröffentlichen, nur um zu schauen ob der dann kommentarlos durchgeht. Zu dem Thema der Wirkung eines Inhalts im Bezug auf seine Herkunft oder seiner Platzierung könnte man problemlos einen eigenen Faden machen. Ich habe viel darüber nachgedacht, was neuen OI erfolgreich macht, weil ich mich gefragt hatte, warum Sachen von mir, die ich als großes Ding eingestuft hätte, Bruchlandung gemacht haben, während manch Billigkram angenommen und gemocht wurde. Oft genug ist es Zufall, oder die Anwesenheit eines begeisterungsfähigen Mitlauerers, der was dazu schreibt und es ggf. repfostiert. Die Qualität ist jedenfalls nach meiner Beobachtung nur ein Teil davon. Kein Wunder, dass Werbung in unserer Welt so wichtig ist.
>>
Nr. 27593
>>27592
> Ich habe viel darüber nachgedacht, was neuen OI erfolgreich macht, weil ich mich gefragt hatte, warum Sachen von mir, die ich als großes Ding eingestuft hätte, Bruchlandung gemacht haben, während manch Billigkram angenommen und gemocht wurde.
Ich tendiere auch zu "Zufall". Es muss halt gerad das richtige Publikum anwesend sein. Auf dem K*hl könntest du vermutlich mit irgendeinem beliebigen Reinhardt-Heydrich-Makro große Erfolge feiern.

>Hatte unironisch nach >>27029 überlegt, mir einen weiteren Aphorismus zu überlegen und den unter einem glaubwürdigen Namen (also nicht zu einfallslos wie Goethe, Tucholsky oder so, sondern eher wie Georg Büchner, Carl Sagan, Willy Brandt, sowas halt) zu veröffentlichen, nur um zu schauen ob der dann kommentarlos durchgeht.
Lustig, dass du das sagst, das habe ich tatsächlich in diesem Faden getan und der ist tatsächlich "kommentarlos" durchgegangen. Kannst du herausfinden, welcher Pfosten das war?
>>
Nr. 27601
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>>27593
>Kannst du herausfinden, welcher Pfosten das war?
Selbst mit diesem Hinweis würde ich nicht darauf kommen. Der Schopenhauer-Spruch über Mullen in >>27212 riecht ein wenig fischig. Dann allerdings war Schopenhauer auch ein verbitterter Mann, kann also schon hinkommen, außerdem glaube ich aus taktischen Gründen nicht, dass man sowas Kantiges einstreuen würde. Am ehesten vielleicht >>27213 - das scheint mir im Vergleich zum ersten Zitat desselben Autors in >>26962 aus der Art gefallen. Aber um ehrlich zu sein könnte es genauso gut sein, dass du einfach geblöfft und das gar nicht getan hast, und jetzt den ganzen Kanal an der Nase rumführst :3 Egal was von beiden es war: Auf jeden Fall schon mal ggwp!
>>
Nr. 27602 Kontra
>>27601
Leider liegst du völlig daneben - Schopenhauer war in der Tat bekannt für seine Unzöl-Ansichten, wobei er eher ein Freizöl war.
Der andere ist es auch nicht - es gibt ja z.B. auch Früh- und Spätwerke. Meine Fresse, von Tucholsky stammt der Spruch
>Einige Analphabeten der Nazis, die wohl deshalb unter die Hitlerschen Schriftgelehrten aufgenommen worden sind, weil sie einmal einem politischen Gegner mit dem Telephonbuch auf den Kopf gehauen haben, nehmen Nietzsche heute als den ihren in Anspruch. Wer kann ihn nicht in Anspruch nehmen! Sage mir, was du brauchst, und ich will dir dafür ein Nietzsche-Zitat besorgen." - Kurt Tucholsky#Die Weltbühne 1932, in: Gesammelte Werke, 1975, Bd. 10, S. 14.
Weil sich Menschen eben durchaus entwickeln und verändern und speziell bei Nietzsche kann man eigentlich für jedes Argument irgendwann irgendwo ein Gegenargument finden. Auch gibt es Leute, die wahnsinnig geworden sind. Siehe Nietzsche. Ich habe mich auch von 20 auf 30 wesentlich weiterentwickelt. Was der Ernst vor fast 15 Jahren geschrieben hat, lässt mich heute teilweise ein bisschen peinlich berührt schmunzeln und mein Schreibstil ist auch nicht mehr der Selbe.

