/b/ – Passierschein A38
„Migranten müssen EC und Seine Werte akzeptieren“

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Hail Odin! von Christenklatscher666

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Nr. 32940
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Beim Überfliegen des Katalogs habe ich keinen Lese-Faden gesehen, daher präsentiere ich hiermit meinen aller-allerersten eigenen Faden auf dem Ernstkanal: Der Stoß wenn gelesen-Faden™

Was liest du gerade, Ernst? Was hast du zuletzt gelesen? Liest du überhaupt? Was ist dein übliches Lesepensum?
>>
Nr. 32941
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Ich mache den Anfang:

Gestern abend konnte ich die Lektüre von „Stiller“ beenden. Max Frisch hatte sich bereits durch Homo Faber in mein Herz hineingeschrieben, neulich habe ich dann in so einem Büchertauschregal zwei Romane von ihm entdeckt, „Stiller“ und „Mein Name sei Gantenbein“. Der Gantenbein ist also als nächstes dran.

Vielleicht kurz zum Stiller: Es geht um einen Mann, der bei einer Reise nach Zürich verhaftet wird, weil er dem verschollenen Anatol Stiller zum Verwechseln ähnlich sieht, er streitet aber permanent ab, der gesuchte Stiller zu sein. Aber sein amerikanischer Pass stellt sich als gefälscht heraus und so wird er in Zürich inhaftiert. Er wird in der Untersuchungshaft mit Personen aus der Vergangenheit Stillers konfrontiert unter anderem mit der Ehefrau. Der Protagonist zeichnet diese Begegnungen selbst auf bereitgestelltem Papier auf und so erfährt der Leser viel über Stiller und zwar aus jeweils verschiedener Perspektive. Die große Frage ist natürlich: Ist der Protagonist Stiller? Oder liegt tatsächlich eine Verwechslung vor.
Das Buch ist sehr gut konstruiert, die verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen machen es extrem interessant.

Ich lese relativ viel: Letztes Jahr habe ich 61 Bücher mit insgesamt knapp 6000 Seiten geschafft. Dazu kommen noch verschiedene Magazine und was man halt fürs Studium mal eben so quer- oder kapitelweise liest.
>>
Nr. 32942 Kontra
>>32941
Korrektur, bin in der Spalte verrutscht. Es waren 61 Bücher mit insgesamt fast 13000 Seiten, die 6000 Seiten sind der momentane Stand in diesem Jahr. Wären sonst ja auch sehr kurze Bücher gewesen, lel.
>>
Nr. 32944
Mindestens so kreativer OP wie Bernsts erster Faden auf diesem Brett, der Morgen-Faden :3

Man will ja auch nicht unangenehm auffallen!
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Nr. 32956
>>32944
Ich dachte mir, mit einem Standardfaden kann man nichts falschen machen. Und falsch machen will ich nix! Jetzt muss nur noch jemand kontributieren und ich bin glücklich :3
>>
Nr. 32976
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Ernst liest leider nicht viel, trotzdem Stoß für Kwalitaetsfaden.

>>32944
>>32956
>Man will ja auch nicht unangenehm auffallen!
>Und falsch machen will ich nix!
So schnell macht man auf EC nichts falsch. Einfach kein Megahurrenson sein, dann passt das schon. Und die Leute, die sich über sowas Gedanken machen, sind eh die Letzten, die jemals negativ auffallen würden.
>>
Nr. 33188
Ernst hat schon lange nichts mehr gelesen. Er muss von Weide her viel (auf Englisch) lesen und hat deshalb privat einfach nicht den Nerv dafür. Das letzte richtige Buch, das er gelesen hat, war vermutlich Der Dunkle Schirm von P.K. Dick.
Ansonsten erinnert er sich, dass er sich einige Sachen von H.P. Lovecraft reingezogen hat, von dem er auch mehrere Bücher hat.
Das letzte Stück Weltliteratur war Lolita vor rund zwei Jahren.
>>
Nr. 33194
>>32940
>>32956
Dann muss wohl der andere Bernst in die Bresche springen, ich lese zur Zeit "Die Säulen der Erde" von Ken Follett und habe etwa die Hälfte geschafft.
Es spielt im England des zwölften Jahrhundert und erzählt aus mehreren Perspektiven vom Bau einer Kathedrale und all den nebenbei passierenden Problemen, Konflikten und Intrigen.
Ein Steinmetz, der davon träumt, eine Kathedrale zu errichten, ein aufrichtiger Prior, der von dem gleichen Wunsch erfüllt ist sowie zwei Adelssprösslinge aus der Gegend sind die Hauptfiguren.
Die Perspektivenwechsel (bzw. die dadurch entstehenden vier miteinander verflochtenen Erzählstränge) machen für mich wohl den großen Reiz dieses Buches aus, genau wie die überraschenden (aber im Rückblick eigentlich zu erwartenden) Wendungen.

Ich hole mir etwa alle drei bis sechs Wochen ein neues Buch aus der Bücherhalle, in der Regel Phantastik, gelegentlich auch historisches wie jetzt gerade.
Eigentlich hätte ich nichts dagegen, mehr Bücher zu lesen, lauere dann aber doch zu gerne und zu lange in den Abend hinein.
>>
Nr. 33245
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>>32940
Ich bin für diesen Faden und dafür, dass wir Bücher in den selben hochgestelzenden Worten, wie seinerseit im öffentlich-rechtlichen besprechen:
Karasek: „Frisch ist ja mittlerweile mehr eine Marke denn ein Schriftsteller. Eine säkuläre Monstranz der Schweizer sozusagen.“
Reich-Ranicki: „Ein gräfflichef Werk.“
Busche: „Also ich würde sagen—“
Löffler: „Na, der Herr Frisch hatte einen außerordentlichen Bekanntschaftsgrad seit — ich weiß nicht mehr, wann es war — seit dieser Persiflage dieses bekannten jüdischen Chansioniers, wie hieß er doch gleich…“
In diesem Ton, bitte.

Ich habe kürzlich Die Blechtrommel ausgelesen, die ich, offen gesagt, nur wegen der ominösen Pferdekopfszene begonnen hatte. Die selbst war dann aber gar nicht so interessant. Vielmehr lebt das Werk von der historischen Schilderung der Stadt Danzig gepaart mit dem eigenwilligen Stil des Erzählers. Ganz gewiss ein Buch, das meinen Wortschatz erweitert hat. Mit der Flucht aus Danzig hat dann aber auch die Erzählung an Farbe eingebüßt, die letzten Seite lasen sich eher träge.

Nebenher lese ich Archipel Gulag. Historisch und zum Verständnis des heutigen Russlands wertvoll, aber für seinen Schreibstil hat Solshenizyn den Nobelpreis eher nicht bekommen. Dann auch noch ein Klopper mit über zweitausend Seiten. Gerade der ganze kommunistische Aküfi macht einem schwer zu schaffen. Vielleicht sollte man besser mit Iwan Denissowitsch und mit einer kommentierten, deutschen Übersetzung anfangen.

>>32941
Was ist so besonders an Homo Faber, dass Frisch sich in dein Herz hineinschreiben konnte?

>>33188
>Lolita
Von wegen Ode an die englische Sprache und so: Gibe mal so ein Kleinod.


Habe auf Arbeit auch ständig mit „technischem“ Englisch zu tun, so einem lustlos dahingeschluderten Konglomerat aneinandergereihter Wortfetzen, damit man sagen kann, dass man alles dokumentiert hat.
Ich will mal wieder ein schönes Englisch lesen.

