/b/ – Passierschein A38
„Migranten müssen EC und Seine Werte akzeptieren“

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Nr. 5723
51 kB, 1280 × 720
Manchmal stehe ich vom Lauer-PC auf, gehe auf den Balkon, und realisiere, dass da draußen eine ganze Welt ist, allein in meiner näheren Umgebung Tausende von Leben, die ihre eigenen Ambitionien, Wünsche, Hoffnungen, Ängste haben, mit denen ich niemals interagieren werde, weil ich den ganzen Tag nur vor dem PC verbringe, und dann gehe ich wieder rein, lauere weiter, und vergesse das nach wenigen Sekunden wieder.
>>
Nr. 5724
>lauere weiter

dann scheinst du ja nicht sonderlich unzufrieden zu sein, wenn du nichts änderst?
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Nr. 5725
313 kB, 1017 × 572
>dass da draußen eine ganze Welt ist, allein in meiner näheren Umgebung Tausende von Leben, die ihre eigenen Ambitionien, Wünsche, Hoffnungen, Ängste haben
Dafür gibt es einen eigenen Begriff, leider fällt er Ernst nicht mehr ein, aber er beschreibt genau das: Wenn man sich überwältigt fühlt von der schieren Anzahl an Leben, Geschichten und Schicksalen im unmittelbaren räumlichen Umfeld. Dazu muss man nur mal auf einen Hügel und den Blick über die Häuser der Stadt schweifen lassen, und sich überlegen, dass in jedem dieser Häuser Menschen wohnen mit ihren individuellen Geschichten, Wünschen, Sorgen und Hoffnungen.
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Nr. 5726
>>5725
Sonder.
>Briefly, "the realization that each random passerby is living a life as vivid and complex as your own." Originally from the Dictionary of Obscure Sorrows, which has a lot more beautiful neologism definitions like this you might enjoy.
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Nr. 5727
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Nr. 5728
148 kB, 300 × 400
>>5726
>>5727
>Sonder
Glaube ich kannte das deutsche Wort dafür, was ich leider selbst mit den Infos jetzt nicht ergurgeln kann, aber ja, das ist genau das, was ich meinte! Finde das Gefühl übrigens nicht unangenehm. Ist doch schön, wenn man realisiert, dass sich alles nicht immer nur um einen selbst dreht, das lässt die eigenen Sorgen auf Normalmaß schrumpfen.
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Nr. 5732
>>5728
Ich würde sogar behaupten, das ist eine Erkenntnis, die vielen Menschen fehlt.
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Nr. 5867
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Es ist irgendwo ein trauriger Gedanke, dass man so viele Leben verpasst und gleichzeitig, wenn ich zum Beispiel nach Japan schaue, bin ich auch froh darum, dass wir hier noch nicht in so einer krassen Vereinsamungsgesellschaft leben, mal von Ernst ausgenommen, oder dass kaum einer mehr seine Umwelt wahrnimmt.

Die meisten Menschen leben auch nur ein Standardmodell des Lebens, dass wohl nur deshalb glücklich macht, weil man im Strom schwimmt und alles richtig zu machen scheint.
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Nr. 5868
>>5867
Aber wenn sie glücklich sind, machen sie doch im Grunde alles richtig, oder?
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Nr. 5869
>>5868
Sie sind natürlich nicht wirklich glücklich, sondern kommunizieren einen solchen Zustand nach Außen, um Haltung zu wahren und nicht im erbarmungslosen Wettstreit unterzugehen. Aber an diese Projektion glaube ich auch nicht wirklich. Was ist der Unterschied zwischen Zufriedenheit und glücklich sein, Ernst? Sind die Menschen 'grundlegend' zufrieden, was heißt das dann?
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Nr. 5872
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>>5869
>Sie sind natürlich nicht wirklich glücklich
Wer kann das schon sagen? so lange es einem gelingt, seine eigene Sterblichkeit und die damit zwangsläufig verbundene Frage nach einem sinnvollen, erfüllten Leben im Alltag auszublenden, kann man schon einen Zustand des Glücks erreichen. Der Weg dorthin mag unterschiedlich sein: Für Manche ist das vielleicht, ihre Kinder im Garten spielen zu sehen. Ernst fand es toll, in seinem Urlaub auf dem Balkon in der Sonne zu liegen, nebenbei GDQ zu schauen und Abends gut zu essen. Eine allgemeingültige Definition gibt es hier nicht, und deswegen gehe ich auch immer davon aus, dass andere Leute schon die Dinge machen, die sie glücklich machen, auch wenn das für mich nach außen vielleicht nicht so aussieht.
>und nicht im erbarmungslosen Wettstreit unterzugehen
Die meisten Leute wollen doch genau wie man selbst nur ihre Ruhe. Das sehe ich auf der Weide jeden Tag: So lange man niemandem an den Karren fährt, lassen die einen auch in Ruhe.