Aber rate ruhig weiter :3
>>
Nr. 27607 Kontra
>>27601
Beide Donosos sind von mir eingebracht und stammen wirklich von ihm :3
>>
Nr. 27676
Nochmal etwas von Georg Christoph Lichtenberg:
„Ich vergesse das meiste, was ich gelesen habe, so wie das, was ich gegessen habe; ich weiß aber soviel, beides trägt nichtsdestoweniger zur Erhaltung meines Geistes und meines Leibes bei.“

Sicherlich gilt das auch für das Lauern auf Bilderbrettern, eigene Pisse trinken, das Übliche halt :3
>>
Nr. 27683
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>Ich glaube, die Egoisten müssen die Welt schlecht finden; sie sehen nur sich darin.
  • Jean Antoine Petit-Senn

Wie ich finde eine sinnvolle Anregung nicht alles im Leben auf sich selbst zu beziehen. Man muss in der Lage sein, Dinge aus der Distanz zu betrachten und an sich vorüber ziehen zu lassen. Gerade in Zeietn von rund um die Uhr aktiven sozialen Medien hört man immer öfter von Leuten, die in ihrem Konsum ein Suchtverhalten an den Tag legen. Da finde ich den Gedanken, dass die Welt sich auch ohne einen selbst weiter dreht und am nächsten Tag noch da ist sehr tröstlich. Gleiches gilt für den Umgang mit der eigenen Sterblichkeit. Wenn man sich vor Augen führt, wie unbedeutend man ist, fällt Last von den Schultern. Sobald man realisiert, dass die Welt auch gut ohne einen selbst funktioniert, befreit einen das von dem Gedanken, dass man mehr erreichen könnte, wenn man nur mehr Aufwand betreiben würde. So kann man sich wieder auf die Dinge fokussieren, die einem Spaß machen und die man erreichen möchte, und nicht auf die Sachen die man glaubt erreichen zu müssen.

>>27676
Gefällt mir gut und beschreibt, wie man durch sein Umfeld geprägt wird, auch wenn man es nicht immer bewusst wahrnimmt. In Retrospektive bin ich auch überrascht, wie sehr mich KC in manchen Dingen geprägt hat. Wer weiß schon, ob das aufgrund von echten Argumenten oder nur aufgrund von Herdentrieb geschehen ist, aber ich kann nicht leugnen dass es so ist.
>>
Nr. 27944
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>Experten sagen dies, Experten sagen das. Es gab eine Zeit, da sagten Experten die Erde sei flach.

- irgendein semibekannter Mensch aus dem 20. Jahrhundert, vielleicht was mit Astronomie, oder ein Kabarettist, Wernher von Braun, Dieter Hildebrandt oder so, so ein Name, den jeder kennt und respektiert, aber nicht offensichtlich genug, um phantasielos und somit verdächtig zu wirken. Ja okeh, ich habe es mir selbst ausgedacht. Zufrieden? Oder ich spiele das Spiel umgekehrt und habe es mir nicht selbst ausgedacht, tue aber so als ob, und wenn Ernst jetzt steil geht, dann packe ich aus, dass das Zitat von Papst Isaac Newton Galilei von Goethe zu Tucholsky-Descartes persönlich ist und walze alle Kritik mit der Dampframme historischer Autorität platt. Welch Ironie auf einem anonymen Bilderbrett überhaupt Wert auf die Quelle eines Zitats zu legen. Da fällt mir gleich noch einer ein: "Namentliche Zitate sind die Tripcodes der Vergangenheit". Gut, was? Oder auch nicht. Ist ja nicht so, dass ich Geld damit verdiene. Ich nutze nur gerade die Zeit, in der keine meiner Hände an meinem Pimmel ist, da kann man keine hochwertigen Ergüsse erwarten iksdeh.
>>
Nr. 27945
>>27944
Egal von wem das Zitat ist, es zeigt nur ein massives Un- bzw. Fehlverständnis der Wissenschaft. Außer es ist explizit zu Trollierungszwecken erdacht worden.
Wenn jemand vor tausenden von Jahren dachte, die Erde sei flach, dann war das damals der aktuelle Wissensstand und der Mensch kann durchaus ein hochintelligenter Experte gewesen sein.
>>
Nr. 27946 Kontra
>>27945
Genau deswegen ist es auch so lächerlich, wenn sich momentan alle auf die Wissenschaft berufen, sei es jetzt beim Klimer (99% aller Klimaforscher!!1) oder bei Corinna (wo man kritische Stimmen einfach aus Gremien und dem öffentlichen Diskurs drängt). Wissenschaft ist eine Methode und kein feststehender Inhalt, Vorläufigkeit und nie Letztgültiges. Da zeigt sich nur die Unfähigkeit der Politik eigene Entscheidungen auf eigene Verantwortung zu treffen und notfalls auch dafür gerade zu stehen.
>>
Nr. 27948
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>>27946
Metatake aber: es gibt berechtigte Kritik und es gibt Kritik, die ohne Umwege in die Tonne wandern darf. Kritik als Form verbürgt nicht für deren Inhalt. Ergo kann man auch mal kritische Dumpfbacken aus dem Diskurs flippen. Wir kommen also zu der Frage, welchen Stimmen man berechtigterweise Gehör schenken sollte und welchen nicht. Übrigens auch eine Frage der Aufmerksamkeit, welche begrenzt ist, höchstens mit Hilfsmitteln anders verteilt bzw. angegangen werden kann. Kritik kann jeder, sorry, aber ja des isso und qualifiziert dementsprechend für wenig.
>>
Nr. 27953
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>>27945
>Egal von wem das Zitat ist, es zeigt nur ein massives Un- bzw. Fehlverständnis der Wissenschaft.
Eigentlich sollte es das Gegenteil sagen: Es sollte sagen, dass nur weil Experten was sagen es nicht zwangsweise stimmen muss, und vor allem dass die Phrase "Experten sagen..." heutzutage gerne vorgeschoben wird, um wünschenswerte Ergebnisse zu erzielen, vor allem da es auch Experten gibt, die für Geld eine Menge sagen. Daher sollte man vorsichtig sein, wenn einem endgültige Wahrheiten für äußerst komplexe Sachverhalte präsentiert werden. Als Beispiel sei hier Milchkonsum genannt: Jahrzehntelang ein Garant für stabile Knochen und gute Zähne, aber kaum wünscht sich die Politik weniger tierische Landwirtschaft finden Experten immer wieder heraus wie schlecht Milch eigentlich ist. Nur Zufall? Das muss natürlich nichts heißen, stimmen kann es trotzdem. Aber es riecht zumindest fischig. Aber wäre jemand ernsthaft überrascht, wenn Milch als gesundes Nahrungsmittel rehabilitiert würde, wenn man plötzlich feststellen würde, dass man einen Milchüberschuss in der Landwirtschaft hätte? Und würden uns das dann auch wieder "Experten" sagen?