>>33194
Follett kann spannend schreiben. Das habe ich bei seinem Buch Die Nadel lesen können. Wenn man genau liest, merkt man einen eigenartigen Bogen, damit die „Guten“ noch gewinnen können. Es spielt im zweiten Weltkrieg, also nehme ich vermutlich nichts vorweg, wenn ich sage, wer gewinnt. Vermutlich musste Follett sein Buch kürzen, jedenfalls ist der Spannungsbogen auf den letzten Seiten etwas gedrängt.


convert -background none -font UnifrakturMaguntia -pointsize 66 label:'Ernſthafter Leſefaden' -distort arc '250 0' test.png
>>
Nr. 33247
>>33245
>convert -background none -font UnifrakturMaguntia -pointsize 66 label:'Ernſthafter Leſefaden' -distort arc '250 0' test.png

Was für eine düstere Schwarzmagie ist das?
Bist du 1 Anhänger Borbarads?
>>
Nr. 33252
>>33245
Lustig, die Blechtrommel hab ich vor rund zehn Jahren mal gelesen und fand sie ganz toll, hauptsächlich wegen des Schreibstils. Aber ich stimme zu, nach Danzig fängt es an vor sich hinzudümpeln, vor allem als Oskar dann doch noch "wächst". Zumindest gibt es dann noch den Herrn Fayngold mit seinem Lysol.

>Ode an die englische Sprache
Soso, da hat jemand den Wikipedia-Artikel gelesen, was?
Aber da muss man nicht lange suchen, denn schon die ersten Zeilen sagen amtlich an, was Sache ist.

>Lolita, light of my life, fire of my loins. My sin, my soul. Lo-lee-ta: the tip of the tongue taking a trip of three steps down the palate to tap, at three, on the teeth. Lo. Lee. Ta. She was Lo, plain Lo, in the morning, standing four feet ten in one sock. She was Lola in slacks. She was Dolly at school. She was Dolores on the dotted line. But in my arms she was always Lolita.

Spaßfakt dazu: Nabokov sagte mal, dass sein Lieblingswort im Englischen "cellardoor" ist, und wer aufpasst, merkt, dass die Zunge eine ähnliche Bewegung wie bei Lolita macht.
Dies gesagt, hab ich das Buch tatsächlich mit einem Wörterbuch nebendran gelesen. Ich spreche zwar fließend (wissenschaftliches) Englisch, aber eine Sprache, deren Wortschatz durch "nimm Wort aus anderer Sprache und sprich es komisch aus" erweitert wird, kann bei entsprechender Verwendung doch sehr ausufern.
>>
Nr. 33254
Ernst liest in letzter Zeit viel zu wenig. Letztes Jahr habe ich alle Teile von the Expanse gelesen. Wobei das stimmt nicht ganz, ich meine die Hauptbücher, gibt dann noch irgendwelchen Krimskrams, Vorgeschichten wasweißich. Das war mir dann zu viel des Guten. Hat mir recht gut gefallen die Serie, glaube dieses Jahr soll der 9e Teil erscheinen, den werde ich dann wohl auch lesen. Seit dem lese ich fast ausschließlich Comics/Graphic Novels. Glaube das einzige Buch, das ich dieses Jahr bis jetzt gelesen habe war ein dicker Bukwoski-Gedichtband. Pleasures of the Damned. Kann ich nur empfehlen. Habe noch ein paar Graphic Novels rumliegen die ich lesen will und dann will ich endlich mal wieder ein deutsches Buch lesen. Wahrscheinlich wird es der Steppenwolf, den will ich schon ewig lesen und habe es nie gemacht.
>>
Nr. 33255
>>33245
Die „Blechtrommel“ habe ich auch vor langer Zeit gelesen und habe den Roman in schlechter Erinnerung. Schon der Anfang mit dem zwei Großvätern störte mich. Der Höhepunkt ist die Beschießung Danzigs. Danach wird der Roman schlechter und das Hin und Herspringen zwischen den Schreibstilen nervt. Mit der Flucht aus Danzig und dem Wachsen des Helden ist der Tiefpunkt erreicht. Auch im Nachkriegsdeutschland eierte der Roman hilflos herum. Hätte der Verlag einem Lektor damals erlaubt den Roman um die Hälfte einzukürzen, wäre die „Blechtrommel“ gut geworden.
>>
Nr. 33259
>>33252
Ich fand das Buch scheiße, aber den Film sehr geil.

Jungernst wurde sehr durch die auftretenden Frauen im Film erregt.
>>
Nr. 33260
Frage an die Blechtrommel-Leute: Habt ihr das Buch privat gelesen oder in der Schule?
Ich habe z.B. jedwede Schullektüre nur negativ in Erinnerung. Obwohl ich die Judenbuche vermutlich auch so scheiße finden würde.
>>
Nr. 33262
>>33260
Ich habe das Buch privat gelesen. Rezi unter: >>33255

Den Film habe ich nicht gesehen. Seit der Blechtrommel habe ich um Grass einen großen Bogen gemacht.
>>
Nr. 33263
>>33260
>Frage an die Blechtrommel-Leute: Habt ihr das Buch privat gelesen oder in der Schule?

Schule. Wir waren aber eh verrückt. Wir hätten allein in der Kollegstufe in Deutsch rund 30 Bücher lesen sollen.

Viele habe ich gelesen, aber bei ein paar auch geschummelt und nur eine Zusammenfassung gelesen.
>>
Nr. 33264
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>>33259
>Jungernst wurde sehr durch die auftretenden Frauen im Film erregt.
>>
Nr. 33269
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>>32940
>Was liest du gerade, Ernst?
Rosa Luxemburg, Die Akkumulation des Kapitals.
>Was hast du zuletzt gelesen?
Rudolf Hilferding, Das Finanzkapital
>Was ist dein übliches Lesepensum?
kommt auf das Buch an.
>>
Nr. 33527
>>33260
Muss den Schullektüre etwas Schlechtes sein? Wir hatten Faust und der war einklich sehr kühl. Aus Jux und ohne Not habe ich auch das Tagebuch durchgelesen, aber wo ist da die historische Bedeutsamkeit? Es geht gefühlt nur um Gefühlsduseleien (mit x habe ich mich gestritten, mit y habe ich mich vertragen). Zum Ende hin sehnt man sich immer mehr nach dem erlösenden Besuch durch die SS.

>die Judenbuche
auf Wikipedia nachschau
Es ist nicht, was man denkt. Es spielt im 18. JH und geschrieben ist's im 19. Ich würd's mir antun.

Ich möchte mich auch noch bei Ernst bedanken, der mir Murakamis Aufziehvogel empfohlen hat. Es hat ein Weilchen gebraucht, bis es Fahrt aufgenommen hat, aber es war durch die bizarre Handlung und der Verflechtung mit Geschichte Mandschukuos echt spannend und schnell ausgelesen.
>>
Nr. 33528 Kontra
>>33527
Oy vey, gemeint war das Tagebuch der Anne Frank.
>>
Nr. 33538
>>33527
Nein, die Bücher per se müssen nicht unbedingt was schlechtes sein. Habe selbst einiges gelesen, was sonstwo Schullektüre ist, und das mit Freude.
Das Problem bei Schullektüre ist, wie auch bei Schulsport und Schulkunstunterricht (Musik und BK), dass einem da alles verleidet wird durch den behinderten Lehrplan, behinderte Lehrer und das gesamte behinderte System.
Man kann an einem Buch oder Gedicht einfach keinen Spaß haben, wenn alles bis ins kleinste durchdiskutiert und -interpretiert wird.
Ernst erinnert sich noch daran, wie im Englisch-LK zwei oder drei Doppelstunden nur der Name des Protagonisten von Moon Palace diskutiert wurde (das Buch war aber auch so scheiße).

