/b/ – Passierschein A38
„Migranten müssen EC und Seine Werte akzeptieren“

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Nr. 3156
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Ein Mann wandert im Wald. Langsam wird es spät, und er verläuft sich. Es ist irgendwann so dunkel, dass er kaum noch etwas sehen kann, und es beginnt auch noch zu gewittern. Nach einer Weile kann er im Blitzlicht eine Hütte erkennen. Er geht zu ihr hin, klopft, vernimmt aber kein Lebenszeichen. Er entschließt sich, die Nacht dort zu verbringen. Er richtet sich dort ein, und schläft. Irgendwann wacht er mitten in der Nacht auf, das Gewitter ist noch schlimmer geworden, ständig blitzt es. Er kann nun erkennen, dass an den Wänden des Hauses seltsam gruselige Köpfe sind. Er fühlt sich beobachtet, die Augen der Köpfe scheinen ihn zu verfolgen. Trotzdem schafft er es, wieder einzuschlafen. Als er am Morgen wieder aufwacht, erkennt er, dass er in einem Glashaus geschlafen hat.
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Nr. 3157
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Als ich morgens aufwachte, fühlte ich mich sehr unweise. So fragte ich meinen Freund Hans-Dieter: "Was kann ich tun, um weise zu werden?" Und er antwortete mir: "Das ist doch ganz klar: Du musst reisen! Lerne die Welt kennen, treffe interessante Leute und erweitere deinen Horizont. Das ist gut, das haben Goethe, Tucholsky und Mark Twain schließlich auch schon gesagt." - "Das klingt gut", sagte ich, "Goethe, Tucholsky und Mark Twain können sich schließlich nicht alle drei geirrt haben. Gleich morgen fahre ich ins Nachbardorf und stelle mich an den Eingang vom Supermarkt. Dort werde ich ganz schnell ganz viele Leute sehen, die ich nicht kenne, das wird mich schnell weise machen." - "Nein nein" antwortete Hans-Dieter, "du musst weiter weg. Ins Ausland, am besten auf einen anderen Kontinent." - "Ah, ich verstehe. Je weiter, desto besser." - "Ja genau, jetzt hast du es verstanden." Also berechnete ich ein Ziel, welches mir erlaubte, möglichst viele Menschen in möglichst großer Entfernung zu treffen. Meine Wahl fiel auf China, denn das ist weit weg, und es leben viele Menschen dort.

Also nahm ich mir 2 Wochen Urlaub und flog nach China. Schon am Flughafen begann ich, jede Person mit "Hallo" zu begrüßen, und machte dann jedesmal einen Strich auf meinem Zettel, denn die genaue Zahl der Leute, mit denen ich Kontakt hatte, könnte relevant sein für die Berechnung der durch die Reise gewonnenen Gesamtweisheit. Da aber auch der Kontakt mit dem Land selbst eine Bedeutung haben könnte, rollte ich mich hin und wieder über den Boden, nur um sicher zu gehen. Das GPS auf meinem Handy zählte die Meter, die ich hier zurücklegte, und ich war mir nicht sicher, ob Taxi fahren auch zählte.

Schließlich waren die 2 Wochen um und auf dem Heimweg fragte ich mich, ob man durch die Annäherung an seine Heimat einen Teil der erlangten Weisheit wieder verliert, doch das schien mir unwahrscheinlich. Kaum stieg ich aus dem Flieger fühlte ich jedoch schon, wie meine Weisheit langsam wieder abnahm, ja noch schlimmer: Ich fühlte, wie ich hier meine Zeit vergeudete, denn schließlich hätte ich jetzt schon wieder auf Reisen sein und mein Weisheitskonto weiter befüllen können. Also fuhr ich gar nicht erst nach Hause, sondern nahm direkt den nächsten Flieger nach Indien, denn dort leben auch viele Menschen. In Indien begab ich mich sogleich an den Strand, denn ich war vorbereitet: Das ist der Ort, wo sich die weisen Menschen aus aller Welt treffen, und in der Tat, es wimmelte nur so von weisen Menschen. An ihren Gesichtsausdrücken konnte man den Grad ihrer Weisheit ablesen. Nur einmal zuvor hatte ich so viel Weisheit in einem Gesicht gesehen: Bei Hans-Dieter in der Eckkneipe nach dem 12. Bier. Kein Wunder, dass er so gute Tipps für mich hatte.