>>5867
>Es ist irgendwo ein trauriger Gedanke, dass man so viele Leben verpasst
Ja, das ist es, aber gleichzeitig ist es auch tröstlich, dass nicht das gesamte Leid der Welt auf den eigenen Schultern liegt. Daher gehen mir auch Katastrophen auf der Welt nicht mehr nahe. Ich nehme das zwar zur Kenntnis und verarbeite diese Dinge rational, beschränke aber meine emotionale Kapazität auf meine direkte Umgebung, so wie es früher in einer Familie oder in einem Stamm gewesen wäre. Eine Rückkehr zum Naturzustand sozusagen. Für mich funktioniert das ganz gut.
>>
Nr. 5875
>>
Nr. 5965
Heute Nacht, so gegen 1. Ich gehe schlafen, natürlich Fenster offen. Draußen - ein paar Jugendliche, laut, lachend. Ich stelle mich auf den Balkon, beobachtend. Sie haben Spaß. Zwei von ihnen küssen sich, Geschrei. "Seid ihr jetzt zusammen?" Leise Antworten. Nach einer kurzen Zeit, wieder Gelächter. Ich schließe die Tür, kauere mich zurück ins Bett. Ihre Stimmen dringen noch zu mir. Ich schlafe ein, traurig.
>>
Nr. 5966 Kontra
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>>5965
Begegne momentan fast jeden Tag zwei Frauen in meinem Alter, mit denen ich Blicke austausche. Mit der einen vielleicht nur ausversehen. Bei der anderen bin ich mir sicher, dass sie ein initiales Interesse hat. Natürlich lächele ich nicht einmal, denn schließlich würde ich keine von beiden einfach so ansprechen ÖPNV und Universität, habe mir vorgenommen, wenigstens die im ÖPNV mal anzulächeln, um die Reaktion zu testen. Ach Ernst, ich will nicht mehr einsam sein, aber ich bin momentan auch so extrem langweilig, dass ich keine Frau ansprechen möchte, obwohl ich sowieso bisher nie eine einfach so angesprochen habe. Und Sex hätte ich auch gerne mal wieder, was wohl fast ausschlaggebender ist, als die emotionale Einsamkeit.
>>
Nr. 5967
>>5966
Auf jeden Fall anlächeln! Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass sie sich wegdreht, und das ist ja verkraftbar.
>>
Nr. 5968 Kontra
>>5967
Wenn man davon ausgeht, dass sonst auch nichts weiter passieren wird, kann ich es bestimmt riskieren. Es macht mich zwar traurig, andererseits weiß ich auch, dass ich mir viel Aufregung und Stress sparen, welches beides mit einer Anbandelung einhergeht. Für Sex und Liebe würde ich das aber gerne in Kauf nehmen. Nur kommt es auch auf die Frau an. Wenn die von meinem abstrakten Gelaber in Minuten gelangweilt wäre, dann kommen wir eh nie bis zum Kuss oder ins Bett habe auch charmantere Seiten, glaube ich, zumindest kann ich die ein oder andere Frau zum Lachen bringen. Der Großteil aber fällt flach gefühlt, und das beruht auf Gegenseitigkeit, denn wenn die Frau nicht gewisse Interessengebiete auf einem gewissen Niveau bespielen kann, dann langweilt sie mich und umgekehrt langweilige ich sie mit meinen 'abgehobenen' Gedanken. Wobei meine letzte Freundin nicht die gleichen Interessen gehegt hat, aber irgendwie hatten wir doch eine schöne Zeit, retrospektiv könnte ich mehr analysieren, warum genau. Interessen und Gedanken sind nicht alles. Also ziehe ich das vorhergesagte etwas zurück.
>>
Nr. 6299
>>5968
Und was ist jetzt passiert?
>>
Nr. 6300
>>6299
Zu den Zeiten, an der sie immer an der Haltestelle gestanden hat und ich auch, war sie nicht da. Aber ich bin auch kaum noch zu der Zeit an der Haltestelle. Vielleicht sollte ich etwas zeitiger aufstehen.
Die andere schaut eigentlich nicht mehr.aber ihre ebenfalls attraktive freundin :DDDD die habe ich aber bisher erst dreimal in einigen wochen gesehen, womöglich weil die sich immer nur an einem einzigen bestimmten tag in der uni treffen. allerdings beide, auch wenn sie herschauen oder es zumindest mal getan haben, sind dabei so kühl in ihrer miene, wie ich selber und man kann also keine emotion in der hinsicht ablesen, sondern kann sich nur versuchen, tief in die augen zu schauen, in der hoffnung, da was zu finden
>>
Nr. 6307
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>>6300
>Ernst träumt die ganze Bushaltestelle flach zu legen
>Hat in der Realität noch nicht mit einer auch nur geredet.