Bei der Judenbuche dachte ich, dass das jeder überall gelesen hat, vor allem weil die Alde ja auch auf irgendeinem Markschein war; welcher, habe ich bereits vergessen.
Das ist mit absoluter Sicherheit nur Schullektüre, weil es die einzige deutsche klassische Schriftstellerin ist, die man so rausziehen kann.
Aber selbst wenn man mit dem altertümlichen Schreibstil was anfangen kann, ist das Buch immernoch scheiße. Ernst hat da nur schlechte Erinnerungen dran, inklusive der zugehörigen Arbeit wo er das Wort "dysfunktional" verwendete, um die Familiensituation von dem Haupttyp zu beschreiben und ihm sein Lehrer dann drangeschrieben hat "Woher kennst du dieses Wort?" (als ob man in der 9. Klasse solche Wörter nicht kennen kann) und noch irgendwas von wegen Organgedöns, dabei ist dysfunktional im sozialwissenschaftlichen Bereich ein echtes Wort. Aber der Lehrer war eh ein Hurensohn (alt-68er, vorne schön positiv labern und hintenrum dann Vieren verteilen). Und so versaut man einem Jungen Menschen die Lust am Lesen. Zum Glück war Ernst von sich aus ein absoluter Bücherwurm, sonst hätte er vermutlich wirklich nur noch das gelesen, was er zu lesen hatte.

Andere Highlights waren (in keiner besonderen Reihenfolge und ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
>Antigone
>Der zerbrochene Krug
>Ein Schatten wie ein Leopard (einziges ausländisches Buch, was Ernst je im Deutschunterricht gelesen hat)
>Geschichten aus dem Wiener Wald
>Maria Stuart
>Sansibar oder Der letzte Grund (wobei das tatsächlich halbwegs spannend war)
>Andorra
>Faust 1
>>
Nr. 33628
>>33538
> Das Problem bei Schullektüre ist, wie auch bei Schulsport und Schulkunstunterricht (Musik und BK), dass einem da alles verleidet wird durch den behinderten Lehrplan, behinderte Lehrer und das gesamte behinderte System.
Ja, es steht und fällt sehr viel mit den Lehrern. Irgendwann in der Mittelstufe hat meine Klasse den "Besuch der alten Dame" von Friedrich Dürrenmatt gelesen und alle waren davon so begeistert, dass wir bald darauf noch "Der Richter und sein Henker" gelesen haben.
Was mich daran erinnert, dass ich eigentlich mal wieder was von Dürrenmatt lesen könnte. Vor vielen Jahren hab' ich dann mal (freiwillig) "Die Physiker" gelesen und auch für gut befunden.

Wobei der Steppenwolf halt auch nicht besser sein dürfte, wenn man ihn freiwillig zu Hause liest.

> Bei der Judenbuche dachte ich, dass das jeder überall gelesen hat, vor allem weil die Alde ja auch auf irgendeinem Markschein war; welcher, habe ich bereits vergessen.
Ich höre idF zum ersten Mal von diesem Buch.
>>
Nr. 33679
>>33628
Von Dürrenmatt hab ich tatsächlich noch nichts gelesen, GF mag Der Richter und sein Henker sehr gerne und liest auch sonst gern Dürrenmatt, aber das ist auch so eine Sache: Ernst hat keine Lust, Theaterstücke zu lesen. Das ist so, als würde man Drehbücher lesen, obwohl es einen Film dazu gibt.
Natürlich kann er Sachen durchaus gut finden (er fand z.B. Molières Menschenfeind ziemlich kühl), aber er bevorzugt dann doch andere Formate. Ernst ist ein Prosa-Plebejer und schämt sich nicht, das zuzugeben.
>>
Nr. 34556
>>33245
>Ich will mal wieder ein schönes Englisch lesen.

Ich muss an dieser Stelle sagen, dass ich die englische Sprache, im Ganzen, nicht respektiere. (Das C2-Zertifikat besitze ich lediglich notwendigerweise)

Schönes Deutsch findest du: In der Lutherbibel vor 1950, im Zarathustra von Nietzsche, und meiner Meinung nach auch im Tractatus von Wittgenstein. Letzteres ist allerdinds eine sehr lakonische Sprachverwendung.

Diese Werke sind, was die Verwendung des Deutschen betrifft, noch schöner als Goethe.
>>
Nr. 34557
>>33527
Die Judenbuche ist ein wirklich genialer Kriminalroman mit mystischen Anklängen. Agatha Christie kann einpacken.

Sehr kurz und günstig als hamburger Leseheft zu haben.
>>
Nr. 34878
Kann Ernst gute Bücher über Philosohie oder Politik empfehlen? Ernst wollte sowas schon immer mal lesen, ist aber bisher nie dazu gekommen. Sollte natürlich für Einsteiger verständlich sein, also vielleicht nicht unbedingt Hegel oder Heidegger.
>>
Nr. 34941
>>34556
>Ich muss an dieser Stelle sagen, dass ich die englische Sprache, im Ganzen, nicht respektiere.

Bist du in der Zone aufgewachsen?
>>
Nr. 34943 Kontra
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>>34941
Nicht er, aber er hat recht. Englisch ist eine Mongosprache von Mongos für Mongos, die durch ihren Status als lingua franca nur noch behinderter wurde. Sehen selbst einige Muttersprachler ein, siehe Bilder verwandt (und Kontra wegen Zwitscherkrebs), außerdem hier noch ein Zitat von Mark Twain (aus "The Awful German Language"), man beachte die subtile Selbstironie:

>My philological studies have satisfied me that a gifted person ought to learn English (barring spelling and pronouncing), in 30 hours, French in 30 days, and German in 30 years.

Speziell das mit den Spelling Bees fand ich lustig, denn ich habe früher nie verstanden, warum die Amis ständig Buchstabierwettbewerbe abhalten.
Irgendwann bin ich dann mal auf die Seite der nationalen Buchstabierwettbewerbsvereinigung gegangen und habe deren online-Spaßtest mal gemacht.
Ernst, ich spreche fließend Englisch auf einem Niveau, das für Publikationen ausreicht und um online nicht weiter unter den Muttersprachlern aufzufallen, aber was da geboten wurde.... einmal hatte ich tatsächlich das Wort "knick-knack-paddy-whack". Zu der Zeit habe ich auch rausgefunden, wie die englische Sprache ihren Wortschatz erweitert:

  1. Nehme Wort aus einer anderen Sprache
  2. Verändere nichts außer der Aussprache
  3. ???
  4. PROFIT!
Kein Wunder übrigens, dass Shakespeare so einen großen Wortschatz hatte - denn er hat einfach diverse neue Wörter erfunden, nicht wenige davon als schlicht anglisierte Versionen von Wörtern anderer, vornehmlich romanischer Sprachen.

Es klingt jetzt vermutlich als würde ich die englische Sprache über alles hassen, aber das tue ich nicht. Es ist mehr eine Art freundliche Verachtung.
>>
Nr. 35476
Habe Manna gelesen (ging relativ schnell, etwa eine Stunde).