[Fortsetzung folgt]
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Nr. 3158
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>>3157
Hier blieb ich jedoch keine 2 Wochen, denn um die größtmögliche Menge an Weisheit zu erlangen, wollte ich möglichst viele Orte sehen, da konnte ich unmöglich eine ganze Woche an einem Ort verbringen. Ich achtete stets darauf, mit jedem Menschen nur ein Wort zu sprechen, denn sprach ich mal notgedrungen mehr, dann beschlich mich sofort das Gefühl, dass mir schon wieder ein Quentchen Weisheit entgangen war. Schließlich beschränkte ich mich darauf, nur maximal einen Tag an einem Ort zu verbringen, und dann sofort in die nächste Stand weiterzureisen. Am besten Millionenstädte, wo der Flughafen dicht an der Innenstadt war. Dort konnte man sich schnell per Taxi an einen belebten Ort bringen lassen, rausspringen, allen Hallo sagen und wieder per Taxi zurück an den Flughafen fahren. Ich hatte meine Weisheitsproduktion inzwischen optimiert und fragte mich, ob die restlichen Menschen mir überhaupt noch gewachsen sein würden, besonders der Schulze aus dem Büro gegenüber.

Als ich alle Millionenstädte durch hatte, klapperte ich noch schnell die üblichen Sehenswürdigkeiten ab, Macchu Picchu, die Pyramiden, das Taj Mahal und so weiter. Wie ein Blitz traf mich die Erinnerung, dass ich nach meinem Abi nie ein halbes Jahr in Australien war. Noch nicht mal den Jakobsweg war ich gegangen. Kein Wunder, dass ich noch vor Kurzem dieses gewaltige Defizit an Weisheit in mir spürte. Der Gedanke, das die Erde sich mit 30km/s um die Sonne bewegt, diese wiederum um den Kern der Milchstraße kreist, und wir dadurch alle irgendwie zu Reisenden werden, verwirrte mich nur kurzzeitig. Von solchen Gedankenspielen würde ich mich nicht aus dem Konzept bringen lassen, nicht jetzt, wo ich doch schon so weit gekommen war.

Dann schließlich war es soweit: Ich hatte alle Länder der Welt bereist, hatte Kontakt mit Millionen von Menschen, und mit mindestens einem Menschen aus jedem Land (und mit den meisten ethnischen Untergruppen, sofern sie sauber auf Wikipedia erfasst waren). Ich hatte jedes Naturwunder und jedes Bauwerk von Relevanz mit meinen eigenen Augen gesehen. Mag sein, dass inzwischen einige Neue errichtet wurden, ganz perfekt würde meine Weisheit nicht sein, das war mir klar, aber immerhin bildeten sich keine neuen Länder durch Krieg oder Ähnliches, was meine Reise unnötigerweise verlängert hätte. Nun trat ich also den Heimflug an. Da ich all mein Hab und Gut schon längst verkauft hatte, bat ich Hans-Dieter, mich am Flughafen abzuholen. Er brachte seine neue Frau mit, die er im Supermarkt im Nachbardorf kennengelernt hatte, und seine kleine Tochter. Die Hände in die Hüften gestemmt und mit einem breiten Lächeln sah er mich an, wie ich aus dem Flieger ausstieg.

Er sprach zu seiner Tochter: "Schau genau hin, mein Schatz! Dort kommt ein weiser Mann, der die ganze Welt gesehen hat, von dem kannst du noch was lernen. Hey!" rief er, und winkte mir zu, "sag doch mal etwas Weises!" Ich überlegte nicht lange und sprach: "Erst wenn der letzte Flieger gelandet, der letzte Rucksack geschultert und das letzte Street Food gefressen ist wirst du realisieren, dass Goethe, Tucholsky und Mark Twain kein Internet hatten."
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Nr. 3167
Die erste Geschichte habe ich glaube ich nicht ganz verstanden. Die Zweite über das Reisen-Bildet!!1-Mem fand ich ziemlich gut :3
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Nr. 3168
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>>3167
>Die erste Geschichte habe ich glaube ich nicht ganz verstanden
Bin ebenfalls nicht ganz sicher. Würde entweder tippen auf einen Mann, der mit Glück die Zombieapokalypse überlebt hat, oder der seine eigenen Dämonen erkennt, mit dem Glashaus als Metapher für seine eigene Persönlichkeit. Das wären zumindest meine Ansätze, aber vielleicht hat sich OP ja was ganz Anderes dabei gedacht. Ist ein bisschen wie früher in der Schule bei der Interpretation von Texten. Man überlegt sich was Passendes, und dann sagt der Lehrer: "Jaa, aber: Nein. Es ist anders. Weil ich es sage."