>>27946
>Wissenschaft ist eine Methode und kein feststehender Inhalt, Vorläufigkeit und nie Letztgültiges
Ja, so ist es, und umso wichtiger ist es, dass man wissenschaftliche Erkenntnisse, die nur allzu gut in die Narrative eines Erzählers passen, nicht ungefragt schluckt. Besonders wenn dieser Erzähler etwas von einem möchte.

>>27948
>Übrigens auch eine Frage der Aufmerksamkeit, welche begrenzt ist, höchstens mit Hilfsmitteln anders verteilt bzw. angegangen werden kann.
Sehr wichtiger Punkt. Der Normalbürger kann sich in wissenschaftlich relevante Themen in der Regel nicht selbst einarbeiten. Oft sind das ja Themen, bei denen sich selbst die Experten nicht einig sind, und woher sollte ein Normalbürger dann die Kompetenz haben, da mitreden zu können? Man ist also auf Aggregatoren angewiesen: Medien, Suchmaschinen, soziale Netzwerke, Blogs und so weiter. Kritik ist zudem schnell geäußert, aber schwer zu widerlegen, und wer am lautesten und radikalsten kritisiert, wird am meisten gehört (siehe auch: Bilderbretter).
>>
Nr. 27955
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>>27953
Zu deinem ersten Absatz und dem Milchbeispiel: Das kann natürlich auch einfach eine Korrelation sein, für die es zahlreiche Erklärungen geben könnte. War es nicht bei Zucker und anderen Dingen ähnlich? In den 1950er Jahren gab es da auch so einige Experten...
Dass führt mich dann zu deinem dritten Absatz, der sich auf meinen Pfosten bezieht. Mit der Aufmerksamkeit meinte ich tatsächlich nur Experten erstmal, also schon allein bei den ganzen Experten gibt es nur ein begrenztes Kontingent an Aufmerksamkeit, die man den ganzen Expertenstimmen zu einem Thema widmen kann. Und wenn da dann Experten bei sind, deren Argumentation fischig ist, egal wie kritisch die auf den ersten Blick auch aussehen mag, dann gehört der/die Expert/in aussortiert und die Aufmerksamkeit wieder entzogen, weil einfach inhaltlich vielleicht schon nicht sauber gearbeitet worden ist. Experten und Interessen bzw. Experten mit gewissen Filiationen sind dann schonmal genauer unter die Lupe zu nehmen und man kann sich dann Fragen, ob da Einschätzungen und Geldzahlungen bzw. andere Vorteile oder was auch immer im Spiel sind. Dazu übrigens Robert Proctor auf der DuRöhre suchen. Ernst ist er durch das Feld der Agnotologie/Agnotology bekannt, dem Studium von Ignoranz bzw. wie Ignoranz geschaffen wird, Proctor exerziert das an der Tabakindustrie durch und wie sich heraustellt, sind auch bei diesem Vorgang Experten enorm wichtig, dass dürfte übrigens für alle Lobbies gelten, Zucker, Milch etc.
In einem zweiten Ring kommt dann die Aufmerksamkeitsökonomie der Medien und daran angeschlossen die Menschen ohne Expertise in einem speziellen Bereich.
Expertentum ist ambivalent, allerdings seit gut 100 Jahren Teil gesellschaftlicher Organisation, gesellschaftlicher Planung und damit auch immer in policy-Prozesse verwickelt (kenne den deutschen Begriff zu policy nicht).