Kostenlos und legal lesen hier: https://marshallbrain.com/manna

Meine Meinung:
Interessante Ideen, halte aber die US-Variante realistischer als die Australien-Variante. Auch ist mir zu wenig auf die Folgen vom kompletten Anonymitätsverlust in Australien eingegangen - insgesamt klang Australien viel zu positiv. Ich dachte, es müsste irgendwann doch einen Haken geben, aber der kam dann nie. Es war einfach eine reine Utopie. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das im realen Leben so glatt laufen würde, selbst wenn die gesamte Technologie zur Verfügung stünde.
>>
Nr. 35495
>>34878
Hasse es dir zu brechen, aber eines wird natürlich nicht reichen.
Einführungen in die Philosophie und die Politik gibt es wie Sand am Meer. Auf Anhieb fallen mir keine guten ein, haben wahrscheinlich alle nicht ausgereicht oder waren dann doch nichts. Vielleicht später noch. Sonst einfach welche besorgen. Am Besten in Universitätskatalogen nachschlagen, was es so gibt, damit man sich nicht totalen Müll anschafft, ein bisschen was kann man dem Leser immer zumuten.
Gibt es etwas, dass dich besonders interessiert oder ein philosophisches/politische Problem, welches dich beschäftigt? Vielleicht kannst du darüber einen Einstieg machen, wenn du die passenden dazu Bücher liest, wirst du dank der Unmengen an Verweisen schnell merken, wo du weiter lesen kannst und musst, um ein bessere Verständnis zu erlangen.
>>
Nr. 36465
3,2 MB
Ernst würde gerne Anthony Kennys Geschichte der Abendländischen Philosophie lesen. Das ist eine vierbändige Zusammenfassung der philosophischen Entwicklungen angefangen in der Antike bis hin zur Neuzeit, Ernst hofft so einen groben Überblick zu bekommen um sich dann einzelnen Philosophen widmen zu können.
Allerdings findet er auf den einschlägigen Seiten (libgen, z-lib) nicht die deutsche Übersetzung und bei Thalia würde er knapp 80€ für das Gesamtwerk hinlegen. Dass ist ihm leider viel zu viel für ein digitales Buch, kennt Ernst gute Seiten um sowas zu finden? Oder hat Ernst gar dieses Buch auf der Platte und möchte es teilen? Auch Erfahrungsberichte und Meinungen zu dem Buch von Ernsts die es gelesen haben wären interessant. Anbei in Originalsprache, vielleicht interessiert es ja jemanden, der besser Englisch spricht als ich.
>>
Nr. 36485 Kontra
>>36465
Das ist ziemlich teuer, wirst du es auch wirklich lesen?

Gibt es nicht etwas, dass dich interessiert? Anstatt einen Überblicksziegel zu lesen, der schnell demotivierend sein kann, wenn du dich nicht auskennt. Kenne die Antike meist nur aus zweiter Hand (ein paar Dialoge von Platon habe ich gelesen), aber du kannst fast überall anfangen, üblicherweise plagen sich Philosophien meist mit ähnlichen Problemen ab, jeder anders, aber es gibt z.T. ähnliche Fragen, die sich immer durchziehen.

Sowas wie politische Philosophie, Ethik, Epistemologie (Wie können wir wissen?), Ontologie (Was ist?). Gibt es einen Namen, denn du unbedingt lesen willst?

Muss sagen, es ist aber auch schwierig. Hatte mal einen Überblicksband von Arno Anzenbacher und der war so fürchterlich trocken zu dem Zeitpunkt (am Anfang), bei Aristoteles Subtanz/Akzidenz bin ich bereits ausgestiegen. Mittlerweile fällt es mir leichter, die Dinge, die ich lese konzeptuell usw. einzuordnen. Habe mit dem 20. Jahrhundert angefangen.
>>
Nr. 36493
>>36485
>Das ist ziemlich teuer, wirst du es auch wirklich lesen?
Ich habe es mir sehr fest vorgenommen und bin motiviert, bei anvisierten 50 Seiten pro Tag (mag wie viel klingen aber Ernst nimmt sich viel Zeit dafür und hat das in den letzten Wochen auch fast jeden Tag durchgezogen) wäre dieses Buch in circa einem Monat geschafft.

>Gibt es nicht etwas, dass dich interessiert? Anstatt einen Überblicksziegel zu lesen, der schnell demotivierend sein kann, wenn du dich nicht auskennt.
Genau dieser Überblick reizt Ernst besonders. Er möchte endlich etwas im Kopf haben, wenn er einen bestimmten Namen hört. Schon klar, dass das dann kein umfangreiches Wissen sein kann, aber eine ganz grobe Idee von den wichtigsten Denkern unserer Welt zu haben ist etwas was Ernst sich schon lange wünscht.

>Kenne die Antike meist nur aus zweiter Hand (ein paar Dialoge von Platon habe ich gelesen), aber du kannst fast überall anfangen, üblicherweise plagen sich Philosophien meist mit ähnlichen Problemen ab, jeder anders, aber es gibt z.T. ähnliche Fragen, die sich immer durchziehen.
>Sowas wie politische Philosophie, Ethik, Epistemologie (Wie können wir wissen?), Ontologie (Was ist?). Gibt es einen Namen, denn du unbedingt lesen willst?
Eigentlich gibt es diesen Namen nicht, vorerst möchte ich einfach nur einen Überblick bekommen. In der Vergangenheit war es aber auch oft so, dass Ernst z.B. ein interessantes Video zu einem Philosophen gesehen hat, von dem er dann gerne mehr gewusst hätte. Als er dann aber gute Einsteigerliteratur dazu gesucht hat, gab es überall nur die Meinung, man müsse schon dutzende andere Philosophen kennen, um dann dieses Werk zu verstehen. Dass das Lesen einer kurzen Übersicht nicht hilft, um besser wo anders einsteigen zu können kann ich mir schon denken, trotzdem ist es aber bestimmt hilfreich zu wissen, was überhaupt damit gemeint sein könnte, wenn man z.B. liest, dass Marx von Hegel beeinflusst wurde.

>Muss sagen, es ist aber auch schwierig. Hatte mal einen Überblicksband von Arno Anzenbacher und der war so fürchterlich trocken zu dem Zeitpunkt (am Anfang), bei Aristoteles Subtanz/Akzidenz bin ich bereits ausgestiegen. Mittlerweile fällt es mir leichter, die Dinge, die ich lese konzeptuell usw. einzuordnen. Habe mit dem 20. Jahrhundert angefangen.
Ich denke, dass auch jeder andere Ansprüche und Interessen hat, aber natürlich kann ich mir gut vorstellen dass so eine reine Nacherzählung der Geschichte auch sehr trocken sein kann. Mit was genau aus dem 20. Jahrhundert hast du denn angefangen? Vielen Dank jedenfalls für die ausführliche Antwort, es ist immer sehr hilfreich die Meinung von jemandem zu hören, der am anderen Ende der Lernkurve steht.
>>
Nr. 36502
>>36493
Philosophie ist wichtig für meine persönlichen Interessen, aber ich würde nicht behaupten, dass ich mich sehr gut auskenne. Ich bin auf Leute getroffen, die Philosophie gerne studiert haben, und da sitzt es noch mehr, wenn es darum geht, Philosophie zu lesen. Für mich sind zwei Dinge interessant: Philosophie und ihre realgeschichtlichen Verstrickungen und Philosophie als Ergründung der "Dinge".

Ich habe vor allem viel Sekundärliteratur gelesen. In Seminaren auch Überblicke bekommen. So weiß ich z.B. ein paar Dinge über Kant, aber habe die Kritik der reinen Vernunft hier ungelesen stehen.