Jedes Mal.
>>
Nr. 6311 Kontra
>>6307
Ich träume nicht davon, die ganze Haltestelle flachzulegen. Und außerdem hätte Ernst weniger ein Problem mit Frauen zu sprechen, wenn sich eine konkrete Gesprächssituation ergibt, die nicht aus dem Blauen heraus beginnt. Möglicherweise fehlt mir ja dazu die Imagination eine konkrete Situation herzustellen :3. Ich bin keine kusslose Jungfrau, aber auch kein Dieter Donnerschwanz. Einfach nur etwas introvertiert, solange die Person fremd ist.
>>
Nr. 6327
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>>6311
>Ich träume nicht davon, die ganze Haltestelle flachzulegen

Also ich träume schon davon die ganze Bushaltestelle flachzulegen. :3
>>
Nr. 6347
299 kB, 684 × 864
>>
Nr. 6467
36 kB, 354 × 286
>>6327
Eigentlich dürfte ich keinen Fuß in den Bus setzen, so wie ich mit der Sache umgehe...dass ist kein Busfahrer(-stil). Ach Ernst, ich habe sie wieder gesehen, gleich zweimal hintereinander und jetzt fange ich tatsächlich an, mehr und mehr an sie zu denken, wzf, WZF?. Übertroffen wird dass nur noch von der Tatsache, dass wir uns zwar anschauen, aber nichts passiert und passieren wird und ich es dann bereue. Immerhin haben sich meine Mundwinkel möglicherweise etwas, ein Quäntchen, gehoben und vielleicht haben ihre Augen auch etwas gefunkelt, Ernst. Vielleicht deutet alles aber auch nur darauf hin, dass ich meinen Verstand über diese Frau zu verlieren drohe und das jetzt schon.
Eigentlich würde Ernst sie gerne fragen, wo sie jeden Tag um die Uhrzeit hinfährt, ob sie studiert, oder ob sie wo arbeitet. Ein oder zwei Station weiter ist ein Kindergarten und kann ich mir gut vorstellen - warum auch immer- dass sie in einem Kindergarten arbeitet. Es passt von der Uhrzeit und sie ist recht lässig angezogen oder sie hat um die Uhrzeit tatsächlich was in der Uni zu erledigen.

https://www.youtube.com/watch?v=JW0CWYbKFWE

Du und Ich
Sei kein Narr, vergess' morgen
Noch keine Zeit, Adieu zu sagen
Unsere geplanzte Liebe kann die Betrübnis heilen
Ich könnte dein sein, du könntest mein sein
Nein, wir können diesem Gefühl nicht wirklich entkommen

und dann sprechen wir erstmals miteinander und es wird direkt klar, dass wird nie was, kek. Gehirn- und Herzamputation ist eine sinnvolle Sache beizeiten, Ernst
>>
Nr. 6478
>>6467
>Eigentlich dürfte ich keinen Fuß in den Bus setzen, so wie ich mit der Sache umgehe...dass ist kein Busfahrer(-stil). Ach Ernst, ich habe sie wieder gesehen, gleich zweimal hintereinander und jetzt fange ich tatsächlich an, mehr und mehr an sie zu denken, wzf, WZF?. Übertroffen wird dass nur noch von der Tatsache, dass wir uns zwar anschauen, aber nichts passiert und passieren wird und ich es dann bereue. Immerhin haben sich meine Mundwinkel möglicherweise etwas, ein Quäntchen, gehoben und vielleicht haben ihre Augen auch etwas gefunkelt, Ernst. Vielleicht deutet alles aber auch nur darauf hin, dass ich meinen Verstand über diese Frau zu verlieren drohe und das jetzt schon.