Hier gibt es z.B. einen Aufsatz zur Verwissenschaftlichung des Sozialen im 20. Jahrhundert
https://www.jstor.org/stable/40185818

Wie man an den dran kommt, ist Ernsten, denke ich, geläufig?
>>
Nr. 27964
>>27953
>Eigentlich sollte es das Gegenteil sagen: Es sollte sagen, dass nur weil Experten was sagen es nicht zwangsweise stimmen muss, und vor allem dass die Phrase "Experten sagen..." heutzutage gerne vorgeschoben wird, um wünschenswerte Ergebnisse zu erzielen, vor allem da es auch Experten gibt, die für Geld eine Menge sagen.
Jo, sowas muss man halt dann aber auch vorher mal irgendwie spezifizieren. Der Schwammbegriff "Experte" allein kann halt vieles implizieren. Und in Verbindung mit dem "Erde flach" hat der Spruch halt die eindeutige Konnotation einer wissenschaftsfeindlichen Grundeinstellung.
Das es "Experten" gibt, die für Geld alles sagen, ist ja auch bekannt, ist aber kein Problem der Wissenschaft an sich, sondern von schwachen Menschen.
Und dass man komplexe Sachverhalte nicht von Anfang an ganz erfassen kann, sollte jemandem mit einem IQ über Raumtemperatur auch klar sein. Aber nur, weil wir so wenig über den Meeresboden wissen, heißt das nicht, dass das es bei dem Wirkmechanismus einer DNA-Helicase noch viel zu entdecken, bzw. irgendwas großartig zu revidieren gilt, oder bei der Herstellung von Schwefelsäure aus elementarem Schwefel oder bei der Lösung von Schach.
Wenn irgendwelche althergebrachten Sachen revidiert werden, dann, weil sich in langer Zeit - länger als ein Mensch daran forschen kann - neue Aspekte aufgetan haben. Wie schon gesagt, wir wissen wenig über den Meeresboden, aber das Ökosystem ist rein mechanistisch überhauptnicht in einem Augenblick zu erfassen, d.h. es müssen Generationen von Forschern nach und nach die Geheimnisse entschlüsseln und wenn heute jemand was postuliert, kann durchaus in 20, 30, 50 Jahren jemand was entdecken, was das Ganze auf den Kopf stellt.
Das heißt natürlich NICHT, dass Genderquatsch kein unwissenschaftlicher Müll ist, der rein ideologiegetrieben von irgendwelchen Geisteskranken forciert wird.
>>
Nr. 28110
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>Moralische Entrüstung besteht in den meisten Fällen aus 2% Moral, 48% Hemmungen und 50% Neid.
  • François de La Rochefoucauld

Beschreibung der Tendenz, dass Leute, die sich über die Privatangelegenheiten andere Leute aufregen, die Moral gerne als hochtrabendes Feigenblatt verwenden, um ihre eigenen Defizite zu verbergen.
>>
Nr. 28112 Kontra
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>>28110
Erinnert mich an etwas...
>>
Nr. 28893
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>Ich kriege nicht alle Frauen die ich will, aber ich kriege alle Frauen, die mich wollen
  • David Lee Roth
>>
Nr. 35683
Ernst hatte Schwierigkeiten GF zu finden. Die Tonkrugverkäufe von Hamed, der 150 Jahre zuvor in einem Vorort von Rabat lebte, waren davon nicht beeinträchtigt.

Ernst fand ein GF und zeugte 2 Kinder. Er bekam dafür 20 Punkte von seinem Gott.

Ernst fand ein GF und zeugte 2 Kinder. Aber er vergaß einen Baum zu pflanzen, somit waren die Kinder ungültig.

Ernst fand ein GF und zeugte 2 Kinder. Er bewahrte das Andenken an seine Person somit 0,000000001% länger als im Universum üblich.

"Wie kannst du nur so viel Computer spielen" fragte er, nahm ein Buch und verpasste sich einen neuen Fix fremder Gedanken.

Ich bin ein Altruist, weil ich mich dabei gut fühle.

Ernst regte sich jeden Tag über die Nachrichten auf. Bis er vergaß sie zu lesen.