>Die Zweite über das Reisen-Bildet!!1-Mem fand ich ziemlich gut :3
Das freut mich :3 Anstatt mich über dieses Mem immer im Echtleben in Rage zu reden und dafür in der Regel Unverständnis zu ernten dachte ich, ich mache mir mal auf diese Art Luft. Es wird für mich wohl ein ewiges Mysterium bleiben, wie Leute das Bewegen ihrer Körper von Ort A zu Ort B unter Vergewaltigung der Umwelt zwecks Befriedigung der persönlichen Abenteuerlust als Quelle höherer Erkenntnis verklären können.
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Nr. 3184
68 kB, 571 × 570
>>3158
>die üblichen Sehenswürdigkeiten
>Macchu Picchu
>übliche Sehenswürdigkeit
dieser ernst hält macchu picchu für einen wirklich besonderen ort und will ihn unbedingt einmal lebend sehen. leider haßt ernst das fliegen.
kühle geschichte übrigens. lediglich das wort "weise" nervte aufgrund der häufigkeit ein wenig, aber vielleicht war das ja beabsichtigt.
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Nr. 3185
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>>3184
>kühle geschichte übrigens.
Freut mich, dass es Ernst gefällt :3
>lediglich das wort "weise" nervte aufgrund der häufigkeit ein wenig, aber vielleicht war das ja beabsichtigt.
In der Tat, die ständige Wiederholung des Wortes sollte den absurden Charakter der Geschichte unterstreichen. Das Wort selbst ist natürlich austauschbar, man hätte genauso gut "Bildung" oder so einsetzen können. War nur das Erstbeste, was mir eingefallen ist.
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Nr. 3457
Zu verkaufen:
Babyschuhe, ungetragen.
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Nr. 3483
>>3156
>Als er am Morgen wieder aufwacht, erkennt er, dass er in einem Glashaus geschlafen hat.

Was für Glas? Etwa carglass?
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Nr. 6284
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Eines Abends schlief Ernst ein. Dann wachte er wieder auf.

Nein, halt, das tat er nicht. Ernst war tot.

Ernst stand vor einer Tür, aber es waren weder die Pforte zum Himmel noch zur Hölle. Es sah eher aus wie eine Amtsstube. Die Tür öffnete sich und Ernst trat ein.

Hallo, ich bin Ernst.
>Ja, ich weiß. Setz dich.
Und wer bist du?
>Na dein Sachbearbeiter natürlich.
Sachbearbeiter? Was ist überhaupt passiert, warum bin ich hier? Warum liege ich nicht in meinem Bett?
>Aneurysma im Schlaf. Gibt Schlimmeres, glaubs mir. Hast kurz doof aus der Wäsche geguckt, und bevor du wusstest, was los war, war es auch schon vorbei.
Aber warum?
>Wie warum? Welcher Teil von Aneurysma ist unklar? Peng, tot, ist halt so.
Und jetzt? Was passiert jetzt mit mir?
>Jetzt schauen wir erstmal, wie du so abgeschnitten hast im Leben.
Im Ernst? Ich werde jetzt gerichtet?
>Ja, sozusagen. Obwohl es eher eine Bewertung ist.
Dann gibt es Gott ja doch, ich hätte wohl doch öfter in die Kirche gehen sollen.
>Kirche?
Ja, also, ein Gotteshaus, ihr wisst schon. Beten und den Herrn preisen?
>Haha, stimmt ja, davon habe ich schon mal gehört. War wohl eine Weile richtig angesagt. Niedlich.
Niedlich?
>Ja, wirklich allerliebst. Auf was die Leute so kommen...
Aber hätte Gott das nicht gefallen?
>Wenn Leute in ein Gebäude gehen und singen?
Naja, ja, um ihn zu loben und ihm zu zeigen, dass sie an ihn glauben.
>Wie soll er das denn mitkriegen?
Er?
>Ja, er. Was dachtest du denn?
N-Nichts, schon okeh.
>Soo, dann mal frisch ans Werk, ich hole mal deine Akte.