Mich hat es gestern auch ein wenig erwischt. Aber ich finde es schön. War beim FKK-Baden. Bin ziemlich spät hin, wollte nur ein paar Runden schwimmen und meine Eier frei schwingen lassen.
Ein wirklich hübsches Mädchen war mit ihrem Freund da.
Sie hat immer wieder zu mir rüber geschaut. Lüstern. Hat sogar ihren Freund etwas irritiert, warum sie immer wieder Blicke zu mir rüber geworfen hat.
Aber was solls?
Ich weiß, dass ich nicht soooo schlecht aussehe, bzw. mal ausgesehen hab, bzw. dass manche Frauen mich für attraktiv hielten, dass ich mit Frauen umgehen kann, aber aber aber
ich stehe dank meinen verfickten Eltern und dem scheiß Bafögsystem beruflich und finanziell gerade nicht so gut da. Schon viele Frauen gehabt, die zwar ein 1-Nacht-Stand mit mir gemacht haben, aber sie sich nichts darüber hinaus Gehendes mit mir aufgrund meiner gerade bescheidenen Karriere vorstellen können.
Oder der Stress, der aus einer finanziell angespannten Lage entsteht, hat sich negativ auf die Beziehung ausgewirkt.
Solange ich das beruflich nicht geregelt habe, werde ich nicht mehr aktiv mit dem Ziel des Fickens auf Frauen zugehen. Tut mir sonst zu sehr weh.
Also habe ich auf fokussierten Sportler getan. Sie hat wahrscheinlich gedacht, „was für ein arroganter Sack“, oder sich gefragt, was für ein ungeselliger Arschbürger ich bin. Oder ob sie nicht attraktiv genug für mich aussehe.
Dabei war sie wirklich toll. Das konnte ich feststellen, obwohl ich mich angestrengt habe, nicht rüberzuschauen. Fokussierter Arschbürgersportlerstil.
Ihr Arsch war wirklich süß….. den hat sie dann zu mir rübergestreckt und dabei ihre Hüfte gestreichelt.
>>
Nr. 6483
>>6478
Hm, also einfach vögeln würde ich auch wollen. Aber eigentlich, eigentlich, will ich mich im Oxytocin einer Beziehung ertrinken und immer angenehm aufwachen, weil eine tolle Frau neben mir im Bett liegt und wir uns vielleicht nochmal aneinander schmiegen bevor die beschissenen Verpflichtungen rufen, die aber so auch ertragbar werden. Seit über einem Jahr habe ich jetzt keine Frau mehr irgendwie auf intime Art berührt bzw. bin berührt worden und habe auch keine feuchte Muschi zu Gesicht bekommen mein verstand explodiert beinah bei der vorstellung. Sicherlich hätte ich über meinen Schatten springen sollen, dann wäre da was gelaufen, immerhin bin ich kein Hässlon oder Totalautist und abgeneigt sind einige Frauen nicht. Aber da man phyikalisch nicht über seinen Schatten springen kann, ist nichts passiert. Ehrlich gesagt kann ich mich aber auch nie dazu überwinden so zu tun als ob, und oft langweilen mich Frauen denn auch (und ich die Frauen). Und das eigentliche Problem besteht, wie schon erwähnt, darin, dass ich nie eine Frau einfach so angesprochen habe, es ergibt sich eben über Bekanntschaften und Freunde oder wie im Falle meiner Ex über eine Gruppenarbeit. Problem ist nun, dass ich über Bekannte keine kennengelernt habe, allerdings auch extrem viel zuhause sitze, nicht mehr feiern gehe oder mal in eine Kneipe. Dafür aber in der Uni oder Draußen immer wieder merke, ok, Blicke gibt es hier und da, manche gehen hin und her. Aber da ich dann einfach zum Autismus Maximus neige, wenn sich nichts nebenbei ergibt, sondern mit voller Absicht, also testenden Hintergedanken, etwas passieren soll. Woher das kommt? Gute Frage! Vielleicht weil ich immer diese Vorstellung habe, man hält mich für einen notgeilen Creep. Aber wir wollen doch fast alle nur ficken und kuscheln und reden, nicht wahr? Und ja, wahrscheinlich kann ich eben nicht cool und lässig forciert kleinsprechen, stattdessen werde ich durch meine eigene Metabeobachtung in einer solchen Situation abgelenkt.
>>
Nr. 6528
46 kB, 800 × 600
>>6467
Pass auf, du hörst mir jetzt genau zu und machst, was ich dir sage, keine Widerworte.