Sie sagten Ernst er solle was erreichen im Leben. Daraufhin ging er zum Kühlschrank.
>>
Nr. 35684
>>35683
Weniger Aphorismen als der Versuch einer Sponti-Imitation, zehnalterkantig, denglisch, sperrig.
Alles in allem eher so 4/10.
Munzelte bei dem letzten Spruch. Die letzten drei Zeilen könnten in einem Raptrack in einem passenden Kontext funktionieren; das mit dem Altruist würde vermutlich mühelos in irgendwas von Audio88 & Yassin passen.
>>
Nr. 36544
>>27377
Wer mit dem Finger auf andere zeigt, zeigt stehts mit drei Fingern auf sich selber
>>
Nr. 36758
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>>36544
Is des so?
>>
Nr. 36760
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>>36544
Das heißt aber auch, dass wenn ich mit dem Finger auf mich zeige, ich gleichzeitig mit 3 Fingern auf Andere zeige. Und ja, ich habe das gerade ausprobiert. Erinnert mich zudem an manche Arbeitsverteilungen auf der Weide, wenn jemand sagt "ich mache das" und du schon weißt dass es jemand Anderes wird ausbaden müssen.
>>
Nr. 36842
>>36760
Nur noch getopt von der Ankündigung
"Wir müssen heute noch:
.-
.-
.-
.-
Ich fahre jetzt zur Post"
>>
Nr. 36843
>>36842
Ernst hat angefangen außerhalb monetär kontextualisierter Hierarchien insbesondere unter dem Gesichtspunkt nicht durchzusetzender Repressalien einfach nicht mehr auf solche Nicht-Anweisungen zu reagieren.
"Man müsste mal" "Es sollte man" "Man könnte..." - Nein, nicht mein Problem, Pech. Sag was du willst oder machs halt selber.
>>
Nr. 37663
Krankenkassen sind Solidarsysteme. Die, die es sich leisten können, haben natürlich ihr Eigenes.

Es gibt die Praxis, dass Dominas ihre Sklaven unter Androhung von Strafen dazu zwingen ihnen Geld zu überweisen, welches sie für ihren eigenen Luxus ausgeben. Das nennt man Zahlschweine, manchmal auch Rundfunkbeitrag.

Die Erde hat ihren eigenen Weg böse Menschen zu kennzeichnen: Sie sammelt Öl unter ihren Füßen.
>>
Nr. 37783
"Warum Social Credit-Systeme unmenschlich sind" lautete der Titel seiner Abschlussarbeit, für die er eine Eins mit Sternchen erhielt und somit an einer Elite-Uni studieren konnte.
>>
Nr. 37785
Eine Diskussion im Internet zu gewinnen ist, wie bei den Special Olympics eine Goldmedaille zu erringen - egal was passiert, du bist immernoch behindert.
>>
Nr. 37827
>>37783
Warte mal, auf was für einer Schule war der denn, dass er eine Abschlussarbeit schreiben muss, um studieren gehen zu können? Zu meiner Zeit gabs einfach Abitur.
>>
Nr. 37829
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>>37827
>Warte mal, auf was für einer Schule war der denn, dass er eine Abschlussarbeit schreiben muss, um studieren gehen zu können?
Auf einer Elite-Schule, auf die er nur gehen konnte, weil seine vorherige Abschlussarbeit so gut war. Frag nicht weiter bitte ;_;
>>
Nr. 37831
>Wer eine Brille trägt, sieht meistens besser

>Neid ist das, was den Menschen vom Rind unterscheidet

>Bücher und Altpapier sind beides Photosyntheseprodukte

>Ein Stuhl für einen Bauern ist wie ein Thron für einen König

>Hüte dich vor Menschen mit Nachttischlampen, denn sie haben Geheimnisse
>>
Nr. 37846
"Wenn die, die reinwollen, die, die rauswollen nicht rauslassen, können die, die rauswollen, die, die reinwollen nicht reinlassen."
>>
Nr. 38086
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Jetzt hatte ich neulich noch irgendwo gesagt, dass der Satz "Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht des Versagers" aus dem Deichkind-Lied "Arbeit nervt" stammt. Das ist zwar richtig, doch ich hätte mir eigentlich denken können, dass das nicht von denen selbst ist. Man merkt ja dass der Satz rhetorisch in einer anderen Liga spielt ist als ihre restlichen Texte. Habe es gerade gegurgelt, es ist ein Zitat von Oscar Wilde.
>>
Nr. 38087
>>38086
Wilde war ohnehin eine Bonmot-Maschine, den kann man immer zitieren.