[wird fortgesetzt]
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Nr. 6288
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Es gibt eine Akte über mich?
>Klar, es gibt eine Akte über jedes Lebewesen.
Ihr müsst ja einen gewaltigen Keller haben.
>Ach, immer dieses 3D-Denken, das gilt hier nicht mehr.
Hmm.
>So, dann schauen wir mal. Lauert, Ernst. 1984-2019, unverheiratet, keine Kinder, Abitur 2002, Zivildienst, Studium Maschinenbau, Arbeit als Ingenieur, soweit korrekt?
Ja, stimmt alles. Und evangelisch.
>Was? Ach so, ja, wegen mir. So, was steht hier? "Hat sich im Juni 2002 bei der Abi-Party vor seinem Schwarm selbst auf den Pulli gekotzt", haha. Gute Arbeit, mann!
ERNSTHAFT? DAS steht da?
>Ja, die guten Sachen werden alle eingetragen, aber keine Angst, das wird nur für die Lacher gemacht, das gibt keinen Ärger.
[Puh, noch mal Glück gehabt]. Und was steht da sonst noch?
>Nicht viel. "1999 7x an einem Tag gewichst", nicht schlecht, aber noch kein Spitzenwert. Später dann kaum noch Einträge. Ziemlicher Durchschnitt.
[Durchschnitt. Na ja, immerhin] Und was bedeutet das für mich?
>Ach, erstmal noch gar nichts. Das hat ja alles nichts mit deinem Score zu tun, und nur der ist relevant.
Meinem... Score?
>Ja, dein Score. Der wert, der besagt, wie gut du im Leben abgeschnitten hast
Sowas kann man berechnen?
>Ja, klar. Irgendwie muss man das ja quantifizieren. Wäre ja sonst unfair, oder?
Macht Sinn.
>Also, dann wollen wir mal loslegen, ich hole die Matrix.
Ah, es gibt also feste Kriterien zum Berechnen des Punktwertes?
>Ja, genau so ist es. Und die sind für alle gleich, und deswegen fair. Die hat Gott so festgelegt.
[Hmm, ob das gut ausgeht? Habe nie Bäume gepflanzt, und keine Kinder gezeugt, und habe zienlich viel Energie verschwendet, und als Kind habe ich immer den Nachbarshund geärgert. Naja, aber sowas haben andere doch bestimmt auch gemacht.]
>Hörst du zu?
Was? Ja, ja natürlich.
>So, ich habe jetzt hier die Kriterien mit ihren Gewichtungsfaktoren, und dann den Wert, den du erreicht hast, der kann positiv oder negativ sein. Positive Werte sind gut, negative Werte sind schlecht, okay?
Ja, verstanden. Und was passiert, wenn ich einen guten Wert erreiche?
>Kommt darauf an. Bei einem guten Wert wirst du mit verbesserten Fähigkeiten wiedergeboren, und wirst ein Idol unter Deinesgleichen sein.
Hört sich kühl an. Bei dem war das denn so, vielleicht kenne ich ja ein paar davon? [Bestimmt so Leute wie Bismarck, Nikola Tesla oder Elvis. Oder Yulitschka <3]
>Darf ich leider nicht sagen. Datenschutz, du verstehst?
Hm, ja klar, natürlich. Schade.
>Und wenn du einen sehr guten Wert hast, wird Gott dich zu einem seiner Erfüllungsgehilfen machen und dich mit großer Macht ausstatten.
Oh wau. Aber dafür muss man bestimmt besonders tolle Sachen leisten, und ich bin eher der Durchschnittsbürger gewesen, also wird das wohl leider nichts werden.
>Ach warte doch mal ab, erstmal durchrechnen.