Nimm dir einen Zettel. Schreibe deine WasLosApplikationsnummer drauf. Packe ihn in deine Geldbörse. Sobald du sie das nächste Mal im Bus siehst, und du aussteigst, gibst du ihr vorher den Zettel mit einem Lächeln und "Hier, bitte". Wenn du Chancen bei ihr hast, wird sie sich melden, wenn nicht, hast du wenigstens Gewissheit.

Bild relatiert. Habe mir sehr viel Mühe damit gemacht, lass mich nicht hängen.
>>
Nr. 6531
>>6528
>lass mich nicht hängen

Allein der Gedanke lässt mich zu einer Heizung werden. Außerdem finde ich es eine seltsame Aktion, dann kann ich sie doch auch direkt ansprechen. Diese Aktion ist entweder creepy oder süß. Aber erstmal möchte ich sie wirklich lächeln sehen eine vernüftige Aufforderung, ein Zeichen, bevor ich ihr ungefragt was in die Hand drücke, bevor ich deinen Plan als letzten Ausweg in Betracht ziehe.

Bist du Experteernst und hat das wirklich bei dir funktioniert?
>>
Nr. 6532
Ernst ist 36 und war letztens beim Kindergeburtstag von ein paar Bekannten.
Ein paar Frauen die Ernst vor zehn Jahren noch durchaus attraktiv fand, sind heute Mütter und erinnern Ernst vom Aussehen her an seine Großeltern.
Fazit: Wenn du dich lange genug einschließt, verpasst du irgendwann nichts mehr, weil da nichts mehr kommt.
Das Leben findet zwischen 15 und 25 statt.
>>
Nr. 6534
>>6531
>Bist du Experteernst und hat das wirklich bei dir funktioniert?

Habe es einmal so gemacht (war sogar mehr stalkerisch, habe gewusst, wann sie die Bahn nimmt, bin extra für sie hin, habe ihr den Zettel gegeben, und bin wieder weg :3 )
Sie hat mir geschrieben und sie war vergeben, würde das also als vollen Erfolg verbuchen.
>>
Nr. 6535
>>6534
Schlimm klingt es nicht, meine Vision ist da deutlicher an einem Horror orientiert. Jedenfalls würde ich sie ja auch immer wieder sehen, was mich etwas stören würde. Egal, vielleicht sehe ich sie morgen und übermorgen wieder. Möglicherweise tut sich etwas mehr als beim letzten Mal, wo wir uns eher nur angeguckt haben. Helfen tut das alles aber natürlich nicht.
Wahrscheinlich werde ich das mit dem Zettel auch nicht machen, trotz deiner entlastenden Antwort.

Ich warte ebenfalls darauf, zufällig eine aus dem Seminar alleine anzutreffen, um sie anzuquatschen. Ein eher intensiveres Anblicken geht dem Ganzen voraus. In ihrem Fall habe ich einen Grund mit ihr zu reden, weil ich tatsächlich sogar eine Frage habe, die ist zwar nicht sehr ausgefuchst, aber für einen Start reicht es aus. Vor ein paar Tagen habe ich sie in der Innenstadt gesehen, von weiter weg. Da war sie aber wohl mit ihrer Mutter unterwegs. Trotzdem meine ich, dass sie rubergeschaut und gelächelt hat. Allerdings habe ich erst spät bemerkt, wer sie ist. Bei ihr weiß ich auch, dass sie geistig was drauf hat und sich für ähnliche Dinge interessiert. Eine Frau also, die keine Scheu vor Absraktionen, Analysen und an Kunst und Kultur interessiert ist. Über die im ÖPNV kann ich nichts dergleichen berichten.