Das hier finde ich ganz schön, insbesondere im bilderbretternden Kontext

>Der Mensch ist am wenigsten er selbst, wenn er für sich selbst spricht. Gib ihm eine Maske, und er wird dir die Wahrheit sagen.
>>
Nr. 38105
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>>38087
>Wilde war ohnehin eine Bonmot-Maschine, den kann man immer zitieren.
Es ist der Wahrheit, musste schon mehrfach gut munzeln :3 https://gutezitate.com/autor/oscar-wilde/
>>
Nr. 38126
>>38086
Ha! Habe den Pfosten gelesen damals und mich auch gewundert.
Danke für die Richtigstellung.
>>
Nr. 38301
>Die Heimat ist der Ort, wo das Herz auf ewig wohnt, egal, ob es dort stinkt
Janosch

Findet Ernst eine sehr schöne Erklärung, weil er absolut recht hat. Ernst kommt vom Dorf, so mit bornierten Provinzdeppen, Tratsch und CDU seit anno dazumal. Keinerlei Perspektiven für Ernst, weshalb er auch abgehauen ist von dort. Hätte er dort eine anständige Arbeit finden können, wäre er aber geblieben, denn er denkt oft an seine Heimat und hat bis jetzt erst einen einzigen Ort kennengelernt, wo er zumindest nicht viel weniger gern leben würde.
>>
Nr. 38329
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Wenn du bei Ernst lauerst, verändert sich nicht Ernst. Ernst verändert dich. DAS IST ES!

Habe ich gerade erfunden, w-wirklich.
>>
Nr. 38330 Kontra
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>>38329
Hier, lass mich dir ein bisschen helfen.
>>
Nr. 38630
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"Regelmäßige Teambuilding-Treffen und ein Tischkicker sind die besten Ideen um unsere Arbeitsplätze attraktiver zu machen." befand der Manager, bevor er bei 30 Grad Raumtemperatur und langer Anzughose einen Kreislaufkollaps erlitt.
>>
Nr. 38641
>>38630
Fasteh ich nicht ok
Außerdem ist "Anzughose" in dem entsprechenden Kontext ein typisches weibliches Kleidungsstück
>>
Nr. 38642
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>>38641
>Fasteh ich nicht ok
Weil es in Büros im Sommer oft so heiß ist, aber trotzdem fast immer Pflicht für lange Hosen herrscht. Und dann denken die Leute dass Sachen wie Tischkicker die Zufriedenheit der Mitarbeiter verbessern könnten, während parallel der Hitzeelefant im Raum steht, an den sich aber historisch bedingt niemand dran traut weil kurze Hosen für Männer am Arbeitsplatz irgendwie haram sind.
>>
Nr. 38665
>>38642
Kurze Hosen sollten für Männer allgemein haram sein.
>>
Nr. 38711
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>>38665
>Kurze Hosen sollten für Männer allgemein haram sein.
Ich finde das unironisch ungerecht. Die Mödels dürfen beinfrei tragen und ich nicht. Und ich muss dann bei Hitze in langer Hose rumstehen - etwas was ich auf den Tod nicht ausstehen kann. Ich nehme mir inzwischen schon immer die kurze Hose mit und ziehe mich um bevor ich gehe, weil ich bestimmt nicht bei 32 Grad und Sonne in langer Hose zum Bahnhof latsche und dann in einem Zug 45 Minuten ohne Klimaanlage stehen muss weil überfüllter Pendlerzug. Ich meine ich gönne das den Mullen, aber ich will auch meine kurze Hose.
>>
Nr. 38716
>>38642
Versteh ich immer noch nicht. Von langen Hosen kriegt man keinen Kreislaufkollaps. Arschwasser ja, das ist halt unangenehm.
Aber zugeknöpfte Hemden, Krawattenzwang und/oder Sakko sind ja wohl wesentlich schlimmer, oder nicht?
Alternativ: Such dir halt nen besseren Tschopp in nem Laden mit Klimaanlage. soeinfachistdas.gif
>>
Nr. 39253
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"Mode" ist lediglich eine kompakte Formulierung für "Ich lasse mir gerne Dinge von Anderen vorschreiben".
>>
Nr. 39256
>>39253
Und was ist mit den Leuten, die Mode machen?
>>
Nr. 39288
>>39256
Die machen eine schöne Menge Geld damit, es sei ihnen gegönnt.
>>
Nr. 39289
>>39288
Und Leute, die ihre Kleidung selbst nähen?
>>
Nr. 39290
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>>39289
Nicht einen Aphorismus mit universellem Gültigkeitsanspruch verwechseln. Die Verdichtung auf einen Satz bedeutet fast immer, dass Spezialfälle nicht betrachtet werden. Beispiel:
>Soldaten sind Mörder.
>Ernst: Und was ist mit denen im Innendienst?
Würde Tucholsky jetzt widerrufen? Eher nicht.
>>
Nr. 39302
>>39290
a) "Soldaten sind Mörder" ist kein Aphorismus.
b) sollte man diesen Faden vielleicht mal langsam in "Duschgedanken" umbenennen, denn Aphorismen sind diese wenig durchdachten Oberstuflerkantensprüche alle definitiv nicht.
und
c) ist es doch ausdrücklich erwünscht, die in diesem Faden pfostierten geistigen Ergüsse höherer oder minderer Qualität auch zu diskutieren, aber ich bin scheinbar der Einzige, der das auch tut.
>>
Nr. 39315
>>39302
Mir geht es nicht drum dass man nicht kritisieren soll, ich finde halt nur du machst es dir zu einfach. Du suchst ein Gegenbeispiel um etwas zu widerlegen was per Definition keinen Absolutheitsanspruch hat, und wenn man dich darauf hinweist erzählst du was von Oberstufenkantensprüchen. Aus meiner Sicht lieferst du für dein eigenes Anspruchsdenken, welches dich scheinbar befähigt das Geschriebene von oben abzukanzeln, zu wenig Substanz.
>>
Nr. 39322
>>39315
Ach Ernst, dann liefer halt mal was anderes als undurchdachte Zehnalter-"ich bin so tief und gesellschaftskritisch"-Sprüche, dann muss ich da auch nicht so rumkritisieren.
Es geht nichtmal darum, dass deine Sprüche keinen Allgemeingültigkeitsanspruch haben, sondern dass die eben nicht nur keinen Allgemeingültigkeitsanspruch haben, sondern oft recht spezifisch und dann auch noch arg umständlich formuliert sind und keine Einsichten wiedergeben, sondern lediglich eine einfache Meinung oder ein Postulat/Unterstellung/Extrapolation.