Habe mit französischer Philosophie angefangen. Gelesen habe ich vor allem in Ausschnitten, kleinere Werke/Aufsätze und dergleichen: Deleuze & Guattuari, Baudrillard, Derrida, Wittgenstein, Heidergger, Marx, Simondon, Stiegler, Adorno, Hobbes, Freud, Platon, Foucault, Lyotard, Benjamin, Nietzsche, Bergson. Und bestimmt noch weitere, teilweise ist das ja nicht "reine" Philosophie. Aber sie berühren alle die Philosophie in einer Weise, deshalb stehen die auch alle in der Philosophieabteilung der Bibliothek, die ich am längsten kenne.

Sowas habe ich z.B. auch gelesen
https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Ernst-Bloch+Vorlesungen-zur-Philosophie-des-Renaissance/id/A02rm0JN01ZZm

Da wird u.a. Jakob Böhme angesprochen, der wichtig für Hegel war. Natürlich sagen die Leute immer, den und den muss man vorher lesen, aber wird immer so sein, dann kann man auch gleich bei den Vorsokratikern anfangen und sich an einem Zeitstrahl abarbeiten.
Für mich ist wichtig wer wann wie welche Ideen und Fragen behandelt hat und so kann ich mir dann auch Dinge klar machen und sehen, wo wer sich auf wenn bezieht.

Das hier fällt mir noch ein, wenn es um das 20 Jahrhundert geht, vor allem wichtig, wenn man das ganze französische Zeugs verstehen will:

https://www.routledge.com/Fifty-Key-Contemporary-Thinkers-From-Structuralism-to-Post-Humanism/Lechte/p/book/9780415326940

Die Sache ist wohl auch, dass ich mich der Philosophie auch immer über sozial- und kulturgeschichtliche Zugriffe nähere. Also philosophiegeschichtlich internt als auch extern lese.

Wenn es einen Namen gibt, der dich interessiert, wo du unebdingt lesen willst, dann mach es und besorg dir Sekundärliteratur zu diesem Namen, da bekommst du dann Ideen wie sich die Person auf die Philosophiegeschichte und ihre Zeit bezieht. Von da aus kann man immer weiter lesen und wird so nebenbei mit der Philosophie vertraut. Ansonsten nimm dir einen Überblick und such dir danach einen Namen oder ein Konzept/Gebiet aus. Letztendlich habe ich wohl sehr viel Überblicke und Sekundärliteratur gelesen und weniger Primär, vor allem in Ausschnitten. Aber Die Werke sind teilweise so umfassend, dass es Leute gibt, die sich ein Leben lang damit beschäftigen können.

Auf meiner Liste steht für bis Herbst wenigstens ein großes Werk/Buch und das ist Marx erster Band des Kapitals. Ich werde nicht mit Hegel anfangen, obwohl ich mir mal von einem Gutschein die Phänomenologie besorgt habe. Kant hatte ich mir zuerst überlegt, aber das ist wirklich nicht so einfach. Je weiter man zurückgeht, desto schwieriger wird es teilweise mit der Sprache und Ideen. Da ist Sekundärliteratur wirklich hilfreich.
>>
Nr. 36503 Kontra
>>36502
https://de.wikipedia.org/wiki/Naturtheorie

Diesen Artikel übrigens möchte ich auch lesen.
>>
Nr. 37726
Falladas „Kleiner Mann, was nun?“ ist bestimmt auch Schullektüre gewesen und dennoch eine lesenswerte, rührende Geschichte, die dazu auch nicht sehr lang ist.

>>34556
Auch die Luther-Bibel nach 1950 liefert Stilblüten wie Dein Same besitze die Tore deiner Feinde. Die altertümliche Sprache ist eigentlich die ganze Messe. Außerdem sieht man zum ersten Mal, wie viele Namen biblischen Ursprungs sind oder versteht so Dinge wie, dass die Leibeigenschaft der Juden in Ägypten gewissermaßen selbst verschuldet war.
>>
Nr. 38265
Ernst hat unlängst festgestellt, dass er zu viel Zeit mit englischsprachiger Literatur verbringt und auch ansonsten eher "Konversationen" mit grenzdebilen Krebskindern angloamerikanischer Herkunft hat und deshalb sein Deutsch doch arg gelitten hat. Deshalb möchte er nochmal was in deutscher Sprache lesen, was seine angeknacksten Sprachfähigkeiten nochmal ein bisschen auf den richtigen Weg schubsen kann.

Kannst du da was empfehlen? Bitte kein Thomas Mann, Ernst möchte lieber was Unterhaltsames.
>>
Nr. 38306
>>38265
Gute Frage!
Ich kenne mich mit der deutschsprachigen Literatur ebenfalls nicht allzu gut aus, gefühlt gibt es da auch nicht wirklich viel, was man als "gehobene Unterhaltungsliteratur" oder "moderne Klassiker" bezeichnen könnte. Ich werfe mal ein paar spärliche Namen in den Faden:
Kracht - kann man lesen, gute Urlaubslektüre
Bernhard - sicherlich nicht für jedermann, aber auch auf eine Art unterhaltsam
Döblin's Alexanderplatz soll ja auch durchaus witzig sein (hab's selber noch nicht gelesen)
Robert Walser?
Ror Wolf?
Wolf Haas?

Irgendwie eine sehr unbefriedigende Liste, ich hoffe jemand qualifizierteres hat noch was beizutragen :D
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Nr. 38311
>>38306
Gut, das mit dem "unterhaltsam" war auch eher ein kleiner Seitenhieb auf Mann, von dem ich noch nie etwas gelesen habe, was mich nicht zu Tode gelangweilt hat. Leider ist Mann aber, was die Sprache angeht, definitiv ganz oben dabei.