Ach, Ernst. Warum mach' ich es mir so schwer? Alles bleibt offen, bis eine Schwelle uberschritten ist, und die muss man erst überschreiten.
>>
Nr. 6536
>>6535
Mach dir den doofen Zettel wenigstens und nimm ihn mit, falls du es dir doch noch überlegst :3
>>
Nr. 6537
55 kB, 755 × 425
>>6536
Den kann ich auch noch nächste Woche machen :3
>>
Nr. 6549
>>6537
Nicht der Ernst, dem du antwortetest

Nein Ernst, mach ihn jetzt. Sonst wird es immer nächste Woche bleiben.
>>
Nr. 6550
>>6549
Danke! Er soll ihn ja nur einstecken, wenn er es dann nicht macht, ist ja auch nichts weg :3
>>
Nr. 6557
>>6549
>Nein Ernst, mach ihn jetzt. Sonst wird es immer nächste Woche bleiben.

Das ist mir schon bewusst. Auch wenn der Zettel erfolgreich war, kommt es mir trotzdem komisch vor. Lieber würde ich so mit ihr sprechen. Ohne seltsame Aktion, aber was heißt das schon.

Wie dem auch sei, gestern war sie zur üblichen Zeit nicht da. Heute bin ich etwas früher los ich hätte naturlich extrem bummeln können, aber wenn sie dann nicht aufgetaucht wäre, würde ich mir extrem lächerlich vorkommen, allgemein richte ich mich nicht nach ihr aus, wir haben noch ein einzges wort miteinander gewechselt. trotzdem laufen bilder vor meinem inneren auge ab, in der sie bereits die mutter meiner kinder ist, was wohl eher daran liegt, dass ich tatsächlich immer älter werde. entweder weder ich vater, wie fast jeder, oder och schaffe noch was besonderes bin dafür aber einsam. mit glück geht beides. ich bin einfach zu spät mit allem angefangen, uni und frauen und irgendwas können. Tja, so kann man sich verpassen.
>>
Nr. 6737
>>6557
Aufdatierung?
>>
Nr. 6742 Kontra
>>6737
Wie meinen?

Ich habe sie nicht mehr gesehen, entweder war sie zur üblichen Zeit nicht da, oder ich war es nicht.

Gestern hat eine attraktive Frau in der Bilbiothek mehr als einmal zu mir her geschaut. Also über Blicke kann ich mich nicht beschweren, davon gibt es einige. Die haben nicht immer was zu bedeuten, klar.
Jedenfalls hilft es auch nur wenig, wenn man sich dauernd anschaut und nichts weiter passiert. Wäre ich nicht so ein schüchterner Ernstlauch, sondern könnte mein äußeres Erscheinungsbild mit einer extrovertierten Persönlichkeit verbinden, dann hätte ich deutlich öfter Sex oder eine gf. Diese Durststrecke nagt erheblich an mir und dass ich trotz allem nichts weiter machen und mich stattdessen zurückziehen kann nur Kopfschütteln hervorrufen. Es ändert sich nie was.
>>
Nr. 6801
250 kB, 388 × 385
Ich denke oft über die Natur des Bewusstseins nach, da ich mit dem aktuellen Kenntnisstand nicht viel anfangen kann. Man sagt ja, dass das Bewusstsein eine aufbauende Eigenschaft ist, also mehr als die Summe seiner Teile, und im Zusammenspiel der einzelnen Komponenten entsteht. Scheint für mich erstmal plausibel, erklärt auch gut, wie das Bewusstsein im Rahmen der menschlichen Entwicklung irgendwann entsteht (Gehirn erreicht ausreichende Komplexität), vergeht, und warum auch Tiere ein Bewusstsein haben.

Aber eines kann es nicht erklären: Warum bin ich ich, und nicht jemand Anderes, oder alle Anderen? Mein Bewusstsein gehört soweit ich das beurteilen kann mir allein, und ich habe keinen Zugriff auf das der Anderen. Es kann auch nicht an bestimmten physischen Gegebenheiten meines Körpers liegen: Die Zellen in meinem Körper unterliegen ständigen Wandlungsprozessen. Somit müsste sich mein Bewusstsein permanent verändern, und während ich kein Problem damit habe, dass das so ist, sehe ich nicht, warum ich dann hinterher noch ich sein sollte, wenn das Bewusstsein eine aufbauende Eigenschaft ist, welches sich allein aus der Summe seiner Teile manifestiert.