Siehe auch
>>38630
>>37783
>>37663
>>35683

Keine Ahnung, ob die alle von dir sind, aber die sind halt einfach zu leicht zu kritisieren, weil extrem umständlich geschrieben und vor Zehnalterintellektualität strotzend. Pass auf, ich kann das auch:
>"Ich bin so kluk", dachte er, während er im Aphorismenfaden auf Ernstchan seine Duschgedanken pfostierte.
Genau derselbe Stil, genauso gehaltvoll.

Hier mal was von Max Goldt zum Thema, wie man professionell aphoristisch klingt:
>Ich sollte eine private Zuckerstückchenedition herausbringen mit aphoristischen Definitionen, wie 'Aufräumen ist, was man macht, bevor Besuch kommt' oder 'Die Überbevölkerung sind alle, die Dich nicht lieben' oder 'Wein ist, was man trinkt, wenn das Bier alle ist'
>>
Nr. 39324
>>39322
Ein Gysi auf der Straße und ein Stalin im Bett - tja das bin ich.
Was soll man machen?
>>
Nr. 39435
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Es ist besser den Mund zu halten und für einen Narren gehalten zu werden, als den Mund aufzumachen und alle Zweifel zu beseitigen.

Dr. phil. L. Simpson
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Nr. 39436
>>39435
Ätsch, selber doof!
>>
Nr. 39439
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>>39435
Da gab es doch noch diese Redensart: "Er hätte Philosoph sein können, hätte er geschwiegen."

Auf der anderen Seite: "Lieber einen Freund verlieren als eine Pointe verpassen." Das ist wohl eine Echtleben-Variante von "Für die Lachse!"
>>
Nr. 39440
>>39439
In der Tat. "Si tacuisses, philosophus mansisses", um mal den Lateiner raushängen zu lassen.
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Nr. 40856
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Freiheit ist die Folter der 1000 Möglichkeiten.
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Nr. 40857
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Was ist ein Afrodismus?
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Nr. 40858
>>40856
Das ist wahr, sofern man
a) nicht in der Lage ist zu priorisieren und
b) zu feige ist, dann auch einen Schritt in eine Richtung zu tun und die Verantwortung dafür zu übernehmen.

Ernst hat mal in einer Buchhandlung ein Buch gesehen mit einem Titel wie "Die Qual der Wahl - Warum zu viel Entscheidungsfreiheit uns krank machen kann" oder so. Bei sowas platzt Ernst fast die Hutschnur. In dem Buch ging es z.B. auch unter anderem um diese vorkuratierten Apple-Äpps und sowas.
Andererseits denkt Ernst durchaus, dass viele Menschen mit einem durchkomponierten Leben, in dem man nur einfache binäre Entscheidungen zu treffen hat wie "Trage ich heute braune oder blaue Hosen" wesentlich zufriedener wären als mit einem Leben, in dem man Entscheidungen treffen und sich den entsprechenden Konsequenzen stellen muss.