Und das ist auch, was mir am wichtigsten ist: Gutes, elegantes Deutsch - halt so, dass man sich nochmal gesittet unterhalten kann, nicht ständig irgendwelche falschen Freunde benutzt und so Sachen sagt wie "Sinn machen" oder "realisieren" als "erkennen" benutzen.
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Nr. 38320
>>38265
Lustig, Ernst hatte vor einiger Zeit den exakt gleichen Gedanken. Habe dann mal den Steppenwolf nachgeholt. Kann man machen.
Kannst natürlich Klassiker probieren. Parfum, Blechtrommel, Schlafes Bruder, Die Physiker etc.
Wenn spannend sein soll, warum nicht einfach Schätzing (Der Schwarm)
Sauffaden Ernst greift zu "Der Trinker" von Fallada
Martin Suter hat einige Gute.
Bernhard kann ich auch sekundieren.
Man kann aber auch einfach mal eine gute Übersetzung lesen finde ich. Englisch natürlich im Original aber da gäbe es dann doch noch so einiges Anderes.
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Nr. 38638
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Hat Ernst den Namensvetter gelesen? Kann er ihn empfehlen?
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Nr. 38639
>>38638
Hab vor rund 10 Jahren "For whom the bell tolls" gelesen. Fand es grandios, vor allem die Szene als die Anarchisten das Dorf "befreien".
GF hat "Der alte Mann und das Meer" gelesen und für gut befunden.
Außerdem war er ein Trinker, Abenteurer und hat sein Ende selbst gewählt.
Ernst hat nur Respekt für den Mann.
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Nr. 38785
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>>38638
>Namensvetter
Ein noch kühlerer Herausforderer erscheint.
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Nr. 38789
>>38785
Hab nur den Sandmann gelesen, fand es kühl.
Wie sind seine anderen Sachen so? Hab immer Probleme mit dem altertümlichen Schreibstil.
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Nr. 38969
Irgendwie kommt mir das so vor, dass in den Werken unserer Zeit über Diktaturen der Erzähler meist schon ein ausgemachter Regimegegner mit ideologisch weißer Weste ist. Geht es nicht auch andersrum: Ein Buch, in dem jemand der NSDAP (oder Franco, Mussolini, Stalin oder wen) zur Macht verholfen hat und heute, mit Reue, aufschreibt, was ihn dazu bewegt hat? Klar wissen wir heute immer, wie die Geschichte ausgegangen ist, aber wie hat es jemand gesehen, der damals lebte? Wir können ja heute auch nicht in die Zukunft gucken.
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Nr. 38970
>>38969
Dazu hätte erstmal eine anständige Verarbeitung stattfinden müssen.
Stattdessen gabs nur "ich war ja schon immer bei der SPD und im Untergrund und sowieso", "mei-äh, unsere große, große Schuld, für immer, zu Sühnen mit dem Blute bis einschließlich und darüberhinaus unserer Kindeskinderkinder" und "nix zu Fressen nachm Krieg, schreib mal was über ein Stück Brot". Deshalb ist dieses Land ja so schizophren wie es ist in der Beziehung.
Dies gesagt, hast du schonmal die Memoiren von Speer gelesen oder irgendwas über Hess? Letzterer hat ja zwar nie selbst eine Autobiographie geschrieben, gibt aber genügend andere Literatur und laut seiner Beichtväter war er ja irgendwann auch kein Nazi mehr. Die WK2-Sachen von Jünger hab ich nicht gelesen, aber ich glaube der war da auch eher soldatisch-sachlich dabei als irgendwas über die Bewegung und so zu schreiben. Mehr fällt mir jetzt aber spontan nicht ein. Wenn es nicht unbedingt mit Reue sein muss, ich glaube Hans-Ulrich Rudel hat auch ein Buch geschrieben.
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Nr. 38977 Kontra
>>38265
Es gibt sicherlich einiges, aber es ist schwer, da zu raten, weil Geschmäcker so verschieden sind. Rainald Goetz ist sicherlich noch recht bekannt. Gottfried Benn vielleicht. Neue Subjektivität gäbe es auch, 70er-Jahre und so. Elfriede Jelinek ist auch ziemlich bekannt, aber ganz ehrlich, bei diesem Faden und /b/ allgemein wittere ich im vorhinein schon Ablehnung. Allerdings Österreich: Bernhard halt. Und Wolf Haas - Das Wetter vor 15 Jahren. Gute Erzählung für Ernste, die technisch auch ganz interessant gemacht ist.

Dazu eine weitere Frage: interessiert an technischer/narrativer Raffinesse oder solls nur ein interessantes Realismus-Holz sein, das sich gut liest?

>>38638
Habe mal 49 Depeschen gelesen und alter Mann und Meer. Naja, war ok. Diese Afrikajagd-Sache war extrem öde, nach einigen Seiten abgebrochen. Unterm Strich: gibt sehr viel bessere Amischreiber. Trinker werden ja sowieso gern von geistig Obdachlosen gelesen, weil sie sich darin spiegeln können :^)
ob du nun abgeklärt oder nihilistisch sind, das Phänomen "wer liest wen" ist nun mal da und Trinker stilisieren ist irgendwie eine peinliche Hypermännlichkeit
>>
Nr. 38978
>>38977
>Dazu eine weitere Frage: interessiert an technischer/narrativer Raffinesse oder solls nur ein interessantes Realismus-Holz sein, das sich gut liest?
siehe dazu >>38311

>und Trinker stilisieren ist irgendwie eine peinliche Hypermännlichkeit
Schonmal Bukowski gelesen? Der hat nun wirklich nichts hypermännliches an sich gehabt, außer du willst eine exklusiv männliche Sicht der Dinge so bezeichnen. Obwohl mir jetzt beim zweiten Mal lesen garnicht mal mehr so klar ist, was dein Satz bedeuten soll.
>>
Nr. 38980
>>38978
Ich schätze mal hochstilisieren ist gemeint. Also zum Helden machen quasi. Bärtige Männer die in Lederjacken Whisky trinken, Zigarren rauchen und kühle Sprüche klopfen, stelle ich mir darunter vor. Das ist natürlich kringelig außer man ist 12 und lebt in den 80ern.

>Trinker werden ja sowieso gern von geistig Obdachlosen gelesen
Absolut! Sinclair Lewis, Ernest Hemingway, Eugene O'Neill, William Faulkner und John Steinbeck sind die Lieblingsautoren der Unterschicht!!
>>
Nr. 39013
>>38978
>siehe dazu >>38311

Das hilft mir nicht so viel. Ich nehme an, ein Realismus-Holz, welches sich gut liest. Was Deutsche angeht, bin ich da überfragt. Fontane und andere "Klassiker" vielleicht. Goetz z.B. ist nicht einfach Realismus (außer sein letztes: Johann Holtrop), sondern ist technisch und stilistisch recht ausgefeilt, aber natürlich nicht jedermans Sache, zumal ich ab und zu fremdscham beim Lesen empfunden habe. Andere Passagen dagegen sind recht genial. Alles was über ein Realismus-Holz hinausgeht, kann eben für den normalen Leser eine Herausforderung sein, weil er sich fragen wird, warum, warum so geschrieben, warum das etc? Wenn man das nicht toll findet und nicht von der Form herausgefordert werden möchte oder das für anstößig hält, dann muss man meistens bei Klassikern bzw. klassischen narrativen Strukturen bleiben. Auch Bernhard gehört schon zur so einer Herausforderung. Meistens sind viele stilistisch toll zusammengehaltene Aphorismen. Allerdings, wenn man es kennt, entzückt nicht mehr jeder seiner Texte. "Holzfällen" war wunderbar wütend, die Beschreibung der Beerdigung der Jeanie und der Wiener im Landgasthof machte mich lachend. Das Kalkwerk behandelt in seiner Form und seinem Inhalt nach philosophische Probleme u.a.

>Schonmal Bukowski gelesen?

Hab so ca. 20 Bücher von dem hier, also ja. Würde die eigentlich gerne loswerden. Bukowski hat allerdings teilweise ein Auge für die Nachkriegs-USA, die mich sehr interessieren. Aber diese ewige geficke und gerausche nervt halt irgendwann. Selbst wenn es wahr ist, es ist nicht kühl, sondern wird affig. Wem muss er was beweisen, frag ich mich da.

>>38980
Naja, was ich meine ist das ständige rumgereite auf männlichen Attributen. Wenn Texte darin ausarten, ödet es mich an.

Geistige Obdachlosigkeit hat im übrigens nichts mit der sozial-ökonomischen Position innerhalb einer Gesellschaft zutun, zumindest nicht so, wie du es verstanden hast.
Natürlich war das eine Spitze, Steinbeck habe ich aus dem Bücherregal meiner Eltern damals genommen und gelesen. Mir ging es wohl eher darum, Trinker-Dasein zu zelebrieren/ästhetisieren. Natürlich hat es als Thema usw seine Berechtigung.
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Nr. 39016
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>>38970
Sehr gute Hinweise! Ich habe für's Erste Speers Erinnerungen und
Rudels Mein Leben in Krieg und Frieden aufgeschrieben. Jünger wäre auch interessant, um die Perspektive des kleinen Mann wiederzugeben, aber zu der Zeit war er ja schon längst populär. Irgendwas in der Richtung zu finden, wird sicher ohnehin schwierig, weil kleine Leute schon selten Autobiographien schreiben und noch seltener über ihre Rolle als Mitläufer Otto-Normal-Bürger einer Diktatur umso weniger. Vielleicht finde ich mal ein entsprechendes Tagebuch. Vorerst bin ich aber erstmal versorgt. Danke dafür.
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Nr. 39018
>>39013
> Geistige Obdachlosigkeit hat im übrigens nichts mit der sozial-ökonomischen Position innerhalb einer Gesellschaft zutun

Mal abgesehen davon, dass es da sehr wohl eine Korrelation gibt, hast du schon verstanden, wie ich das gemeint habe. Tu jetzt mal nicht so.