Ich will jetzt gar nicht auf Seele oder sowas hinaus, das ist ja in diesem Kontext nur eine Metapher für etwas, was offenbar noch nicht ausreichend erforscht ist, aber mir ist keine zufriedenstellende Antwort auf diese Frage bekannt.
>>
Nr. 6814
>>6801
>Summe seiner Teile

Das nennt man eine reduktionistische Sichtweise und ist meines Wissens nach klassisch in den (Natur)wissenschaften.

Man kann das Bewusstsein aber auch als Emergenz (u.a. ein Begriff der Komplexitätstheorie, soweit ich weiß) denken, dann entsteht es aus dem Zusammenspiel der Zellen o.ä und ist mehr als die Teile; die Zusammensetzung der Teile - du als Materie z.B. - emergiert ein Bewusstsein, etwas ist also mehr als seine Teile. Ob das dann einfach Holismus ist, oder ob es da feinere Bestimmungen gibt, kann ich nicht sagen.

t. viertelwissender passionist
>>
Nr. 6815
105 kB, 760 × 670
1,6 MB, 1280 × 720, 0:29
>>6814
>du als Materie z.B. - emergiert ein Bewusstsein, etwas ist also mehr als seine Teile
Das finde ich sogar nachvollziehbar, und es entspricht auch den Beobachtungen des Alltags. Was ich aber nicht nachvollziehen kann: Wenn diese Emergenz aus den Einzelteilen entsteht, und die Einzelteile konstanten Veränderungen unterliegen, wie kann die Emergenz dann ihre Natur beibehalten? Zudem: Die verwendeten Teile sind handelsübliche Bioware, die in ähnlicher Zusammensetzung in milliardenfacher Ausfertigung ausgeliefert werden. Warum kommt da mein Bewusstsein bei raus, und nicht deins, oder irgendeins?

Eine Erklärung habe ich natürlich auch nicht anzubieten - zumindest keine, die sich nicht auf obskure Kräfte beruft - und dann hätte man sich den anderen Ansatz natürlich auch gleich schenken können.

t. nichtswissender Vielpfostierer
>>
Nr. 6817
>>6815
Behält die Emergenz denn ihre Natur? was meinst du mit der natur der emergenz? bei dem weg. Da ich mich sehr für Prozessphilosophie begeistere im Moment, würde ich sagen, dasss die Emergenzen selbst konstanter Veränderung unterliegen, die Identiät einer Sache ist ein Derivat der Veränderung, des Unterschieds. Eine Identität ist ein Nachhinein.

>Zudem: Die verwendeten Teile sind handelsübliche Bioware, die in ähnlicher Zusammensetzung in milliardenfacher Ausfertigung ausgeliefert werden. Warum kommt da mein Bewusstsein bei raus, und nicht deins, oder irgendeins?

Stimmt wohl, die Teile kann man als ähnlich zusammengesetzt sehen. Aber was der Emergenz, oder auch den Teilen wiederfährt, ist nicht gleich.

So meine kurze Erwiederung.
>>
Nr. 6818
104 kB, 653 × 393
>>6817
>Behält die Emergenz denn ihre Natur? was meinst du mit der natur der emergenz?
Damit meine ich, dass sie nicht einfach nur "ein" Bewusstsein ist, sondern stets mein Eigenes bleibt, auch wenn es natürlich über die Zeit Änderungen unterliegt. Da sich die Emergenz aber aus Teilen bildet, die sich meines Wissens nach allesamt verändern, sehe ich keinen Grund, warum ausgerechnet diese Eigenschaft konstant bleiben sollte. Ich stelle mir das ungefähr so vor: Ich baue ein Auto. Ich habe einen Haufen Teile mit einer Aufgabe, aber einzeln ist keines der Teile hinreichend für das Ganze, die Fähigkeit zur Mobilität entsteht erst durch das fertige Konstrukt. Ich baue alles zusammen und setze mich in das Auto und kann fahren. Ich kann jetzt Teile des Autos tauschen, das ändert das Fahrverhalten, aber es ändert nicht, dass es mein Auto ist, und ich der Fahrer bin.