>>40857
Das ist, wenn ein Holländer geil ist. Nicht zu empfehlen.
>Holland ist das was man sagt wenn man an Käse denkt.
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Nr. 42592
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Die Chance am Klimawandel zu sterben ist geringer als die Chance an Snickers zu sterben
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Nr. 42594
>>42592
Könnens das mit Zahlen, Dahtn und Fakten belägen, Här Lauaht?
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Nr. 42596
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>>42594
Nein. Und Snickers habe ich auch keine mehr ;_;
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Nr. 42597
>>42596
Dann lieber nicht vor die Tür gehen.
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Nr. 42848
>Wenn die Scheiße hinten drückt, sollte man lieber oben nichts mehr reinschieben.
Bertolt Brecht
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Nr. 43207
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So, heute läuft es mal andersrum: Heute nehmen wir uns zufällige Aphorismen und zerreißen die Autoren in der Luft wie die intellektuellen Leichtgewichte die sie sind: https://aphorismen.de/suche?spezial=zufall und los gehts!

>Einsamkeit bringt am wenigsten Freiheit, höchstens Freiheiten
Schon mal mit einer Psychomulle zusammen gewesen? Schon mal eine Gefängniszelle mit einem Vergewaltiger geteilt? Schon mal in einem Zug der deutschen Bahn gefahren? Offenbar nicht, denn sonst würde man die aus der Einsamkeit resultierende Freiheit nicht so einfach abtun. Diese semantische Spielerei ist nur zu retten durch eine Entstellung des Begriffs der Einsamkeit zur ausschließlichen Abwesenheit des einen geliebten Menschen, und spätestens dann wird auch klar dass der Wortschatz des Autors nicht ausreichend war um seinen eigentlichen Gedanken unfallfrei zu Papier zu bringen. Ob er die Freiheit haben wird einen neuen Versuch zu starten? Am Samstag muss schließlich der Rasen gemäht werden und am Sonntag kommt die Schwiegermutter zu Besuch!

>Die Liebe ist die unendliche Schöpferin des Lebens
Was passiert wenn Deutsch-Leistungskursler die Wendy lesen und dabei Kuschelrock hören? Richtig: Schwüle Sätze wie dieser. Eine horrende Verklärung einer evolutionär entwickelten Eigenschaft zu einem Selbstzweck. Man sollte der Dame sagen dass Liebe eine relativ neue Erfindung der Natur ist, während sich das Leben schon seit einigen hundert Millionen Jahren auf der Erde austobt. Besser also das Justin Bieber-Poster abhängen, die Wendy zur Seite legen und statt dessen Biologie-Grundlagen pauken, dann bleibt uns solch schwülstige Zehnalter-Poesie zukünftig erspart. Und dann klappt es auch mit dem Abi.

>Jeder Mann braucht fünf Ehefrauen: einen Filmstar, ein Dienstmädchen, eine Köchin, eine Zuhörerin und eine Krankenschwester.
Eine unerträgliche Projektion der Unfähigkeit des Autors eine Beziehung zu führen auf den Rest der männlichen Welt. "Ich bin Mark Twain, nur 5 Frauen sind gut genug für mich, und wenn ich keine erfüllende Beziehung haben kann, dann kann es ja wohl niemand." Das Einzige was wir hier an Erkenntnis mitnehmen können ist das Selbstbild des Autors, der sich mal eben zum Maßstab erklärt, an dem sich mal eben alle Frauen der Welt messen lassen müssen. Wir sind daher gut beraten seine Polygamie-Phantasien wissend abzunicken und die Welt nicht durch die Augen seines gewaltigen Egos zu betrachten: Unser Leben wird es uns danken durch weniger mit Verblendung kaschierter Verbitterung.
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Nr. 43218
>>43207
Am Anfang dachte ich noch "ok, ja, fragwürdiges Zitat", aber beim letzten hab ich gemerkt, was Sache ist.
Idee ist ok, aber die Durchführung goutiere ich nicht.
Dem K*hlpack, das hier immer mal wieder reinschneit, sollte man nicht den Eindruck vermitteln, das hier Leute wirklich dumm sind.
Oder benenn die Aufgabe um in "Wir nehmen Aphorismen wörtlich".

>Das Wort und die Wörtlichkeit verhalten sich zueinander wie Werk und Wirklichkeit. - Gebhard von Blauenstein
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Nr. 43219
>>43207
Protipp: erfüllende Beziehungen sind eine Erfindung der Wendy, weiß sogar der Deutsch-LK und lacht über dich.
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Nr. 43258
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>>43218
>>43219
Wenn man sich in meinem Schurzpfosten suhlt verändert sich nicht mein Schurzpfosten. Mein Schurzpfosten macht dich stinkend.
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Nr. 43323
>>43258
>Schurzpfosten
Sag, welcher Deutschball auf /int/ bist du?
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Nr. 43325
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Nr. 48694
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Büroarbeit ist NEETen mit Gehalt.
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Nr. 51978
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>>27282
Ist der Witz die phallusartige Zigarre und das Freud daran saugt?
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Nr. 54640
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Kirchen sind wie Nutten, beide verkaufen die Illusion geliebt zu werden.
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Nr. 55417
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OI ist das Gewürz, mit dem auch das kantigste Gericht nach Avantgarde schmeckt.