>Naja, was ich meine ist das ständige rumgereite auf männlichen Attributen
Und du findest, dass das bei Trinkern öfter der Fall ist? Könnte sogar stimmen. Man nehme nur mal die ganzen hard boiled Detektive, da trifft es wohl auf so ziemlich jeden zu. Gibt aber viele Ausnahmen wobei ich gerade Bukowski jetzt nicht unbedingt dazu zählen würde, außer man beschränkt sich auf seine Gedichte und sogar dort geht es sehr oft darum irgendwelche Frauen flachzulegen.
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Nr. 39019 Kontra
>>39018
>Mal abgesehen davon, dass es da sehr wohl eine Korrelation gibt, hast du schon verstanden, wie ich das gemeint habe. Tu jetzt mal nicht so.

Tatsächlich habe ich die geistige Obdachlosigkeit im Zusammenhang mit dem was man gerne Mittelschicht nennt kennengelernt. Ich glaube aber, die lässt sich fast überall finden.

>Und du findest, dass das bei Trinkern öfter der Fall ist?

Schon. Zumindestens dort, wo der Ich-Erzähler oder die Hauptfigur auch Trinker ist, kommt das irgendwie öfter vor.
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Nr. 39020
>>39018
> Man nehme nur mal die ganzen hard boiled Detektive, da trifft es wohl auf so ziemlich jeden zu. Gibt aber viele Ausnahmen wobei ich gerade Bukowski jetzt nicht unbedingt dazu zählen würde, außer man beschränkt sich auf seine Gedichte und sogar dort geht es sehr oft darum irgendwelche Frauen flachzulegen.

Je versoffener und unmännlicher der Autor, desto mehr versucht es in seinen Romanen zu kompensieren, in dem der dortige Protagonist ein Trinker aber doch Chad ist.
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Nr. 39021
>>39013
>Aber diese ewige geficke und gerausche nervt halt irgendwann. Selbst wenn es wahr ist, es ist nicht kühl, sondern wird affig. Wem muss er was beweisen, frag ich mich da.

Wie gesagt:
Je versoffener und unmännlicher der Autor, desto mehr versucht es in seinen Romanen zu kompensieren, in dem der dortige Protagonist ein Trinker aber doch Chad ist.

Kampfsporternst war vor seiner aktuellen Tätigkeit jetzt rennt er lieber weg, weil die legalen und beruflichen Implikationen sind zu groß in ein paar körperlichen Auseinandersetzungen verwickelt, wenn der andere anfing und unbedingt den Wettkampf wollte.
Er arbeitete ein Zeitlang auch an der Türe und hatte viele Freunde unter Türstehern und professionellen Kämpfern.
Die Personengruppe, die sich am meisten überschätze und am meisten einen Kampf wollte, auch wenn Ernst sehr deeskalativ zu sein versuchte, waren Männer von 45 bis 55. Also Männer, deren Männlichkeit und Stärke massiv am Nachlassen ist, und die diesen Umstand mit übertriebener, nach außen gekehrten angeblich männlichen Verhalten zu kaschieren versuchten.
Unangenehme Menschen, denn das sind dann auch die, die am meisten rumheulen, wenn sie richtig verletzt werden.
Man denke an den besoffenen Knaller-Feuerwehrmann in Augsburg, der vor seiner Frau den Macker markieren wollte, Jugendliche mit Migrationshintergrund körperlich anging, weil sich diese angeblich respektlos verhalten hätten, und dann tot geschlagen wurden.
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Nr. 39022
>>39019
Was denn zum Beispiel?
Hier auf jeden Fall mal ein paar Gegenbeispiele:
Die Reise nach Petuschki - Jerofejew
Unter dem Vulkan - Lowry
Trocken - Burroughs
Der Trinker - Fallada

Hab das alles vor recht langer Zeit gelesen also nimm es mit einem Körnchen Salz.

>>39020
Mit hard boiled habe ich offensichtlich auf Chandler oder Hammett angespielt. Ob die jetzt unmännlich und versoffen waren, wage ich zu bezweifeln aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Oder meinst du Bukowski? Der hat, zumindest in späteren Jahren, Mullen im Akkord geweitet. Als Kind und Jugendlicher war er allerdings ein ziemlicher Außenseiter, seinen ersten Roman hat er aber mit ~50 geschrieben.
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Nr. 39024
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>>39022
>Mit hard boiled habe ich offensichtlich auf Chandler oder Hammett angespielt. Ob die jetzt unmännlich und versoffen waren, wage ich zu bezweifeln aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Oder meinst du Bukowski? Der hat, zumindest in späteren Jahren, Mullen im Akkord geweitet. Als Kind und Jugendlicher war er allerdings ein ziemlicher Außenseiter, seinen ersten Roman hat er aber mit ~50 geschrieben.

Fast alle Autoren, deren Protagonisten in Romanen auf übertrieben dicke männliche Hose machen, versuchen was zu kompensieren.

Sei es über die Paulanergartengeschichten, wie viele Mullen sie wegflanken.
Sei es über die Paulanergartengeschichten, wie krass und geil ihre Drogen doch wären.

Liest man Benjamin von Stuckrad-Barre, denkt man, woah krass, so Drogen und das Leben als Drogenliterat haben schon etwas.
Sieht man dann Benjamin von Stuckrad-Barre persönlich oder im Fernsehen, merkt man, was für ein erbärmliches Würstchen Stuckrad-Barre doch ist und dass gar nicht kühles an seinem Leben und Lebensstil ist.
Hätte er Benjamin von Stuckrad-Barre seinen Springerkonzernvertrag nicht, hätte er auch die blonde Frau, die so eine typische von Springer ein Verwaltung beschäftigte und dann als Kümmerfrau angesetzte Frau ist.
>>
Nr. 39025
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>>39024

>Hätte er Benjamin von Stuckrad-Barre seinen Springerkonzernvertrag nicht, hätte er auch die blonde Frau, die so eine typische von Springer ein Verwaltung beschäftigte und dann als Kümmerfrau angesetzte Frau ist.

Hätte er, Benjamin von Stuckrad-Barre, seinen Springerkonzernvertrag nicht, hätte er auch die blonde Frau, die so eine typische von Springer in der Verwaltung beschäftigte und dann als Kümmerfrau angesetzte Frau ist, nicht.
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Nr. 39026
>>39024
Ich hoffe du willst jetzt nicht Bukowski mit Stuckrad-Barre vergleichen, sonst muss ich mal einen auf hypermännlich machen und dich mit einem gezielten Highkick wegflanken, JUNGE!