Jetzt die Analogie zum Bewusstsein: Ich habe eine Menge elektrochemisch aktiver Teile, die baue ich zusammen, dadurch entsteht ein Bewusstsein - soweit in Ordnung. Aber wer setzt sich rein und fährt, und warum gerade der? Wenn die Entität, die das Bewusstsein steuert (bzw. die sich erst mit dem Bewusstsein zusammen bildet) eng mit dem Material selbst verknüpft ist: Warum ändert sie nicht auch ihren Charakter, wenn sich das Material ändert? Es ändern sich allerdings nur die Eigenschaften des Bewusstseins (z.B. die kognitiven Fähigkeiten) mit der Zeit, nie jedoch die steuernde Entität. Wenn die Entität dagegen unabhängig vom verwendeten Material ist: Wo kommt sie dann her?

>dasss die Emergenzen selbst konstanter Veränderung unterliegen, die Identiät einer Sache ist ein Derivat der Veränderung, des Unterschieds. Eine Identität ist ein Nachhinein.
Wenn ich das richtig verstehe würde es bedeuten, dass wir nur glauben, dieselbe Person zu sein, aber in Wirklichkeit ändern wir uns permanent, und nur z.B. der Zugriff auf unsere Erinnerungen lassen uns glauben, dass es sich um dieselbe Person handelt, welche diese Erinnerungen erlebt hat. Der Prozessor und das Betriebssystem ändern sich, aber die Festplatte bleibt erhalten, um bei den Analogien zu bleiben. Das hört sich für mich schlüssig an, würde aber auch bedeuten, dass das Bewusstsein keine Sache ist, der man eine große Bedeutung beimessen sollte, da es lediglich ein Vehikel zur strukturierten Kodierung und Ablage von Informationen in einem chemischen Speicher ist. Das würde die Sache natürlich entmystifizieren.
>>
Nr. 6819
38 kB, 1280 × 720
>>6818
>Wenn ich das richtig verstehe würde es bedeuten, dass wir nur glauben, dieselbe Person zu sein, aber in Wirklichkeit ändern wir uns permanent, und nur z.B. der Zugriff auf unsere Erinnerungen lassen uns glauben,

Dafür ein Deutschländer "Genau".
Ob es dann "nur" ein Interface bildet zwischen einem Chemischen Speicher und seiner Umwelt bildet, weiß ich nicht so recht. Das kommt mir wieder sehr reduktionistisch vor. Immerhin durchläufst du im Werden (statt Identität) die Dinge. Wenn es läuft, wird pausenlos emegiert. Die abgeschlossene Einheit ist eben offen, paradox aber so läuft das bei den Prozessphilosophien, die ich mir momentan so zu Gemüt führe.
Für Ernst bedeutet dies, dass er nicht festgeschrieben ist, was recht befreiend wirkt, gleichzeitig verschwindet aber zu einem gewissen Teil oder in gewisser Form der freie Wille, denn man ist ja nur eine Emergenz, dir ist also nicht alles überlassen, könnte man vielleicht sagen.
Aber um nochmal auf die vermeintliche Reduktion zu kommen: das Denken usw. findet ja trotzdem alles statt, also irgendwie scheint mir dieses "nur" viele konkretere Dinge unter den Tisch fallen zu lassen. Also Singularität wäre trotzdem da, nur eben im Werden (?). Ernst ist noch nicht sehr sattelfest, was das angeht, und in der Philosophie allgemein.
>>
Nr. 6821
>>6819
Was mir noch einfällt. Unsere Erinnerungen sind möglicherweise ein ständig wachsender Haufen von Differenzen, die ablaufen, das Werden eben.

Man wirft den Prozessphilosophien Vitalismus und auch Panpsychismus vor. Also ist aus naturwissenschaftlicher, oder lgosch-rationaler Sicht, verpönt. Die Ähnlichkeit zu asiatischen Philosophien ist übrigens kein Zufall, soweit ich weiß, wird da auch der Fokus auf das Werden gelegt.

Werden oder Identität. In der europäischen Philsophie kommt der Identität eine Primordialität zu, wenn Brian Massumi recht hat. Die Einleitung zu Parables for the Virtual (ca. 20 und auf libgen zu finden) beschätfitgt sich u.a. mit den Grundlagen dieser Art Philosophie und ist durchaus ein Geistfick, da sie eben ein Verständnis mobilsiert, dass man üblicherweise nicht gewohnt ist.