[wird fortgesetzt]
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Nr. 6289
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>Soo, also Punkt 1: "Wie nahe bist du Gott gekommen?"
Oh nein, also doch Kirche und beten? Wäre ich nur gläubig gewesen, aber ich musste ja den kantigen Atheisten raushängen lassen.
>Nein nein, ich meine ganz konkret: Ob du Gott gefunden hast.
Wie? Ob ich zum Glaube gefunden habe, oder ihn in meinem Herzen getragen habe?
>Nein. Ich meine gefunden. So wie deine Brille, wenn du sie verlegt hast.
Also so richtig von Angesicht zu Angesicht? Wie soll das denn gehen?
>Naja, schwer zu erklären, da er nicht in eurer Dimension existiert.
Ja wie soll ich ihn dann finden?
>Hmm, gute Frage. Also im Rahmen deiner 3D-Möglichkeiten hättest du dich in die Galaxie Kepler-25-72568234 begeben können, dort ist ein Wurmloch, welches den Übergang zwischen den Dimensionen schwächt. Du hättest mit deinem Körper da niemals durchreisen können, aber das hätte immerhin guten Willen gezeigt.
Ich komme aus dem Jahr 2019. Wir Menschen haben noch nicht mal unser eigenes Sonnensystem verlassen.
>Das stimmt. Daher hast du in dieser Kategorie auch... 0 Punkte. Na immerhin nicht negativ, nicht wahr?
[...]
>Na dann auf zum zweiten Kriterium. "Hast du Gott in seinem Kampf gegen Satan unterstützt?". Na ja, hast du natürlich nicht, du hast ihn ja nicht mal gefunden. Also auch hier: 0 Punkte.
Aha.
>"Wie viele von Satans Agenten hast du getötet (Dämon = 1 Punkt, Erzdämon = 3 Punkte, Satan = 5 Punkte)"... keine, also 0 Punkte. Aber du hast auch keine gezeugt, also keine Minuspunkte, immerhin.
Gibt es denn Agenten von Satan auf der Erde?
>Natürlich nicht, mit euch 3D-Geschmeiss haben die nichts am Hut.
Ich wollte es ja nur wissen.
>So, hier gibt es noch ein paar weitere Punkte über deinen Einfluss auf den Krieg zwischen Gott und Satan, aber das haben wir ja schon geklärt, das ist alles 0. Ich zähle mal schnell zusammen, das hier oben ist 0, plus 0, hier 0, 0 und 0, macht insgesamt: 0 Punkte, herzlichen Glückwunsch!
Ich habe eine Frage: Hat schon mal jemand einen anderen Score als 0 erreicht?
>Hmm, also wenn du mich so fragst: Nein, ich glaube nicht. 0 ist eigentlich der Standard.
Und was ist dann der Sinn des Ganzen?
>Da kann ich dir nicht weiterhelfen, ich bin hier nur der Sachbearbeiter.
Okay. Und wie geht es jetzt weiter?
>Ah, natürlich, hatte ich ja fast vergessen: 0 Punkte bedeutet im Wesentlichen, dass du mit zufälligen Eigenschaften wiedergeboren wirst. In deinem Fall ist das... eine Kröte in einem Teich in Südamerika. Das kann jetzt sehr schnell gehen, dass du... BLITZ

Quak Quak Hüpf Hüpf brummm... guck BRUMMMM... guck Geräuscheinesautoreifenswelcherübereinekröterollt

Die Tür öffnete sich und Ernst trat ein.
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Nr. 6384
48 kB, 9 Seiten
111 kB, 1023 × 1024
Habe es glaube ich schon mal irgendwo hier pfostiert, aber in den Kurzgeschichten-Faden muss ich natürlich eine meiner Lieblings-Kurzgeschichten pfostieren: Die letzte Frage von Isaac Asimov. Es ist die Frage, auf die im Endeffekt alles, was wir von unserer Welt bisher kennen, hinausläuft. Logische Konsequenz wäre, dass wir auch alle Handlungen in unserem Leben so ausrichten, dass wir der Lösung der Frage beziehungsweise den unzähligen Zwischenschritte auf dem Weg dorthin (Eroberung des Universums, besiegen des natürlichen Todes und so weiter) näher kommen.
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Nr. 6852
80 kB, 551 × 762
Der Wecker klingelte, Ernst sprang sogleich aus seinem Bett auf. Es war Montag, und er musste auf die Arbeit, also machte er sich fertig und freute sich auf sein Frühstück. Als er in die Küche kam musste er feststellen, dass sein Sohn wieder mal alleine am Tisch saß. Ernsts Frau war zwar im Bett eine Rakete und machte wirklich alles für ihn, aber als Hausfrau war sie eine Niete. Ernst schmierte also ein paar Brötchen und setzte sich zu seinem Sohn und lauschte seinen Geschichten. Doch dann musste er los, also schaltete er seinen Sohn aus und fuhr los. Im Auto dachte er darüber nach, wie er am Wochenende seine Freunde besuchen würde. Die Karte hatte er sich schon gekauft, diese Woche hatten sie nämlich ein Heimspiel, darauf freute er sich schon sehr. Der Arbeitstag war anstrengend, Ernst kam am Abend abgekämpft nach Hause, doch er fand Trost bei seiner Frau. Diese hatte inzwischen 2 Terabyte Speicher und machte einfach alles für ihn, so lange er bei ihr die richtigen Knöpfe drückte.

Okeh, das war jetzt wirklich eine sehr kurze Geschichte.