Dies gesagt war Bukowski ja eher Außenseiterliteratur als Trinkerliteratur. Das Trinken war halt dabei, aber die Geschichten handeln halt eher von Verlierertypen, die aber dennoch ihr Leben halt leben, mit Unterstützung durch den Alkohol.
Überleg mal bei "Der Mann mit der Ledertasche". Wie oft er da eine Alde klarmacht, nur damit ihr Macker ihn dann verprügelt oder sie ihn verlässt und und und.
Vielleicht ist die Anzahl seiner Frauen übertrieben, aber er wirkt halt aufrichtig, weil man weiß, dass der selber so kaputt war. Oder die Geschichte, in der die Penner in ein Kaufhaus einfallen. "Freaks" im Obdachlosenmilieu.
Und lustigerweise macht er sich ja über solche Prahlhänse (hanse?) auch in dem Buch lustig. Der Postkollege, der die ganze Zeit nur vom Ficken redet zum Beispiel.
Oder wenn wir uns mal die Verfilmungen ansehen. Barfly ist im Grunde eine Komödie, aber Hank wird niemals dargestellt als ein krasser Machoheld. Er prügelt sich mit dem Typen, obwohl er weiß, dass er jedesmal kaputtgeschlagen wird.

Ich bin in der Beziehung wohl auch etwas voreingenommen, weil mir Bukowski während einer schlimmen Zeit Trost gespendet hat.
>>
Nr. 39027
>>39026
>Stuckrad-Barre

Immerhin kein Amikäfer.

>weil mir Bukowski während einer schlimmen Zeit Trost gespendet hat.

Trost in Büchern suchen. hahahahahahaha
>>
Nr. 39032
>>39026
Ich hab von Stuckrad-Barre nur Soloalbum angefangen und nicht ausgelesen. Ewig her. Keine Ahnung ob der jetzt so auf dicke Hose macht aber ich habe ein wenig das Gefühl, dass hier von einem auf viele geschlossen wird. Für den "kühler Trinker Prototyp" gibt es ja gefühlt tausend Beispiele und ich wage mal zu bezweifeln, dass die alle von trinkenden Weicheiern mit Minderwertigkeitskomplexen geschrieben wurden.

>>39027
Geh wek.
>>
Nr. 39034
>>39032
>Geh wek.

Ne, musst halt Trost in Bücher suchen.
Oder in die Stalinwerke schauen und verstehen.
>>
Nr. 39038 Kontra
>>39034
Ok dann bleib da aber einen anderen Ernst auszulachen weil er Trost in Büchern sucht, spricht Bände über deine Persönlichkeit.

Kontra weil Fadenentgleisung.
>>
Nr. 39041
>>39038
>Ok dann bleib da aber einen anderen Ernst auszulachen
>auslachen

Ach Stock-im-Arsch-Ernst :3
Meist ist es die Unfähigkeit mitzulachen, die einen denken lässt, man würde ausgelacht.
>>
Nr. 39081 Kontra
Mir ist wuppe, ob der Autor oder die Figur Trinker ist, es geht darum, sich übermäßig oft um Mannichkeitsattributionen herum aufzubauen, Trinker scheint das gerne mal schwer zu beschäftigen.
>>
Nr. 39087
>>39081
Warum bist du denn so auf "Männlichkeit" fixiert? Hast du Angst vor Penen? Bist du eine verklemmte Schrankschuchtel?

Erzählens doch mal von Ihrer Mutter, Herr Lauert.
>>
Nr. 39164 Kontra
>>39087
Ich erzähl' dir lieber was von anderen Theorien als ödipalen Psychosen nachzugehen.

>Hast du Angst vor Penen?

Was haben Schwänze damit zutun? Aber Herr Freud, es stimmt, ich werde in meinen Träumen von Baumstämmen, Zuckerstangen und Straßenlaternen verfolgt, die sich Zugang zu meinem Anus verschaffen wollen.

>Bist du eine verklemmte Schrankschuchtel?

Auch hier frage ich mich, warum du sowas fragst, ich sehe den Sinn nicht? Als ob Schuchteln sich alle betont unmännlich geben. Gerade übertriebene Männlichkeit hat doch was Schuchteliges an sich. So wie Männerbünde und dergleichen auch.

Um dir deine Frage zu beantworten, obwohl sie sich aus meinen bisherigen Pfosten auch deduzieren lässt: Mich interessiert es nicht, wenn jemand ständig seine Männlichkeit betonen muss. Bin an den Versicherungen anderer in dem Fall nicht interessiert, es langweilt mich.
>>
Nr. 50743
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Sach mal, lest ihr nicht mehr oder warum ist der Faden schon auf Seite 15?

Der Faden hat mit so viel Gewinn begonnen.
>>
Nr. 50757
>>50743
Ernst hat sich den neuen Houellebecq gekauft und neben das Bett gelegt. Das war vor 2 Monaten oder so.
Kann mich aus irgend einem Grund momentan absolut nicht zum Lesen aufraffen.
Ich nehme mir nun offiziell vor nächste Woche damit zu beginnen!
>>
Nr. 50759
>>50743
Ernst verbringt seine gesamte Arbeitszeit mit Denken. Auch in seiner Freizeit kann er nicht aufhören zu Denken, weshalb er keine Hobbies pflegt, bei denen man aktiv Denken muss.
>>
Nr. 50803
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>>50759
Ernst wird dieses Wochenende endlich mal wieder ein paar Sachbücher lesen. Bild verwandt.

Zum Hintergrund: "Vater der Gänse" ist die Biographie von einem Pionier der Zugvögelmigration mittels Ultraleichtflugzeug, William Lishman. Auf seinen Erfahrungen basiert der Film "Amy und die Wildgänse" den Kleinernst sehr gelüftet hat. Seine Leidenschaft für diesen Film ging sogar soweit dass er das ikonische Ultraleichttrike im Gänselook als R/C Modell nachgebaut und noch heute im Keller stehen hat.

Das Zweite handelt von der "Rasenden Emma", die Kleinbahn der Insel Sylt. Hauptaugenmerk liegt hier auf dem Borgward Sattelschleppertriebwagen von dem Heute offenbar nur noch ein einziges Exemplar erhalten ist welches gerade restauriert wird. Ernst hat keine emotionale Bindung hierzu, ist auch noch nie auf Sylt gewesen, besitzt jedoch einige Modelle in H0 aus unerfindlichem Grund. :3
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Nr. 50842
Ernsts Klolektüre ist gerade ein Lehrwerk der Inneren Medizin, das er auf der Straße gefunden hat (VÖ 1957). Schon mal was von Rickettsien gehört? Liest sich wegen Corinna spannend, auch wenn Ernst vermutlich nur drölfzig Prozent versteht, da kein Doktor seiend.
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Nr. 50944
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Ernst las zuletzt Bild relatiert. Da ja heute kaum ein Hahn mehr nach der Basis kräht, findet er dieses 2006 damals bestimmt am Zahn der Zeit publizierte Werk heute aus einer fast schon historischen Sicht interessant.

Der Autor scheint ziemlich viel von sich selbst zu halten und man sollte die Darstellung der Ereignisse mit etwas Vorsicht genießen, aber abgesehen von den Geschichten eines ziemlich kühlen Typen, der nicht Angst haben vor irgendwas, ist das Portrait eines Durchschnitts-Islamisten und den vielen Facetten der Alltagsdimensionen ebenjener Ideologie in den Muselgesellschaften schon ein interessanter Einblick, den man als Michel eher selten bekommt.

Nicht sicher, ob Ernst empfehlen würde allerdings, wenn nicht brennend für die Thematik an sich interessierend. Wahnsinnig gut geschrieben ist es nämlich nicht.
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Nr. 50948
>>50842
Ernst seine Klolektüre besteht aus MAD-Heftchen der Jahre 2000 bis 2003. Fühlt intelligentest der Welt.